Navigation und Service

Regatten

blueribboncup 2020: Rund Fünen als Alternative zu Kiel-Kopenhagen-Kiel war ein voller Erfolg

Gelungener Saisonauftakt und IDM-Vorbereitung zugleich

Ein anderer Kurs, kein Zwischenstopp und eine Siegerehrung im Onlineformat – im Corona-Jahr läuft alles etwas anders. Trotzdem war die Begeisterung der Segler beim 21. blueribboncup groß, und die Rückmeldungen fielen äußerst positiv aus. Die Crews freuten sich, endlich wieder eine Regatta segeln zu können. Viele nutzten die Wettfahrt als Vorbereitung für die IDM, die im Rahmen der Kieler Woche (5.-13. September) ausgetragen wird. Bedingungen von Sonnenschein bis Gewitter und Flaute bis Sturm bescherten eine abwechslungsreiche Regatta.

Der erste Startschuss zur Langstreckenregatta fiel Freitag pünktlich um 10 Uhr am Sportboothafen Düsternbrook und schickte die Gruppe Double Hand, Dehler 30 od und ORC III auf den Weg gen Norden. Wenig später nahmen die Gruppen ORC II und ORC I Fahrt Richtung Dänemark auf.

Corona-bedingt führte der Kurs in diesem Jahr ohne Zwischenstopp im Uhrzeigersinn um Fünen herum und nicht wie gewohnt von Kiel nach Kopenhagen und zurück mit einem Pausentag in der dänischen Hauptstadt. Dennoch gab es auch beim 21. blueribboncup drei Wertungen: jeweils eine für die Distanz bis zum Gate in Middelfart, für die Strecke von dort bis zurück nach Kiel sowie für die Gesamtdistanz. Erstes Etappenziel auf der rund 200 Seemeilen langen Strecke war nach gut 80 Seemeilen das dänische Middelfart, wo Organisator Eckhard von der Mosel und POS-Geschäftsführer Sven Christensen am ersten Wegpunkt die Zwischenzeit nahmen.

Der kräftige Wind sorgte für ein schnelles Ankommen der Yachten in Middelfart, und das Hauptfeld der Regatta lag noch dicht zusammen. Als erstes Schiff nach gesegelter Zeit hatte die Mills 45 Custom „Halbtrocken 4.5“ mit einer Crew rund um Michael Berghorn am Gate nach circa 6 Stunden und 40 Minuten den Bug vorn. Zweite Yacht nach gesegelter Zeit war die Class 40 „Red“ mit dem erfahrenen Hochseesegler Mathias Mueller von Blumencron und seiner Crew, gefolgt von der Class 40 „Rockall C40“ mit Christopher Opielok und Crew.

Einige Crews hatten sehr mit den Bedingungen zu kämpfen. Die Anteros 36 „Geronimo 2.0“ erlitt ebenso wie die A-31 „Lucy“ Mastbruch. Die Crews blieben unbeschadet und traten mit ihren Booten den Rückweg an. Auf der „Farr-Laessig“ brach sich ein Crewmitglied das Bein. Enttäuschend verlief das Rennen auch für Holger Streckenbach und seine Crew mit der TP52 „Imagine“: Ein Backstagbruch beendete für die Segler frühzeitig die Wettfahrt. Die Hoffnung auf den Titel First Ship Home zerplatzte. Von 44 gestarteten Yachten erreichten schließlich 33 das Ziel.

 

Eine erste richtige Klassenregatta mit eigener Wertung stellte der blueribboncup für fünf neue Dehler 30 od dar. In der Gruppe lag Oliver Schmidt-Rybrandt mit der „Power Play“ sowohl am Gate in Middelfart, als auch in der Gesamtwertung vorne. Den zweiten Platz ersegelte die Crew um Uwe Barthel mit der „Joint Venture“. Drittplazierter ist Hajo Hensel mit der „Tutto Bene“. Klassen-Boss Uwe Barthel war absolut zufrieden mit der Performance der Dehler 30 od, die sich als schwerwettertauglich erwiesen. Er hofft, dass sich die Klasse etabliert. „Das war anspruchsvolles Segeln mit Tiefausläufern und heftigen Böen – ein Härtetest, den die Dehler 30 od gut bestanden haben“, so Barthel.

