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Im Schulterschluss für die Ringe

Das Regattaessen des Kieler Yacht-Clubs stand im Zeichen der olympischen Idee. Nach dem Kieler Votum, da waren sich der Vorsitzende des Kieler Yacht-Clubs, Dr. Hauke Berndt, Schleswig-Holsteins Innen- und Sportministerin Magdalena Finke und Kiels Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz einig, geht die Stadt „mit Rückenwind“ in die nächste Phase der Bewerbung um die Austragung der olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe.

Land, Stadt und Club im Schulterschluss: Tobias Goldschmidt, Magdalena Finke, Hauke Berndt und Gerwin Stöcken (v.l.n.r) © Sascha Klahn/ KYC

„War das nicht ein perfekter Start für die Kieler Woche?“, fragte Hauke Berndt. 58 Nationen, sechs olympische Disziplinen sind dabei. Allein die Aalregatta zog 225 Boote. Den Startschuss für die Segelwettbewerbe hat Bundespräsident Frank Walter Steinmeier gegeben. Das diplomatische Corps ist auf Schiffen des Clubs zu den Regattafeldern gesegelt. Vor Schilksee werden Welt- und Europameister gekürt.
Der Vorsitzende des Kieler Yacht-Clubs dankte den Unterstützern der Kieler Woche: Freiwilligen, Partnern, Sponsoren und den mitveranstaltenden Vereinen, Norddeutscher Regatta Verein und Verein Seglerhaus am Wannsee. „Wir haben vor wenigen Minuten unsere Vereinbarung zur Durchführung der Segelregatten der Kieler Woche erneuert“, lächelte er.

Auch in Zukunft stehen der Kieler Yacht-Club, der Norddeutsche Regattaverein und der Verein Seglerhaus am Wannsee gemeinsam für die Kieler Woche. Lars Oeverdieck, Dirk Ramhorst, Marlene Raabe-Steinherr, Hauke Berndt, Martje Uecker, Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein (v.l.n.r.) © Sascha Klahn/ KYC

„Fast zwei Drittel haben sich für olympische und paralympische Segelwettbewerbe ausgesprochen. Mit diesem Rückenwind sind wir in der nächsten Phase“, freute sich Hauke Berndt. Nun gehe es darum, „die anderen Hautbewerberstädte davon zu überzeugen, dass Kiel der perfekte Partner für die Austragung der Segelwettbewerbe ist.“ Die Landesseglerverbände Bayerns und Nordrhein-Westfalens haben sich schon für Kiel positioniert. „Ich bin der Meinung: wir sollten auf die Seglerinnen und Segler hören, wenn sie sich für den idealen Austragungsort für ihren Sport aussprechen!“, so Hauke Berndt.

„Dass es nicht nur bei Absichtserklärungen bleibt“, habe nicht allein eine Taufe gezeigt: Für die Performance Teams und den Landesseglerverband (SVSH) sind je ein neuer 49er, 49erFX und ILCA 7 und drei Trainerboote eingeweiht – im Wert von fast 250.000 Euro: „So etwas ist nur möglich mit ausreichend finanzieller, aber auch ideeller Unterstützung. Deshalb freute es mich umso mehr, dass das Land diese Projekte finanziell unterstützt, und dass der Förderbescheid über knapp 75.000 Euro für den SVSH persönlich von unserer Innenministerin Magdalena Finke überbracht wurde. Ein starkes Zeichen für den Schulterschluss von Politik und Sport in Schleswig-Holstein und dafür, dass wir den Segelleistungssport hier in Kiel und Schleswig-Holstein ernst nehmen.“

„Zwischen uns passt kein Blatt“, lobt Schleswig-Holsteins Innen- und Sportministerin, Magdalene Finke, den Schulterschluss für Olympia. © Sascha Klahn/ KYC

„Wir alle wollen die olympischen und paralympischen Spiele nach Kiel holen“, untermauerte Magdalena Finke. Über 4.000 Segler*innen starten auf der Kieler Woche. „Das sind zehn Mal die olympischen Spiele“, hob sie hervor. Exzellenz, Respekt und Freundschaft seien Werte, für die die Spiele stehen. „Ich sehe diese Werte hier“, betonte sie.
„Vor einem Jahr hat hier Ministerpräsident Daniel Günther gesprochen. Inzwischen haben wir mit dem Votum einen Meilenstein hinter uns. Ich hoffe, dass wir in einem Jahr hier sagen können: Deutschland bewirbt sich um olympische und paralympische Spiele mit Kiel Schilksee als Segelstandort. Ich bin zuversichtlich, dass wir es gemeinsam schaffen“, so Magdalena Finke.

Die Kieler Woche verbindet, lobt Kiels Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz. © Sascha Klahn/ KYC

Mit einem vielstimmigen „Happy Birthday“ begrüßten die Gäste im Kaisersaal Kiels neuen Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz. Der kam geradewegs vom Poetry Slam auf der Jungen Bühne. Er hob die verbindende Kraft der Kieler Woche hervor: Jung und Alt, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Ost- und Westufer finden hier zusammen. „Ich werbe für Olympia“, unterstrich auch er und betonte: „Wir arbeiten daran im Schulterschluss.“ Nächste Woche geht es nach München zur gemeinsamen Vorstellung der Kieler Bewerbung.

Sie hat sich ihren großen Traum erfüllt: Weltumseglerin Cole Brauer inspirierte mit ihrer Keynote. © Sascha Klahn/ KYC

„Cole Brauer hat Geschichte geschrieben“, begrüßte Hauke Berndt die Offshore-Seglerin. Sie hat als erste Amerikanerin in einem Einhandrennen nonstop die Erde umsegelt.
Inzwischen ist sie Co-Skipperin im Team Malizia, das den Bundespräsidenten zu den Regattafeldern gesegelt hat. Begeistert erzählte die 32-jährige von ihrem so gar nicht vorgezeichneten Weg in die Welt des Offshore-Segelns bis hin zur Baltic 500, wo sie vor wenigen Wochen als Erste durchs Ziel ging. Sie ist sicher: „You can be, whoever you want to be.”

Im Kaisersaal an der Kiellinie trafen sich die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport. © Sascha Klahn/ KYC

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