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KYC bei der ILCA 4 Team Race EM 2025 

Start unseres Teams GER 1 (c) aasailing

Athen. Die Team Race Europameisterschaft 2025 im ILCA 4 brachte Seglerinnen und Segler aus ganz Europa zusammen, um sich in einem der spannendsten, taktischen Formate des Segelsports zu messen. Zwei Teams treten jeweils in einem Rennen gegeneinander an, wobei jedes Team vier Boote derselben Klasse segelt. Das Siegerteam wird durch die Kombination der Zieldurchgang-Ergebnisse der Boote beider Teams ermittelt. Dies unterscheidet sich von einem Fleet Race, bei den Booten von drei oder mehr Seglern aus in der Regel unterschiedlichen Vereinen gegeneinander antreten und die Ergebnisse der Boote jedes Seglers aller Wettfahrten addiert werden, um seine Gesamtposition zu bestimmen. Die Meisterschaft fand vom 03.12-07.12.2025 in Athen statt. Das Team des Kieler Yacht-Clubs bestand aus: Moritz Engel, Nikos Beckmann, Helene Loeck und mir, Marit Durst. Unsere ILCA 4 Seglerin Marit Durst, 14 Jahre berichtet von diesem besonderen Event mit vielen Erfahrungen: 

Wir landeten schon am 02.12 in Athen um einen Tag bevor das Event startete vor Ort zu sein. Ein shuttle hatte uns, vom Flughafen abgeholt und zum Hotel gebracht, was alles vom „Yacht Club of Greece“ organisiert wurde. Abends gingen wir dann noch, etwas leckeres Griechisches, in einem Restaurant am Hafen essen und fielen müde vom Flug ins Bett. An dem nächsten Morgen konnten wir etwas länger schlafen und machten uns nach einer Runde Frühsport und einem ausgiebigen Frühstück auf dem Weg zum Anmelden, dies aber nur zu viert, da Helene noch eine Klausur online schreiben musste. Wir wurden direkt herzlich empfangen und auf dem Gelände ausgiebig herumgeführt. Es gab auch noch tolle Geschenke, wie eine Wasserflasche, ein Longsleeve und unser Leibchen mit dem Namen „GER-1“. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Stadt von Athen und besuchten unteranderem die Akropolis, das alte Olympiastadion und den botanischen Garten.  Am Abend um 18:00 war dann die Eröffnungsfeier und wir hielten eine Flaggenparade, einmal rund um den Hafen, mit allen Nationen. Diese endete in dem Versammlungsraum vom Verein, wo jedes Team einzeln nach vorne gerufen wurde und ein großartiges Foto gemacht wurde.  

Dann startete am Tag danach, der erste Segel tag von dieser Team Race Europameisterschaft. Wir hatten das dritte Rennen des Tages gegen „Serbien 2“ und mussten uns somit nicht sonderlich beeilen. Es war gut Welle draußen, aber der Wind hatte sich noch nicht ganz durchgesetzt. Alle Teams wurden auf einen 50-Fuß Katamaran gebracht, wo wir uns den ganzen Tag, während der Pausen aufhielten. Der Verein hatte acht Boote bereitgestellt mit zwei verschiedenen Farben im Segel, einmal Gelb und einmal rot.  Nach unseren ersten zwei „Sprint“ Rennen gegen „Serbien 2“ und „Litauen“, merkten wir schnell, dass eine gute Kommunikation zwischen uns vier entscheidend ist. Wir hatten nämlich die ersten zwei Rennen verloren. Der Wind und die Welle nahm im Tagesverlauf zu und die Schwierigkeit des shutteln’s auch. Unser letztes Rennen des Tages war gegen „Irland“, dies konnten wir endlich für uns entscheiden. Abends spielten wir noch Karten mit den Iren und hatten noch viel Spaß zusammen in der Hotel Lobby.  

Der nächste Tag startete mit einer Startverschiebung, da kein Wind vorhanden war. Der Wind setzte sich aber zum Glück durch und wir konnten um circa. 13:00 Uhr starten. Unser erstes Rennen hieß „GER-1“ gegen „GER-2“, was es nochmal extra spannend machte. Dieses Rennen konnten wir durch eine gute Kommunikation auch für uns entscheiden, dies bedeutete zwei gewinne für uns in der Tasche. Gegen Frankreich war es dann sehr knapp, letztendlich verloren wir leider auf der Zielkreuz unseren hart erarbeiteten Vorsprung knapp, was für uns nicht schlimm war, da wir mit unserer Lernkurve zufrieden waren.  

An diesem Tag und auch an den weiteren zwei Tagen waren wir immer an Land und wurden vom Steg aus, zum Regattagebiet geshuttelt. Leider schafften wir nur zwei Rennen, da die Sonne früh unterging. Abends gab es noch leckere Burger, was den Tag gut abrundete.   

Die nächsten zwei Tage starteten früh und der erste Start war immer um 8:00, da die Windvorhersagen sehr Mau waren, die Wettfahrtleitung war dennoch optimistisch.  

Das zweite Rennen des Tages war unsers; „SWE-1“ gegen „GER-1“. Wir wussten das sie stark waren, aber vertrauten dennoch in uns selbst und waren überzeugt das wir dieses Rennen auch für uns entscheiden können. Leider verloren wir schon am Start alles und konnten durch den fast gar nicht vorhandenen Wind und die starke Strömung nicht mehr viel tun.  Dann gab es aber ein Aufatmen, wir gewannen stark gegen „Serbien-1“, mit der Kombination „1,2,3,4“. Dies gab uns nochmal das Selbstvertrauen für die nächsten zwei Rennen, gegen Griechenland und Italien, die beiden stärksten Nationen bei diesem Event. Als Team waren wir aber überzeugt auch diese Nationen schlagen zu können. Gegen Italien unterlagen wir leider durch viele Aspekte, aber in diesem Rennen waren ein paar Schiedsrichter Entscheidungen nicht die passendsten. Dies war ärgerlich, dennoch mussten wir den Blick nach vorne richten auf das anstehende Rennen gegen Griechenland. Dies verloren leider auch, was uns etwas enttäuscht, lies. Unser letztes Rennen bei diesem wundervollen Event hieß; „BUL“ gegen „GER-1“. Wir waren sehr optimistisch, wussten aber dennoch, dass wir sie nicht unterschätzten, durften. Auch dieses Rennen verloren wir knapp. 

Italien gewann diese Europameisterschaft in einem spannenden Finale gegen Griechenland und Schweden 2 sicherte sich den dritten Platz in einem spannenden kleinen Finale gegen Schweden 1. Die Siegerehrung war interessant und wir konnten nochmal laut für die Nationen applaudieren, die es auf das Podium geschafft hatten. Abends gingen wir noch ein letztes Mal Griechisch Essen und verbrachten eine letzte Nacht in Athen. Mittags um 12:50 ging unser Flieger in Richtung Deutschland.  

Abschließend kann man sagen, dass es für uns vier Segler und unserem Trainer Noah ein großartiges Event war, wo wir viel lernen konnten. Dafür, dass wir das „Team Race“ Segeln, davor wenig trainiert hatten, haben wir uns ganz gut geschlagen und sind jetzt begeistert von diesem Format. Ein großer Dank gilt dem Kieler Yacht-Club, sowie dem SVSH, unserem Landestrainer Noah der uns begleitete und unseren Eltern, die uns dies ermöglicht haben. 

(c) Bilder: @aasailing

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