Den Crews der Gruppe ORC Double Hand machten die Wetterbedingungen am meisten zu schaffen. Von sieben gestarteten Booten brachen sechs die Regatta ab. Nur Volker Hausberg passierte mit der Grand Soleil 43 „Lavina“ nach 36 Stunden 24 Minuten und 14 Sekunden nach berechneter Zeit die Ziellinie und konnte den Sieg für sich und seine Crew verbuchen.

In der Kategorie ORC I siegte Jens Kuphal mit der Landmark 43 mod. „Intermezzo“ vor Lars Hückstädt mit der XP-44 „X-Day“. Der dritte Platz ging an Niklas Schubert mit der Baltic 52 „Zukunft IV“. Die „Intermezzo“ arbeitete sich erst im zweiten Teil der Regatta vor. „Die erste Hälfte bis Middelfart war nicht unser Kurs, weil die „Intermezzo“ eher ein „Am-Wind-Boot“ ist. Aber mit der Nacht und dem Kurswechsel kam mit unsere Stunde. Vor Langeland sind wir später gefühlte 100 Wenden gefahren. Das war für uns die perfekte Vorbereitung für die IDM“, fasste Jens Kuphal die Wettfahrt zusammen.

Wettermäßig sei wirklich alles dabei gewesen – Sonnenschein, Sturm, hohe Wellen und Gewitter. „Es war eine großartig ausgewählte Strecke, die gerne wiederholt werden könnte. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Ergebnis und haben uns gefreut, endlich wieder segeln zu können. Toll, dass es der KYC in diesen Zeiten möglich gemacht hat“, sagte Kuphal begeistert. Der Refit des Bootes hätte sich auf jeden Fall ausgezahlt. 

In der Gruppe ORC II ersegelte ein Stammgast den Sieg: Werner Lemmel aus Berlin mit seiner Swan 46 „Rarotonga“. Im vergangenen Jahr belegte er auf dem Hinweg nach Kopenhagen Rang zwei und zurück den dritten Platz. Beim 21. blueribboncup siegte er von Dirk Clasen mit der H 39 „Ginkgo“ und dem erfahrenen Hochseesegler Mathias Mueller von Blumencron mit der Class 40 „Red“, die das Gate in Middelfart nach gesegelter Zeit als Zweite passierte. Die „Red“ hatte sich auf dem ersten Streckenabschnitt einen guten Vorsprung ersegelt. Zum Bedauern von Crewmitglied Tobias Schadewaldt schrumpfte dieser während einer Gewitterfront deutlich. „Die Regatta war wirklich super und extrem spannungsreich, inklusive Gewitter und 14 Stunden Kreuzen am Stück vor Langeland. Eine tolle Überraschung war das Lunchpaket per Schlauchboot im Zielbereich“, lobte der dreifache Kieler-Woche-Sieger und Olympia-Teilnehmer.

Bei den kleinen ORC-Yachten entschied die X-362 Sport „Static Electric“ von Heiko Päsler den Sieg für sich. Dr. Knut Freudenberg mit der First 36.7 freute sich über Platz zwei. Rang drei ersegelte Tim Behrendt mit der JPK 10.80 „Frida“.

First Ship Home war nach 27 Stunden 55 Minuten 21 Sekunden die Mills 45 Custom „Halbtrocken 4.5“. In flotter Fahrt überquerte die Yacht die Ziellinie vor dem Starterhaus in Düsternbrook. Das Boot hatte auch nach dem Zieleinlauf noch so viel Druck im Segel, so dass die Übergabe der von May & Olde gesponserten Lunchpakete auf dem Wasser für das Schlauchboot-Team der Veranstalter zur sportlichen Herausforderung wurde. „Wir hatten alles an Wind, was wir uns wünschen konnten“, kommentierte Skipper Michael Berghorn von der „Halbtrocken 4.5“ die Wettfahrt rund um Fünen nach Überqueren der Ziellinie. Er bedauerte, dass die TP52 „Imagine“ als Konkurrent ausfiel. Als nächste Ziele nannte er die Langstrecke und die Deutsche Meisterschaft zur Kieler Woche. Nach berechneter Zeit reichte der Vorsprung der „Halbtrocken 4.5“ beim blueribboncup jedoch nur für Platz sechs. Rund elfeinhalb Stunden nach der Mills 45 Custom waren auch die restlichen Regattateilnehmer zurück im Hafen.

