Malcesine. Für unsere ILCAs ging es ebenfalls über Ostern nach Italien. Unser Vortraining und die anschließende Regatta am Gardasee waren geprägt von abwechslungsreichen Bedingungen, viel Wind und jeder Menge neuer Erfahrungen. Unser ILCA 4 Segler Gregor Lerch, 14 Jahre, berichtet von einer lehrreichen Zeit am Gardasee:
Der erste Tag fing damit an, dass wir das letzte Stück über die verschneite und glatte Straße des Brennerpasses fuhren. Schon da wurden wir informiert, dass auf dem Gardasee ziemlich viel Wind ist, etwa 30 Knoten in den Böen. Gegen Mittag kamen wir in Malcesine an. Nach dem Abladen war direkt klar, dass zu viel Wind war, um zu segeln. Also hieß es: warten auf den nächsten Tag.
Am nächsten Tag haben wir am Morgen noch einmal die Boote gecheckt und sind dann direkt aufs Wasser gegangen. Bei stabilen 7 Knoten Wind hat es ordentlich Spaß gemacht, ein schönes Stück Strecke zu segeln. Am Montag war schon früh klar, dass es hackt, und deswegen haben wir nur zwei intensive und anstrengende Einheiten geschafft. Danach sind wir alle k.o. ins Bett gefallen.
Am nächsten Morgen ging es früh los, um einmal den Kapellenweg Santa Barbara hochzulaufen. Am Mittwoch, den 1.4., ging es dann mit der Regatta los. Beim ersten Rennen war noch sehr viel Taktik gefragt, danach hieß es für mich einfach nur noch: hängen, was das Zeug hält. Nach dem Tag war für mich Ende, ich war völlig erschöpft.
Am zweiten Regattatag ging es früh los, um 10 Uhr war der erste Start. Es war wieder sehr viel Wind in den ersten zwei Rennen. Danach kippte der Wind, deswegen haben wir aufgrund unfairer Bedingungen abgebrochen und sind wieder k.o. ins Bett gefallen.
Am Tag der letzten Qualifikationsrennen haben wir uns um 6:15 Uhr am Campingplatz getroffen, denn das erste Ankündigungssignal war auf 9:00 Uhr gesetzt worden. Es waren wieder in den Spitzen 25 Knoten (ich bin wieder weggeflogen). Trotzdem sind wir drei Rennen gesegelt.
Franzi hat es ins Goldfleet geschafft. Am letzten Tag waren sehr schwere Bedingungen auf dem See, trotzdem haben wir die Rennen geschafft. Danach ging es noch einmal zur Siegerehrung, ein bisschen applaudieren und dann zurück zum Campingplatz.
Nach einer erholsamen Nacht ging es daran, die Boote aufzuladen und noch einmal Abschied zu nehmen. Anschließend ging es für die meisten nach Hause, für Franzi weiter zur EM nach Murcia.
Abschließend kann man sagen, dass alle viel Spaß hatten und sehr viele Erfahrungen gesammelt haben. Zum Schluss möchte ich mich herzlich bei allen Eltern bedanken, die uns an Land unterstützt haben. Mein größter Dank gilt jedoch Larissa, die uns mit viel Engagement auf dem Wasser betreut und uns enorm viel beigebracht hat.
Ergebnisse:
ILCA 4
49. Franziska Keil
111. Gregor Lerch
112. Rasmus Rohn
ILCA 6
25. Max Struve
116. Jannes Book
132. Johann Lerch