Hyères. Neun Tage ging es für uns ILCA 4 Seglerinnen Mitte Februar mit unserer Trainerin nach Südfrankreich ins Trainingslager. Es war wirklich viel Wind für die Woche angesagt, der uns erwartete, aber wir hatten trotzdem ein sehr lustiges Trainingslager. Welche anderen Herausforderungen wir sonst so zu lösen hatten, erzähle ich euch gleich. Unsere ILCA 4 Seglerin Franziska Keil, 14 Jahre, berichtet von einem spannenden Trainingslager im Süden Frankreichs:
Wir, vier ILCA 4 Segler (Gregor, Frederik, Gemma und ich), waren zusammen mit unserer Trainerin Larissa vom 14. bis 22. Februar 2026 in Hyères für unseren zweiten Trainingsblock in diesem Jahr.
Am Morgen des 14. mussten wir sehr früh aufstehen, um unseren Flug pünktlich zu erreichen (6 Uhr ab Hamburg).
In Marseille gelandet, tauchte auch schon das erste Problem auf: Unser Auto stand auf einem weit entfernten Parkplatz und der telefonisch erreichbare Shuttle-Service sprach nur französisch.
Endlich in Hyères angekommen, fuhren wir zuerst zum alten Hafenmeister, um unseren Trailer abzuholen, den wir nach dem ersten Trainingsblock dort abgestellt hatten. Der Trailer stand auf einer sehr schlammigen Wiese und wir mussten aufpassen, uns nicht mit dem Auto fest zu fahren. Im Hafen angekommen trafen wir auf ein altes Problem: Berge von Algen hatten bereits im ersten Block ein großes Problem dargestellt, aber jetzt waren sie schon viel kleiner geworden.
Als wir am Abend dann in unser Apartment einzogen, erwartete uns schon das nächste Problem: eine dreckige Unterkunft. Am nächsten Tag ging es endlich aufs Wasser, nur mit zwei Booten, da wir viel Wind und starke Böen hatten.
Larissa löste unser Problem mit der Unterkunft und am nächsten Morgen packten wir unsere Taschen und fuhren zum Hafen. Über Nacht hatte der Wind noch mehr zugelegt, weshalb wir wieder nur mit zwei Booten raus gefahren sind. Gründlich gebadet und erschöpft, aber auch sehr glücklich, kehrten wir am frühen Nachmittag in den Hafen zurück, um in unser neues Haus einzuziehen.
Der Weg dorthin war zwar miserabel und eher ein Abenteuer, aber dafür war die Unterkunft schön und groß und hatte einen Pool, perfekt zum Eisbaden am frühen Morgen zum wach werden. Nun konnte das Trainingslager richtig beginnen.
Nur leider spielte der Wind immer noch nicht mit, sodass wir am nächsten Tag wieder nicht mit allen Booten segeln konnten. Am Mittwoch ließ er endlich nach und wir konnten mit allen Booten zwei herrliche Einheiten segeln.
Allerdings hatte der Wind nur eine Pause eingelegt und kam am Donnerstag zurück, kräftiger als zuvor. Weder an diesem noch am nächsten Tag konnten wir segeln. Dafür haben wir zunächst eine Wanderung auf das Chateau d Hyeres gemacht mit einem super Blick auf die Stadt, dem Sportmuseum in Nizza und dem Fürstentum Monaco einen Besuch abgestattet und die restliche Zeit mit Schulaufgaben verbracht.
Am Sonnabend holten wir Frederiks Vater vom Flughafen ab – er hatte sich bereit erklärt den Rücktransport der Boote mit zu übernehmen – und wir konnten noch ein zweites Mal mit allen Booten aufs Wasser. Viel zu früh war das Trainingslager vorbei, musste alles gepackt und verladen werden und die letzte Nacht endete schon um 5 Uhr. Der Rückflug lief auch ohne erwachsene Begleitung gut.
Trotz aller Herausforderungen fand ich das Trainingslager schön und wir haben unsren Umgang mit dem Boot bei Starkwind deutlich verbessert. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Larissa für das Training bedanken.
Bericht: Franziska Keil, 14 Jahre
Bilder: Larissa Uhde