Wettfahrtleiter H.-Eckard von der Mosel zeigte sich trotz Corona-bedingter Veränderungen sehr zufrieden mit dem 21. blueribboncup. „Die Strecke rund um Fünen ist ein schönes Format, das in der Zukunft durchaus als eigene Veranstaltung denkbar wäre. Was die Bedingungen betrifft, war bei der Regatta alles dabei: Schauer und Böen am Start, dann Flaute und Strom, viel Druck nach Norden und zum Schluss noch eine Kreuz gegen  Südwest-Wind. Besser hätten wir es nicht bestellen können“, lautete sein Resümee. Auch der Einsatz von Videosoftware für die Steuerleutebesprechung und die Siegerehrung hätte sehr gut funktioniert, um die Corona-Auflagen zu erfüllen. Dass sich Regattaleitung und -teilnehmer lediglich aus der Distanz zuwinken konnten, bedauerte H.-Eckard von der Mosel jedoch ein wenig. Das überaus positive Feedback der Segler zur Veranstaltung machte dies wieder wett. „Es ist ein schöner Kurs, eine gute Strecke und eine schöne Entfernung. Wir freuen uns darauf, endlich wieder zusammen aufs Wasser zu gehen“, sagte Carl-Peter Forster, Steuermann der MM41 „Inschallah VI“ bereits vor dem Start.

Mit einer Siegerehrung im Videokonferenz-Format ging der 21. blueribboncup 2020 Sonntagabend zu Ende. Neben den Preisen für die Erst- bis Drittplatzierten der jeweiligen Gruppen wurden in alter Tradition einige Sonderpreise vergeben. Die KDY-Trophy für das beste Boot nach ORC im ersten Teil ging an die Class 40 „Red“. Den Steuermannspreis von 1970 für die erste Yacht im Ziel im Check-Point erhielt die Mills 45 Custom „Halbtrocken 4.5“ ebenso wie das Anrecht auf den Carl-Grage-Gedächtnispreis von 1957, weil sie auf beiden Teilstrecken (Kiel-Middelfart/Middelfart-Kiel) des blueribboncups das First Ship Home war. Der Gewinner der KYC-Trophy für das beste Boot im zweiten Teil heißt „Static Electric“. Auch der R. T. Dixon Challenge Cup von 1912 für die beste Yacht nach ORC über alles ging an die „Static Electric“. Den Zukunft-Preis der Jugend für das schnellste Boot nach berechneter Zeit auf beiden Teilstrecken, dessen Crewmitglieder mit Ausnahme des Skippers alle nicht älter als 28 Jahre sind, durften die Segler der „Zukunft IV“  mit nach Hause nehmen. (kh)

______________________________________________________________________________

Gesamtergebnis blueribboncup 2020:

(Platz, Schiffsname, Bootstyp, Skipper/Eigner)

ORC Club Double Hand:

  1. „Lavina“, Grand Soleil 43, Volkmar Hausberg

Dehler 30 one design:

  1. „Power Play“, Dehler 30 od, Oliver Schmidt-Rybrandt
  2. „Joint Venture“, Dehler 30 od, Uwe Barthel
  3. „Tutto Bene“, Dehler 30 od, Hajo Hensel

ORC Full Crew:

ORC I:

  1. „Intermezzo“, Landmark 43 mod., Jens Kuphal
  2. „X-Day“, XP-44, Lars Hückstädt
  3. „Zukunft“, IV, Baltic 52, Niklas Schubert

ORC II:

  1. „Rarotonga“, Swan 46, Werner Lemmel
  2. „Ginkgo“, H 39, Dirk Clasen
  3. “Red”, Class 44, Mathias Mueller von Blumencron

ORC III:

  1. “Static Electric”, X-362 Sport, Heiko Päsler
  2. „Halbtrocken“, First 36.7, Dr. Knut Freudenberg
  3. „Frida“, JPK 10.80, Tim Behrendt

Mehr Bilder auf der Facebookseite

Starke Flotte und erster Auftritt der neuen Projekte

Die Liste der Starter beim 21. blueribboncup kann sich sehen lassen: der deutsche ORCi-Meister „Intermezzo“, die neue „Halbtrocken“ und die „Imagine“, Hochseesegelgrößen wie Matthias Müller von Blumencron, Olympiateilnehmer wie Robert Stanjek und Tobias Schadewaldt haben gemeldet. Gerhard Clausen segelt mit seiner Tripp 75 Doublehand, und es ist einer der ersten großen Regatta-Auftritte der Dehler 30od. Mit insgesamt 45 Yachten startet am 21. August eine starke Flotte Richtung Fünen (Dänemark).

