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Regatten

Laser Radial Jugend-WM

Vier Titel wurden bei der Laser Radial Jugend Weltmeisterschaft vergeben. Drei gingen davon an Italien, einer nach Großbritannien. Laura Schewe (KYC) beendete die WM als Sechsplatzierte. „Wir hatten alle Bedingungen zwischen starken und leichten, drehenden Winden“, erklärte Eric Faust, Präsident der Laser-Klassenvereinigung. Mit beinahe 400 Seglern aus 45 Nationen sei es nicht nur ein großes und wichtiges Event für die Laser-Klasse sondern auch für den Sport. „Egal, ob die Segler später in olympischen Klassen oder dem Americas Cup segeln, einige Zeit haben sie im Laser verbracht“, resümierte der Amerikaner.

Insgesamt elf Wettfahrten absolvierte der Laser Radial Nachwuchs vor Kiel an den sechs Tagen. Täglich konnten zwei Rennen gestartet werden, erst am Abschlusstag ließ der Wind nach und es gab zum Abschluss nur eine. „Wir haben alles geboten sowohl wetter- als auch segeltechnisch“, sagte Organisationsleiter Dirk Ramhorst vom Kieler Yacht-Club. Er sei sehr zufrieden und habe sowohl von den Seglern als auch den Teams ein positives Feedback bekommen. „Wir haben die Laser gerne hier und sie kommen auch gerne zu uns“, so der Dänischenhagener.
Ebenso wie sich Sonnenschein und Regen abwechselten, gab es auch immer wieder Höhen und Tiefen bei den Athleten, die teilweise in einem Rennen einen Sieg ersegelten und im nächsten im Mittelfeld landeten. „Es war ein erfolgreiches Event“, erklärte Eric Faust zufrieden. „Wir haben elf von zwölf Rennen in der Wertung.“ Kiel sei immer ein guter Ort für die Austragung der Events, weil er dann sicher wisse, dass er auf das professionelle Team und die Unterstützung der Stadt zählen könne.
„Es ist wunderbar. Ein Traum ist wahr geworden“, freute sich die frisch gebackene Weltmeisterin (U19) Matilda Talluri aus Italien. Matilda Nicholls (Großbritannien) holte Silber und Ana Moncada Sanchez (Spanien) Bronze. Laura Schewe (KYC) beendete die Jugend-WM auf Platz 6. Bei Welle und 15 bis 17 Knoten Wind hatte Schewe an Tag 1 der Jugend-WM die Führung ersegelt. Ein Fehler an Land verhagelte ihr am dritten Tag ein besseres Resultat als den 15. Platz im Gesamtklassement: Sie hatte vergessen sich beim obligatorischen „Sign In“  auszutragen. Diese Pflicht, die aus Sicherheitsgründen eingeführt wurde, steht in den Segelanweisungen. Daher wurden ihr beim ersten Rennen Strafpunkte dazugerechnet. Mit Biss und richtigen taktischen Entscheidungen kämpfte sie sich im Rennverlauf immer wieder nach vorne. Als einzige in den Top-Ten hat sie insgesamt drei Wettfahrtsiege zu verzeichnen.
Einen guten Start erwischte Guido Gallinaro (Italien). Obwohl er nur einen Punkt in Führung lag, konzentrierte er sich auf sein eigenes Rennen. „Ich habe mein Bestes gegeben.“ Josh Armit (Neuseeland) konnte ihm mit einem 22. Platz im letzten Rennen nicht mehr gefährlich werden und sicherte sich die Silbermedaille vor Francesco Viel (Italien). In der U17-Wertung holte sich Cesare Barabino den Titel vor dem Iren Tom Higgins und Michal Krasodomski (Polen). Nachdem er nach dem Start in Führung ging, konnte Cesare Barabino das Feld dominieren und wusste, dass er sich mit dem Gewinn des Rennens auch den Titel sicherte. Der bis dahin führende Higgins kam als Dritter ins Ziel und verpasste Gold um einen Punkt. Julian Hoffmann (Oberstdorf) fuhr seinen Streicher ein. Damit setzte sich der 15-Jährige in der U17-Wertung auf dem vierten Platz fest.


Weitere Informationen unter laserworlds2018.com