Hyeres. In den Weihnachtsferien und über den Jahreswechsel fuhren wir, Gregor, Franzi, unsere Trainerin Larissa Uhde und ich als ILCA-Trainingsgruppe des KYC vom 27.12.2025 bis zum 4.1.2026 ins Trainingslager nach Hyeres (Frankreich). Als große Herausforderung hatten wir – außer den wechselnden Windbedingungen – auch mit großen Algenbergen im Hafen zu kämpfen…unsere ILCA 4 Seglerin Gemma Ziervogel, 13 Jahre alt, berichtet von ihrem ersten aufregenden Trainingslager im ILCA:
Am Morgen des 27.12. flogen wir um 7:15 Uhr über Brüssel nach Marseille, wo wir von unserer Trainerin abgeholt wurden. Vom Flughafen ging es direkt zum Hafen. Dort wurden wir von sehr vielen angeschwemmten Algen überrascht, die die Sliprampe blockierten. Angekommen, aßen wir zunächst zu Mittag, bevor es ans Abladen der Boote ging.
Die Segler beim slippen der Boot in den Knie hohen Algen…
Am Sonntag, unserem ersten Segeltag, fingen wir vormittags mit Bootsarbeit an und besorgten uns eine Forke, um uns einen Weg durch die Algen zu schaufeln. Am Nachmittag ging es dann bei leichtem Wind das erste Mal aufs Wasser.
Am nächsten Tag standen wir früh auf, da leichter, über den Tag abnehmender Wind vorhergesagt war, was nicht jedem gut gefiel. Wir waren zum Sonnenaufgang auf dem Wasser, wo wir bei orangerotem Himmel Kurswechsel und Rollwenden übten. Dabei sind ein paar schöne Fotos entstanden.
Am Dienstag stand Frühsport auf dem Programm, wir gingen am Strand vor unserer Unterkunft baden, bevor wir zum Hafen fuhren. Bei mehr Wind als an den vorherigen Tagen und etwas Welle segelten wir lange Vorwind runter, um anschließend wieder hochzukreuzen. Leider funktionierte es nicht, wie geplant: Am Anfang hatten wir noch genügend Wind, der dann langsam nachließ. Nachdem wir auf halber Strecke Mittag gegessen hatten, war der Wind aber fast eingeschlafen. Wir sollten eigentlich ohne Ruder segeln, was wir mangels Windes aufgeben mussten. Wir sind stattdessen langsam und sehr lange in den Hafen gepumpt.
Am Mittwoch (Silvester) war der Wasserstand im Hafen etwas gesunken, wodurch wir noch tiefer in den Algen einsanken als an den vorausgegangenen Tagen. Als wir die Algen überwunden hatten, gingen wir bei relativ viel Wind aufs Wasser, wo wir Manöver übten. Nach dem Abendessen schauten wir „Dinner for One“, schmückten uns gegenseitig mit Luftschlangen und machten draußen am Grill, an dem unsere Nachbarn grillten, zinngießen.
Am 1.1. durften wir ausschlafen und unternahmen einen Ausflug nach Marseille, wo wir uns das Musée de I’illusion besuchten und uns die Stadt anschauten. Wieder in Hyeres machten wir noch eine Runde Sport am Strand, bevor wir abends essen gingen. Am Freitag ging morgens mit Yoga am Strand weiter, bevor wir bei viel Wind segeln gingen, wobei wir auch das ein oder andere Mal gekentert sind. Wir hatten aber trotzdem viel Spaß.
Ausflug nach Marseille mit den Seglerinnen
Dann kam schon unser letzter Segeltag, an dem wir wieder früh aufstanden, um nach dem Segeln noch genügend Zeit zum Verladen zu haben. Wir gingen wieder bei Sonnenaufgang segeln und übten noch ein letztes Mal unsere Manöver bei wenig Wind für dieses Trainingslager. Nach dem Verladen mussten wir noch in unserer Unterkunft aufräumen und Sachen packen. Am nächsten Morgen ging es um 5:30 Uhr leider schon wieder zum Flughafen. Von dort aus flogen wir wieder nach Hause, wo uns Kälte und Schnee erwarteten.
Mir hat das Trainingslager sehr gut gefallen, außerdem habe ich viel gelernt und kann jetzt schon bessere Rollwenden fahren.
Insgesamt hatten wir alle sehr viel Spaß, sowohl an Land als auch auf dem Wasser und haben viel von unserer Trainerin Larissa gelernt.
Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Trainingslager im Februar.
Gemma Ziervogel, 13 Jahre
Fotos: Anja Keil, Larissa Uhde