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Regatten

Jeden Anfang wohnt ein Zauber inne - RVS Finale 2019

Alles neu in Port Olpenitz. Das RVS Saisonfinale bot abwechslungsreichen Sport auf dem Wasser und großen Zusammenhalt an Land. DSV-Vizepräsident Clemens Fackeldey ehrte die besten Crews der ORC-Europameisterschaft.

Foto: Frieder Griem

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Foto: Jakob Schroeder

Das RVS Saisonfinale war ein voller Erfolg. An zwei Tagen zeigte die Klasse, wie eine zeitgemäß- kurzweilige Dickschiff-Regatta aussieht. Doch der Reihe nach. Bereits am Freitag waren die Crews nach Port Olpenitz gereist, um vor Ort ihre Boote vorzubereiten und anzukommen. Auf Einladung der RVS verbrachten die Teilnehmer einen ausgelassenen Abend bei Freibier und BBQ bevor es am Samstagvormittag auf’s Wasser gehen sollte.

Am Samstag begrüßte Wettfahrtleiter Eckart Reinke die Skipper und Taktiker dann pünktlich um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein zur Steuerleutebesprechung. Das Programm: Drei kurze Up & Down Wettfahrten und zum Abschluss ein sog. Spezialformat, also eine Mischung aus Up & Down und Mittelstrecke.

Der Kurs dieses neuen Formats schickte die Crews auf eine kurze Startkreuz an deren Ende keine Luvtonne, sondern ein Tor aus zwei Tonnen lag. Dies galt es zu durchsegeln um von dort drei Spierentonnen zu runden, die in Sternform luvwärts vom Gate lagen. Der Clou: Die Reihenfolge, in welcher die Spieren gerundet wurden, konnten die Crews frei wählen – eine zähe Nuss für die Navigatoren an Bord. Das anschließende Ziel im Innenhafen von Port Olpenitz sorgte für zusätzlichen Nervenkitzel auf dem Wasser und glückliche Gesichter nach dem Segeln.

„Das war ein abwechslungsreicher und kurzweiliger Tag mit stark drehenden Winden. Die Wettfahrtleitung hat wirklich einen super Job gemacht, ganz prima“, sagte „Sydbank“-Skipper Torsten Bastiansen nach dem Segeln. Die Crew der X-41 lag in Gruppe ORC 1/2 nach vier Wettfahrten mit einem Punkt vor dem Schwesterschiff „Sportsfreund“ von Axel Seehafer. Jens Kuphals „Intermezzo“ folgte mit sieben Punkten auf Rang drei.

In ORC 3/4 hatte die Crew um Henning Tebbe und Jürgen Klinghardt mit „patent4“ den besten Riecher für die stellenweise stark drehenden Winde und führte nach vier Wettfahrten ihre Klasse an. „Bei ablandigem Wind war es heute wirklich nicht einfach, stets die richtige Seite zu treffen“, sagte „patent4“-Steuermann Henning Tebbe. Ein Blick auf die weiteren Ränge zeigt, wie knapp auch in Klasse ORC 3/4 die Rennen liefen. Gerade mal ein Punkt trennt „patent4“ von der zweitplatzierten Melges 24 „Bostik Bad Bays“ von Jan Schmidt, die wiederum punktgleich mit Dr. Knut Freudenbergs First 36.7 „Halbtrocken“ liegt. Beste Voraussetzungen also für spannende Finalwettfahrten am Sonntag, eigentlich.

Am Sonntag dann: Spiegelglattes Wasser und keine Aussicht auf Verbesserung. Nach zwei Stunden Wartezeit entschied die Wettfahrtleitung im Einvernehmen mit den Teilnehmern, dass keine weitere Wettfahrt gesegelt würde, es war einfach kein Wind in Sicht. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch, hatten die Crews so in Ruhe Zeit, ihre Boote für die Rücküberführung vorzubereiten und bei bestem Sommerwetter die Siegerehrung in aller Ruhe zu begehen.

Glücklich zeigten sich die drei Veranstalter, namentlich Bertil Balser und Bendix Hügelmann von der RVS, sowie Sven Christensen vom Kieler Yacht-Club. „Das Finale war ein voller Erfolg“, so der einhellige Tenor welcher sich auch am Samstagabend im Gespräch mit zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verdeutlichte. Insofern war es dann nur folgerichtig, zum Abschluss der Veranstaltung am Sonntag bereits die Einladung für 2020 auszusprechen.
„Uns hat es viel Spaß gemacht, kommt gut nach Hause und wir sehen uns zum RVS Saisonfinale 2020 Anfang September hier in Port Olpenitz“, sagte RVS-Vize Bendix Hügelmann bei der Siegerehrung.
Begeistert zeigte sich auch DSV-Vizepräsident Clemens Fackeldey, dem es auch ein persönliches Anliegen war, beim RVS Saisonfinale vor Ort zu sein. „Ich habe die Rennen interessiert und begeistert verfolgt“, sagte Fackeldey, der am Samstagabend die erfolgreichen Crews der vergangenen ORC Europameisterschaft für die RVS ehrte. Vor dem schwedischen Oxelösund hatte im August das Dreigestirn der „Sportsfreund“, „Intermezzo“ und der „Halbtrocken 4.0“ die ersten drei Plätze belegen können. „Macht weiter so“, so Fackeldeys klare Botschaft an die Seglerinnen und Segler und die RVS, deren Arbeit der DSV-Vize besonders hervorhob.