Palma de Mallorca, 4. April 2026 – Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in Los Angeles hat die deutsche Segelnationalmannschaft die neue Saison im Balearen-Revier vor Mallorca stark eröffnet. Maru Scheel und Freya Feilcke, Philipp Buhl und Ole Schweckendiek segelten in die Top Ten ihrer Klassen.
Knapp nur verfehlte KYC-Mitglied Philipp Buhl (NRV/Segelclub Alpsee-Immenstadt) das Podium im ILCA 7 mit den Rängen 3 und 8 in den Medaillenrennen. Ein krankheitsbedingter Ausfalltag hatte ihm eine hohe Punktlast beschert, die er aber in der Folge mit guten Rennen und einem Wettfahrtsieg erfolgreich konterte. Zu Bronze fehlten ihm in Spanien nur drei Punkte. „Ich bin wieder auf einem Level, auf dem mich Wearn und die Briten sehr ernst nehmen. Das ist wichtig“, sagte Philipp Buhl. Doppel-Olympiasieger Matt Wearn gewann die Serie vor den Briten Elliot Hanson und Michael Beckett.
Vor allem der erst 21-jährige Ole Schweckendiek hatte in Palma für viel Aufmerksamkeit im eigenen Team und auch bei den internationalen Teilnehmern gesorgt. Der 2025er-U21-Weltmeister hatte das ILCA-7-Feld kurzzeitig sogar angeführt, sich vor Doppel-Olympiasieger Matt Wearn und alle anderen Top-Segler gesetzt, von denen die meisten rund ein Jahrzehnt älter sind als der junge Kieler. „Wenn mir jemand vor Regattastart gesagt hätte, dass ich ins Medaillenfinale komme, hätte ich das sofort genommen. Die Medaillenrennen waren dann ein schönes Add-on, ein sehr gutes Training“, sagte Ole Schweckendiek. Am Ende stand für ihn Platz zehn in der Bilanz.
Im 49er FX segelten Maru Scheel und Freya Feilcke auf Platz acht. Aufgrund einer Lungenentzündung war Emma Kohlhoff für die ersten Tage der Regatta ausgefallen. Sie und Anna Barth beendeten die Regatta dennoch auf Platz 14.
Nach der Trofeo Princesa Sofía Mallorca zog DSV-Cheftrainer Dom Tideys eine positive Bilanz. „Einige unserer Athletinnen und Athleten haben in dieser Woche sicher persönliche Bestleistungen gezeigt. So hat beispielsweise Ole Schweckendiek einen fantastischen Schritt nach vorne gemacht.“ Besonders beeindruckt war Dom Tidey, zumal die Leistung „in der herausforderndsten Trofeo-Regatta, die ich in den letzten Jahren erlebt habe“, gelungen ist.
Zu den Ergebnissen der 55. Trofeo Princesa Sofía Mallorca geht es hier.
Text: Carina Wegner