Auch wenn der blueribboncup 2020 (21. bis 23. August) unter ganz anderen Voraussetzungen, mit anderen Herausforderungen und neuem Kurs stattfindet, bleibt eines konstant: das enorme Interesse. Und die Namen am Start versprechen hohe Qualität. „Wir freuen uns über den enormen Zuspruch und über den Auftritt der neuen Projekte, aber natürlich auch über die treuen Stammkunden“, so Ideengeber und Organisator Eckhard von der Mosel. „Wir haben ein Format gefunden, das sportlich, abwechslungsreich und einfach anders ist. Und es ist schön, dass es so angenommen wird“, erklärt der Kieler. Doch bei aller Begeisterung für den Segelsport ist das oberste Ziel die Gesundheit der Aktiven und Gäste, so dass die Einhaltung der Hygienevorschriften Vorrang habe, so die Veranstalter. 

Der blueribboncup wendet sich an seegehende ORC-Club-Yachten und Doublehand-Crews ab einem CDL von 8,1 (oder größer). Meldungen sind unter www.manage2sail.com möglich. 

In der Meldeliste der Vollcrews finden sich zahlreiche Stammkunden, aber auch zahlreiche neue Projekte. Zur ersten Gruppe zählen einige der 32 Starter: Christian Rönsch, der im Vorjahr mit seiner J-111 „Piranha“ in der Gruppe ORC A auf dem Weg nach Kopenhagen Rang drei belegte, Werner Lemmel (ASC) aus Berlin mit seiner Swan 46 „Rarotonga“ (Zweiter auf dem Hinweg, Dritter auf dem Rückweg) sowie Dirk Clasen mit der „Ginkgo“ (RVE). Die H39 gewann im Vorjahr die Hintour in der Gruppe ORC B. 

Auch die die „Intermezzo“ (Schulz/Bläsi/Blankeneser Segel-Club/Match 42) ist Wiederholer. Dabei treffen die Hamburger in diesem Jahr auf den Namensvetter aus Berlin, denn auch der amtierende Deutsche Meister in der Klasse ORCi I/II, „Intermezzo“, tritt beim blueribboncup an. Jens Kuphal, Eigner und Skipper der „Intermezzo“, freut sich auf den ersten Start 2020. „Wir haben ein paar Trainingseinheiten angesetzt und wollen die Regatta im August nutzen, um uns einzukurbeln“, so Kuphal. Die Landmark 43 hat über den Winter ein aufwendiges Refit in England bekommen. Neben Taktiker Robert Stanjek (Starboot-Olympia-Sechster von London) und dem Yachtoptimierer Max Gurgel auf der Trimmerposition stößt auch die zweimalige britische Weltumseglerin und Olympiateilnehmerin Annie Lush zum Team. 

In der Starterliste Full-Crew verdient sicherlich auch der Auftritt der neuen „Halbtocken 4.0“ Aufmerksamkeit. Eigner Michael Berghorn vom Kieler Yacht-Club hat seine X41 gegen eine Mills 45 ausgetauscht. Der Offshore-Renner aus der Feder von Mark Mills segelte in den vergangenen Jahren unter dem Namen „Concubine“ die großen Regatten auf der Südhalbkugel vor Australien. Große Ziele sind Offshore-Regatten wie die Teilnahme am Fastnet Race. Doch als Erstes steht der blueribboncup auf dem Programm, bevor es mit der IDM zur Kieler Woche weitergeht. 

Erstmals am Start ist auch die „Imagine“. Holger und Felix Streckenbach (GYC) haben im Winter die TP52 nach Greifswald geholt. Die ehemalige „Azzurra“ gewann 2012 die 52 Super Serie. 

