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Unsere U17-Weltmeister vor Schilksee

Kiel. Mit einem hochspannenden Finaltag ist die 29er-Weltmeisterschaft 2026 am Donnerstag vor Kiel-Schilksee zu Ende gegangen. Im Olympiahafen trafen sich 276 Boote aus 35 Nationen zur bislang größten Weltmeisterschaft der Klasse. Johann Mueller und Hanno Gewinn sind U17-Weltmeister im 29er. Unter 75 Startern hatten die Kieler bei wechselhaften Bedingungen die Nase vorn. In die Top Ten segelten für den Kieler Yacht-Club Charlotte Frobenius und Nele Petersen, Amelie Roepke und Jette Springer sowie Niels Tinnemeier und Luise Schmidt.

Die strahlemden U17-Sieger. (c) Sascha Klahn

„Wir sind komplett überwältigt. Das fühlt sich super an“, strahlt der 16-jährige Johann Mueller (KYC/NRV) nach dem Siegerbad in der Strander Bucht. Mit seinem 14-jährigen Vorschoter Hanno Gewinn (KYC/MSC) hat er Gold in der U17-29er-Flotte vor Schilksee geholt. „Die größten Herausforderungen waren tricky Bedingungen mit ablandigem Wind, hoher Böentendenz — und starke Gegner“, erzählt Hanno.
Was sie trotzdem zum Erfolg brachte? „Natürlich ein einfach gutes Trainerteam, das uns dauerakribisch und gut vorbereitet und uns auch in schwierigen Situationen immer unterstützt hat und natürlich auch die Kenntnis unseres Heimatreviers. Es hat uns auch nochmal sehr geholfen, dass wir hier viel trainiert haben“, so Johann. Die beiden Hamburger trainieren seit zwei Jahren in der Trainingsgruppe des Kieler Yacht-Clubs.

Bei „tricky“ Bedingungen spielten sie vor Schilksee ihre Stärken aus: Johann Mueller und Hanno Gewinn (c) Sander van der Borch

Wo es für die frischgebackenen Weltmeister hingeht? Schon in zwei Wochen steht das nächste internationale Event im Kalender, die Europameisterschaft auf dem Lipno-Stausee in der Tschechischen Republik. Dort allerdings werden Johann und Hanno in verschiedenen Booten starten: „Leider werden wir nach der WM aufhören, zusammen zu segeln, weil wir etwas zu schwer sind“, bedauert Hanno. Pünktlich zur EM werden wir erfahren, wer dann je zu den U17-Weltmeistern an Bord geht.
Weitere Top Ten-Ergebnisse ersegelten für den Kieler Yacht-Club in der Kategorie Female Charlotte Frobenius und Nele Petersen (6.) und (8) Amelie Roepke und Jette Springer (6.), in der Kategorie Mixed Niels Tinnemeier und Luise Schmidt (6.).

Sechs Tage, 35 Nationen, 276 Boote bei der bislang größten 29er-WM
Am Abend des 03. Juli war die 29er-WM im Olympiazentrum Kiel-Schilksee mit einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier und großer internationaler Vorfreude gestartet. Im Laufe der Regatten zeigte sich noch einmal eindrucksvoll die ganze Bandbreite, die das Regattarevier vor Kiel-Schilksee auszeichnet. So zogen zum Schlusstag der Qualifikationsserie am Morgen Regenwolken über die drei Regattagebiete und ließen die Brise zunächst auf unter zehn Knoten abflauen. Doch was als ruhiger Segeltag begann, entwickelte sich im weiteren Verlauf zu einer anspruchsvollen Herausforderung. Auf den drei Regattabahnen Alpha, Bravo und Charlie präsentierte sich der Wind völlig unterschiedlich. Während Alpha im Schutz der Küste lag und von kräftigen Böen durchsetzt wurde, bot Bravo die konstanteren Bedingungen. Am weitesten draußen wartete auf Charlie der stärkste Wind des Tages. Immer wieder sorgten plötzliche Böen und Winddreher für Positionswechsel und spannende Rennen.

Über 550 Segler*innen suchten vor Schilksee ihre Besten (c) Sander van der Borch

Nach sechs Wettfahrttagen und einer dreitägigen Finalserie, in der die besten Teams in Gold-, Silber- und weiteren Flotten um die Platzierungen kämpften, fiel am Donnerstag die Entscheidung um den Weltmeistertitel 2026. Die Rekordveranstaltung bot über die gesamte Woche hinweg Segelsport auf höchstem Niveau und spannende Rennen unter unterschiedlichsten Windbedingungen.

Starke Felder, enge Rennen bei der bisher größten Weltmeisterschaft der 29er. (c) Sascha Klahn

Bei der feierlichen Siegerehrung im Olympiahafen wurden die erfolgreichen Seglerinnen und Segler noch einmal gebührend gewürdigt. Durch das Programm führte Andreas Kling, Pressesprecher der Kieler Woche. Grußworte an die internationale Segelgemeinschaft richteten Dr. Hauke Berndt, erster Vorsitzenden des Kieler Yacht-Clubs, Peter Stephenson-Lubeck, der Präsident der internationalen 29er-Klasse sowie Alexander Fuchs, Leiter des Amtes für Sportförderung der Landeshauptstadt Kiel. Gemeinsam gratulierten sie den Athletinnen und Athleten zu ihren Leistungen und hoben die Bedeutung der Weltmeisterschaft für den internationalen Nachwuchssegelsport hervor.

Ca

Hier geht es zu den Ergebnissen.

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