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Worlds 49erFX, 49er, Nacra 17 – Top 10 im ersten Anlauf

Cagliari. „Es ist mega, was Anna, Emma, Maru und Freya erreicht haben“, lobte die Fünftplatzierte Sophie Steinlein (NRV/ BYC) die guten Leistungen ihrer Kameradinnen in der deutschen Equipe bei der WM der 49er FX. Die erst 20 Jahre alte SailGP-Taktikerin und 49erFX-Steuerfrau Anna Barth und ihre gerade 18 Jahre alt gewordene Vorschoterin Emma Kohlhoff erkämpften WM-Platz zehn. Maru Scheel und Freya Feilcke kamen auf den 13. Rang.

© SAILING ENERGY

„Bemerkenswert ist, dass alle unsere Crews ihre erste gemeinsame WM im olympischen Seniorenfeld bestritten haben. Sie sind alle sehr talentierte Athleten. Dabei sind Anna und Emma noch so jung, aber sie sind beeindruckend konstant gesegelt. Sie sahen aus, als gehören sie dahin“, so DSV-Cheftrainer Dom Tidey. In der Tat: Nachdem die KN-„Überraschung des Jahres“ 2023 vergangenes Jahr bereits zum zweiten Mal den U21 Weltmeisterinnen-Titel im 49erFX geholt hatten, konnten sie jetzt auch bei ihrer ersten Senioren-WM überzeugen: Neben den Gesamt-Top-Ten – wurden sie Beste U23. „Für unsere erste Senioren Weltmeisterschaft ein top Ergebnis“, so Anna und Emma. Die WM hatte es bis zuletzt ins sich: „Am zweiten Tag der Finalserie wurden vier Rennen bei ordentlich Wind und Welle gesegelt. Vor allem für Emma und die anderen Vorschoterinnen im Fleet war es ein sehr anstrengender Tag. Wir haben ihn gut gemeistert und sind sogar im letzten Rennen Dritte geworden – Emmas Kraft hat bis zum bitteren Ende gereicht“, freute sich Anna.

Maru Scheel und Freya Feilcke sind drittbestes deutsches Team. „Wir sind stolz, motiviert und hungrig auf mehr“, so Maru und Freya nach dem letzten Rennen.

Unter den KYC-Herren sicherten sich Conrad Jacobs/ Simon Heindl einen Platz in der Gold Fleet, wurden auf Platz 21 zweibestes deutsches Team: „Das war ein intensives Event mit einer super starken Flotte. Wir sind glücklich mit unserem Ergebnis und nehmen viel wertvolle Erfahrung mit nach Hause. Wir werden dranbleiben und nächstes Mal noch stärker wiederkommen.“

„Wir hatten nicht unbedingt die allerbeste Vorbereitung unmittelbar vor dem Event. Wir hätten früher in den Racing-Modus finden können. Allerdings hatten wir ein sehr gutes Practice Race und sind mit einem sehr guten Gefühl ins eigentliche Event gestartet“, berichtet Kjell Haschen, mit Iven Fromm amtierender Junioren Weltmeister. Am Ende wurde es Rang 40 für die beiden – viertbestes deutsches Team. „Das Ergebnis ist natürlich ein bisschen enttäuschend, weil wir uns mehr erhofft hatten. Aber es hat auch klar gezeigt, woran wir jetzt vermehrt arbeiten müssen für die Saison 2026“, sagten sie dem sh:z.

© SAILING ENERGY

Für die U23-Europameister des vergangenen Jahres, Per und Frederik Schwall waren die ersten sieben Monate des Jahres „die wahrscheinlich schwierigsten und turbulentesten“ ihrer  bisherigen Segelkarriere, Rückenverletzung, Gehirnerschütterung und Virusinfekt inklusive. So waren sie auch mit Platz 47 und als zweitbestes Team U21 zufrieden: „Nach dem schwierigen Saisonstart fühlt sich das wie ein Comeback an“, so die Brüder.

Einziges deutsches Team im Nacra 17 waren Zoe Coers (neu im Kieler Yacht-Club) und Josh Berktold (Verein Seglerhaus am Wannsee/Essener Turn- und Fechtklub), die in dieser Saison erstmals gemeinsam antreten. „Die Bedingungen waren herausfordernd, das Niveau der Konkurrenz hoch“, so Zoe, nach dem Finale in der Silver Fleet: „Es war eine spannende und lehrreiche Woche.“

Text: Carina Wegner

Bilder: © SAILING ENERGY, Privat

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