Und nicht zuletzt Mathias Müller von Blumencron mit seiner Class 40 „Red“ gehört zu den beachtenswerten Teilnehmern. Der 60-jährige Journalist zählt zu den erfahrensten Hochseeseglern Deutschlands. Shetland Race, Baltic 500, Channel Race, Fastnet Race, Atlantic Anniversary Regatta … der Hamburger war dabei. An Bord der „Red“ ist zudem Tobias Schadewaldt. Der gebürtige Wilhelmshavener war erfolgreicher Lasersegler und vertrat Deutschland bei den Olympischen Spielen 2012 in London im 49er. Schadewaldt gewann dreimal die Kieler Woche und hat somit gute Erinnerung an die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt und deren Förde. 

Hinter dem Namen „Dojo“ verbirgt sich die Gewinnerin der Regatta Rund Bornholm der Warnemünder Woche, „t-time“. Jonas Franke tritt mit der Archambault 34 an. Ein Wiederholungstäter mit neuem Schiff ist Hanno Ziehm (KYC), der seine X-41 gegen „Moana“, eine Marten 49, getauscht hat.
An Bord der „Uijuijui“ (Rainbow 42/Bayerischer YC) tritt die nächste Generation (Durchschnittsalter 22 Jahre) mit Oda und Leopold Hausmann an. „Meine Kids segeln blueribboncup mit meinem Schiff, wie sich das gehört. Die sind Anfang 20, da muss es losgehen. Immerhin war meine Tochter Siebente bei der 420er WM, da soll sie Rund Fünen doch wohl hinbekommen“, so Friedrich Hausmann (Vorsitzender der German Offshore Association). An Bord ist auch Max Marcour, Sohn von Olympia-Silbermedaillengewinner Michael Marcour (1984/Starboot/Vorschoter von Achim Griese). Tatjana Hoesch, eine entfernte Nichte von Vincent Hoesch, dem vielfachen Weltmeister in den verschiedensten Bootsklassen, gehört auch zur Nachwuchscrew aus Bayern. Die nächste Generation wagt den Schritt ins Hochseesegeln.

Auch die Yachten „Geronimo“ (Falk Einecke/WSV/Anteros 36), „Universitas“ (Jannis Kaminski-Reith/ASV Rostock/Farr 42) und „Inshallah IV“ (Carl-Peter Forster/Bayersicher YC/MM 41) sind nicht nur auf der Ostsee bekannt. Und nicht zuletzt ist Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein (NRV) mit seiner „Broader View“, einer Andrews 56, ein gern gesehener Gast an der Kieler Startlinie.
Namenhafte Starter findet man auch in der Gruppe Doublehand. Gerhard Clausen (NRV) tritt mit seiner „Calypso“ (Tripp 75) gegen die „Marguax“ (Menzebach/KYC/J99), „Jinx“ (Tillmans/Ostsee YC/X35), „Stine“ (Lange/CKA/Luffe 43), „Harp8“ (Harpprecht/TSVS/One Off) und „Lucy“ (Strobach/KYC/A-31) an. Clausen, der auf dem Wasser kaum etwas ausließ, hat 12er- und America’s-Cupper-Erfahrung, trat mit seiner Dovell 82 vor Kiel und Flensburg an und trifft nun mit seiner 75-Fuß-Yacht auf die größtenteils nicht einmal halb so große Konkurrenz. Zweitgröße Yacht im Doublehand-Feld ist die Swan 48 „Themis“ (Meyer/OYC), gefolgt von der „Lavinia“ (Hausberg/KYC/Grand Soleil 43). 

Erstmals ausgeschrieben ist die Klasse Dehler 30od, die sich zu Recht große Hoffnung auf den olympischen Status in der Mixed Doublehand-Offshore-Klasse macht. Mit „playharder“ (Kruse/Deutscher Regatta Segelclub), „tutto bene“ (Hensel/ASV Rostock), „Crasyboat“ (Sator/Offenbach), „power play“ (Schmift-Rybandt/RVG) und „Joint Venture“ (Barthel/SC Dümmer) sind fünf in der aktuellen Meldeliste.

