Travemünde. Einen großen Sieg bei der Travemünder Woche holte das KYC-Team mit Ulf Kipcke an der Pinne sowie Kathrin und Gero Martens im Vorschiff, den Goldcup der Folkeboote. Die ein Kilogramm schwere Trophäe bleibt in Deutschland. Der Goldcup gilt als der inoffizielle WM-Titel dieser Klasse.
2000 und 2015 hatte Ulf Kipcke den Sieg bei diesem prestigeträchtigen Wettbewerb bereits geholt. Auch dieses Jahr behielt er im entscheidenden Rennen die Nerven und durfte nach einer Serie mit Aufs und Abs die Sektkorken knallen lassen.
„Wir haben es geschafft nach acht Wettfahrten harten Kampfes. Wir haben zwischendurch eine kleine Schwächephase gehabt, sind aber die zweite Hälfte sehr gut gesegelt, sind gestern noch einen Tagessieg gefahren und einen fünften Platz. Heute haben wir das bestätigt und haben unsere dänischen Konkurrenten in Schach gehalten. Damit bin ich jetzt zum dritten Mal Goldpokal-Sieger, Gero zum zweiten Mal. Und seine Frau Kathrin, die seit zwei Jahren mit uns segelt, hat eine ganz steile Karriere hingelegt. Sie ist jetzt zweimal Deutsche Meisterin und nun Goldpokal-Siegerin – also ein Riesen-Erfolg“, lächelte Ulf Kipcke, der nun der erfolgreichste deutsche Folkeboot-Skipper in der langen Historie des Wettbewerbs ist, der seit 1963 vor Travemünde ausgesegelt wird.
Schon ab dem ersten Tag hatte sich an ein deutsch-dänischer Nationenkampf um die Trophäe entwickelt. Die Skipper Per Buch und Per Hovmark traten mit ihren Crews stark auf und schienen die Erfolgsserie der Dänen fortsetzen zu können. Ulf Kipcke und seine Crew hingegen mussten zunächst mit mittleren Ergebnissen vorliebnehmen. Aber der Freitag gehörte den Kielern. Mit ihrem zweiten Tagessieg im Laufe der Serie eroberten sie die Spitze des Rankings – allerdings mit knappem Abstand zu den Verfolgern.
So ging es bis ins letzte Rennen um die Verteilung der Podiumsplätze. Und dort gelang es den Deutschen die Dänen ständig zu kontrollieren. „Das war ein hartes Stück Arbeit, denn der Wind ist bei dieser Richtung in der Lübecker Bucht sehr unbeständig. Bei den langen Kursen kann dann viel passieren“, so Ulf Kipcke. Mit seinem Folkeboot „Ylva“ hatte er bereits in den Vorjahren die Siege des Goldcups ersegelt.
Per Buch und Per Hovmark komplettierten das Podium. Platz vier ging an eine junge deutsche Mannschaft. Der ehemalige Skiff-Segler Tom Heinrich (NRV) zeigte mit seinen Vorschiffsleuten Moritz Diekhöner (KYC) und David Gorn eine beständige Serie. Für Tom Heinrich ist es auf dem Revier vor seiner Haustür ein weiterer großer Erfolg: 2013 war er zur Travemünder Woche Weltmeister der Hobie Dragoon geworden.
Ca