Schilksee. Für Julia und mich war dies die erste Kieler Woche, bei der wir an den Start gehen durften. Es waren sehr schöne Eindrücke, die KiWo dank der vielen Helfer, in diesem Ausmaß miterleben zu können. Lena Hackmann berichtet uns:
Sehr beeindruckend war für uns, zu sehen wie die unterschiedlichen Nationen sich trotz der unterschiedlichen Sprachen verständigt haben und sich neue Kontakte entwickelten. Der Wind hielt sich alle vier Tage sehr in Grenzen. Bis auf Tag 2 begannen die Tage immer mit Startverschiebungen an Land, am dritten Tag wurde überhaupt nicht gesegelt. Das Wetter hatte in den 4 Tagen alles zu bieten: über 30 Grad Hitze und Gewittern samt Regen. Sobald dann „Delta“ gezogen wurde, suchten sich die 158 29er über die drei vorhandenen Sliprampen ihren Weg ins Wasser. Dabei durfte das Auschecken an den dafür vorgesehenen Stationen nicht vergessen werden. Während die verschiedenen Bootsklassen sich ihren Weg aus dem Hafen bahnten, fuhren schon Start- und Zielschiffe, Tonnenleger, Seenotrettung und andere Helfer voraus, um die Kurse für die Segler vorzubereiten, die mal weiter innerhalb und mal weiter außerhalb der Bucht lagen.
Aufgrund der vielen Starter wurden die 29er in 4 Fleets aufgeteilt, die auf zwei verschiedenen Kursen gesegelt sind. Die Fleets wurden jeden Tag neu eingeteilt, um ein faires Segeln für alle zu ermöglichen. Die letzten beiden Tage wurden die „Finals“ gesegelt. Insgesamt starteten vom KYC 11 Teams. 8 Teams aus unserer Leistungsgruppe und 3 Teams aus unserer Anschlussgruppe, die nun seit ca. 1 Jahr im 29er segeln.
Julia und mir kamen die Leichtwindbedingungen aufgrund unseres geringen Crew-Gewichts sehr zugute, während besonders die Teams unserer Leistungsgruppe auf deutlich mehr Wind gehofft haben. Wir konnten uns nun sehr darüber freuen, dass wir es ins Silberfleet geschafft hatten, da dies uns den Weg zur U-17 Women Wertung offenhielt, in der wir zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei standen. Dieses Ergebnis änderte sich tatsächlich nicht mehr, da es wegen zu wenig Wind für die Silberfleet keine Rennen mehr gab. Die priorisierte Goldfleet konnte gerade noch zwei Rennen vollbringen, bevor es für alle Segler wieder Richtung Hafen ging. Nicht destotrotz hatten wir davor zwei schöne Segeltage mit einer leichten Brise und viel Sonne. Zurück an Land wurden die Boote der KYC-Segler*innen wieder nach Strande gezogen und dann ging es zur Siegerehrung für alle internationalen Bootsklassen. Hier wurde in der Hitze viel Sekt vergossen oder auch getrunken, während die Segler und Seglerinnen ausgiebig gefeiert wurden. Aufgrund eines Missverständnisses wurden im 29erBereich leider einige U-17 Segler vergessen, unter denen auch wir waren. Die Pokale wurden diesen Seglern dann doch noch im Anschluss überreicht.
Für Julia und mich war es eine tolle Gelegenheit uns mit dem Umfeld so vieler Boote vertraut zu machen, wir haben viel gelernt und vor allem konnten wir uns die Kurse näher angucken, auf denen auch auf der WM kommende Woche gefahren wird.
Ergebnisse:
30. Maiken Fromm u. Cidalia Voigt (8. Women Wertung)
39. Loulou u. Emmi Unkelbach (11. Women Wertung)
49. Niels Tinnemeier u. Luise Schmidt (4. Mixed Wertung)
51. Lena Hackmann u. Julia von Geyer (3. U17 Women Wertung)
52. Justus Springer u. Jasper Winter
63. Amelie Röpke u. Jette Springer
75. Tjelle Bonatz u. Anton Lehmann
84. Charlotte Frobenius u. Nele Petersen
116. Leif Tinnemeier u. Philipp Werth
124. Lotta Krause u. Jule Feeser
127. Johan Müller u. Hanno Gewinn
144. Johann Pirwitz u. Gregor Patitz