Uwe Barthel ist Klassenboss der olympischen Finnklasse und der neuen Dehler 30od-Klassenvereinigung, die sich als extrem engagiert erweist. Auch zur Kieler Woche wird die Dehler 30od als Einheitsklasse ausgeschrieben. Die deutsche Klassenvereinigung plant im September im Rahmen der Kieler Woche ihre erste German Open. 2024 wird diese neue olympische Disziplin in Frankreich erstmals an den Start gehen und um olympische Medaillen segeln. Vielleicht in der Dehler 30od.

Der blueribboncup findet von Freitag, 21. August, bis Sonntag, 23. August, statt und führt von Kiel rund Fünen zurück nach Kiel. Der Start erfolgt am Freitag um 10 Uhr vor dem Kieler Yacht-Club in Kiel-Düsternbrook. Von da geht es rund Fünen über die dortigen Checkpoints zurück in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Am Samstag werden die schnellsten Teilnehmer nach der rund 200 sm langen Strecke ab Nachmittag zurückerwartet. Ein Get-Together und die Siegerehrung in Düsternbrook, vermutlich nach Startgruppen unterteilt, wird für den Sonntagmorgen noch organisiert. Das Meldegeld wurde angepasst, wobei die Liegeplatzgebühren von Donnerstag auf Freitag und Samstag auf Sonntag im Preis enthalten sind, so die Veranstalter. Um 8.00 Uhr am Freitag ist die virtuelle Steuermannsbesprechung mit Wettfahrtleiter Andreas Herbst (KYC) per GoToMeeting angesetzt. Dabei wird lediglich aktuell der Kurs (links oder rechts um Fünen) bekanntgegeben. 

Bevor es danach an die Startlinie geht, kann auch das Publikum an Land eine traditionelle Zeremonie aus erster Reihe gut beobachten: Mit Rettungsweste hat sich die komplette Crew an der Reling stehend zu verabschieden. „Wir machen dann von jeder Crew ein Foto und wissen so, dass alle Mann an Bord sind. Dieses Zeremoniell wird auch „Eckis Kiel Gate“ genannt. Und zugleich präsentieren sich die Teilnehmer so den Zuschauern an Land, die unter Berücksichtigung des Hygiene-Abstandes in Düsternbrook willkommen sind.

Informationen & Amendment zur Notice of Race

Vorfreude auf den besonderen blueribboncup

Liebe Teilnehmer des blueribboncups,

wir freuen uns riesig, dass es in diesem Jahr nun doch losgeht! Vielen Dank für die zahlreichen Meldungen, die bis heute eingegangen sind! Bevor es am Freitag, 21.08. in Kiel losgeht, werden wir Euch neben dieser E-Mail noch mindestens eine weitere senden, die wichtige Informationen beinhaltet. Wir möchten Euch bitten diese wegen einiger Besonderheiten aufmerksam zu lesen.  Sollten sich Fragen ergeben, dann sind wir gerne für Euch zu erreichen. Hier nun die wesentlichen Punkte für den Augenblick:

  • Notice of Race: bitte lest die NoR besonders im Hinblick auf das Format, den Zeitablauf und die Liegeplätze aufmerksam durch.
  • Crewstärke: die aktuelle Verordnung des Landes Schleswig-Holstein erlaubt  eine max. Crewstärke von 10 Personen.  Bei Verstoß ist mit Verlust der Startberechtigung bzw. Ausschluss aus der Regatta zu rechnen.
  • Meldung: gem. Punkt 1.4. muss der Messbrief zwingend bis zum 05. August per Email bei uns vorliegen. In Abänderung zu Punkt 3.2. kann die Meldung vor Ort nicht abgeschlossen werden, da es kein Regattabüro und kein Check In geben wird. Daher sind bitte auch Crewlisten und Haftungsbegrenzung im Vorfeld auszufüllen und bis zum 14. August per Email an uns zu senden.
  • Segelanweisung: Sie Segelanweisung steht zum Download auf manage2sail bereit und unter dem nachfolgenden Link zur Verfügung: Segelanweisung blueribboncup 2020. Wegen einiger Besonderheiten ist das gründliche Studium erforderlich.
  • Steuerleutebesprechung: in Abänderung zu Punkt 7. der NOR wird diese nicht vor dem Kieler Yacht-Club an der Kiellinie, sondern ausschließlich virtuell abgehalten. Wir verwenden dafür die Konferenzsoftware „GoToMeeting“. Ein entsprechender Link mit den Einwahldaten wird rechtzeitig an alle Teilnehmer per Email verschickt.
  • Siegerehrung: auch die Siegerehrung wird in diesem Jahr nicht vor Ort, sondern digital über „GoToMeeting“ stattfinden. Somit haben alle  Teilnehmern die Möglichkeit hieran teilzuhaben. Diese ist für Sonntag den 23.08.2020 um 18:00 Uhr geplant. Ein entsprechender Link wird auch hierzu rechtzeitig per Email verschickt.
  • Corona/Hygienemaßnahmen: uns ist bewusst, dass wir unseren Sport zurzeit nur ausüben können, wenn wir verantwortungsvoll mit den bestehenden Regeln und Maßgaben umgehen und uns strickt an bestehende Auflagen halten. Nur so ist es uns allen möglich Regatten zu veranstalten, ohne dabei uns und andere gesundheitlich zu gefährden.

Wir freuen uns auf eine interessante Regatta rund um Fünen, wünschen Euch viel Spaß und drücken uns gemeinsam die Daumen für die vor uns liegende neue Route.

blueribboncup 2020: Die gewollte Langstrecke ganz anders

Die Zustimmung ist groß, die Nachfrage ebenso. „Wann startet Ihr den blueribboncup 2020?“ Eckhard von der Mosel, Initiator und gemeinsam mit Sven Christensen von der Agentur Point of Sailing Organisator, war mächtig unter Druck. Viele treue Teilnehmer des blueribboncups, der in diesem Jahr seine 21. Auflage erfährt, drängten. Jetzt steht der blueribboncup und es kann kurzfristig gemeldet werden.

Der Termin bleibt ähnlich, allerdings verkürzt, der Kurs ist neu, denn in Zeiten der Corona-Pandemie ist Flexibilität gefordert. „Wir haben ein Format gefunden, das sportlich, abwechslungsreich und einfach anders ist“, freut sich Eckhard von der Mosel.

Der blueribboncup 2020 findet von Freitag, 21. August, bis Sonntag, 23. August, statt und führt von Kiel rund Fünen zurück nach Kiel. Der Start erfolgt am Freitag um 10 Uhr vor dem Kieler Yacht-Club in Kiel-Düsternbrook. Von da geht es rund Fünen über die dortigen Checkpoints zurück in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Am Samstag werden die schnellsten Teilnehmer nach der rund 200 sm langen Strecke ab Nachmittag zurückerwartet. Ein Get-Together und die Siegerehrung in Düsternbrook, vermutlich nach Startgruppen unterteilt, werde für den Sonntagmorgen noch organisiert. Das Meldegeld wurde angepasst, wobei die Liegeplatzgebühren von Donnerstag auf Freitag und Samstag auf Sonntag im Preis enthalten seien, so die Veranstalter. Um 8.30 Uhr am Freitag ist die Steuermannsbesprechung in Düsternbrook geplant. Dabei wird lediglich aktuell der Kurs (links oder rechts um Fünen) bekanntgegeben.

Bevor es danach an die Startlinie geht, kann auch das Publikum an Land eine traditionelle Zeremonie aus erster Reihe gut beobachten: Mit Rettungsweste hat sich die komplette Crew an der Reling stehend zu verabschieden. „Wir machen dann von jeder Crew ein Foto und wissen so, dass alle Mann an Bord sind. Dieses Zeremoniell wird auch „Eckis Kiel Gate“ genannt, wobei es dafür wohl gleich zwei Namensgeber gibt: Eckhard von der Mosel und Wettfahrtleiter Eckart Reinke (Kieler Yacht-Club).

„Je mehr ich über diese Lösung nachdenke, desto mehr freue ich mich auf dieses Event“, so von der Mosel, der im Vorfeld zahlreiche Variationen angedacht und geplant hatte. Doch alle Versuche und Ansätze mit Übernachtungen in Dänemark, zwischenzeitlich sogar in Schweden wurden verworfen. Oberstes Ziel ist die Gesundheit der Aktiven und Gäste, so dass die Einhaltung der Hygiene-Vorschriften Vorrang habe, so die Veranstalter.  

Der blueribboncup wendet sich an seegehende ORC-Club-Yachten und Doublehand-Crews ab einem CDL von 8,1 (oder größer). Zu den ersten Meldungen gehörte bereits im Vorfeld Christian Rönsch, der im Vorjahr mit seiner J-111 „Piranha“ in der Gruppe ORC A auf dem Weg nach Kopenhagen Rang drei belegte. Auch die „Intermezzo“ (Schulz/Bläsi/Blankeneser Segel-Club/Match 42) und „Sunbird“ (Drücker/Verein Bremer Segelfreunde/BM 53) sind Wiederholungstäter in den Gruppen der Vollcrews. 

Einen Familienausflug der besonderen Art gönnen sich Hanna und Martin Görge (Kieler Yacht-Club) mit ihrer „Hunky Dory“. Frei nach dem Album von David Bowie benannt, werden sie die Regatta genießen, denn der Schiffsname verspricht: In bester Ordnung.

Bei Doublehand hatten schon vor der Bekanntgabe des neuen Kurses als erste Carl Rasmus Richardsen/Lena Fetting (Flensburg/Münster) gemeldet. Mit ihrer MaxiFun 35 startet die Mixcrew für den Missunder Yacht-Club. In der Klasse Dehler 30od hat Matthias Sator aus Offenbach mit seiner „Crasyboat“ das Rennen um Platz eins in der Meldeliste gewonnen. Die Dehler 30od macht sich zu Recht große Hoffnung auf den olympischen Status in der Mixed Doublehand-Offshore-Klasse. „Wir hoffen auf eine entsprechende Meldezahl“, so Sven Christensen. Auch zur Kieler Woche wird die Dehler 30od als Einheitsklasse ausgeschrieben. Die aktive deutsche Klassenvereinigung plant im September im Rahmen der Kieler Woche ihre erste German Open. 2024 wird diese neue olympische Disziplin in Frankreich erstmals an den Start gehen und um olympische Medaillen segeln. Vielleicht in der Dehler 30od. (hel

Die Fakten in Kürze:

  • blueribboncup 2020:  Kiel – rund Fünen – Kiel, rund 200 sm.
  • Start am Freitag, 21. August, um 10 Uhr vor dem KYC Düsternbrook. Checkpoints auf dem Weg rund Fünen.  Ziel auch vor dem KYC Düsternbrook.
  • Steuermannsbesprechung um 8.30 Uhr vor dem KYC. Dort Festlegung des Kurses (rechts oder links um Fünen).
  • Rückkehr im Laufe des Sonnabendnachmittags/-abends. Get-Together und Siegerehrung in Düsternbrook wird für den Sonntagmorgen noch organisiert, evtl. nach Startgruppen getrennt.
  • Das Meldegeld wurde reduziert, beträgt jetzt bis 01. August 2020 für alle Klassen € 190, danach € 250. Liegeplatzentgelte für die Nacht 20./21.August und 22./23. August 2020 in Düsternbrook sind darin enthalten.

Ewige Wanderpreise (Für die Wertung wird es ein Zwischengate geben):

  • KDY-Trophy für das beste Boot  nach ORC  der Wettfahrt bis zum Zwischengate, Steuermannspreis von 1970 für die erste Yacht im Ziel, Zwischengate.
  • KYC-Trophy für das beste Boot nach ORC bis zum Zwischengate.
  • R.T.  Dixon Challenge Cup für den Kaiserlichen Yacht Club 1912 für das beste Boot nach ORC über alles (die berechneten Zeiten der beiden Wettfahrten bis zum Zwischengate und zurück werden addiert).
  • Carl-Grage-Gedächtnispreis von 1957 für  das  erste  Boot  im  Ziel  (die  gesegelten  Zeiten  der  beiden  Wettfahrten  bis zum Zwischengate und zurück werden  addiert).
  • Zukunft-Preis der Jugend, gestiftet 2018 von Patrick Schmidt und Johannes  Hoppe, gegeben über den KYC für das schnellste Boot nach  berechneter  Zeit,  dessen Besatzung (mit Ausnahme des Skippers/Coaches) am Tage des Starts 28  Jahre oder jünger ist. Gewertet werden beide Wettfahrten des blueribboncups (berechnete Zeiten beider Teil-Wettfahrten bis Zwischengate und zurück werden addiert).

Meldungen über www.manage2sail.com sind kurzfristig möglich.