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Regatten

Auf Bahn Delta war es „hügelig“ - Kieler Woche 2019

Neben den Seglern der olympischen Disziplinen stürzten sich auch die Akteure in vier internationalen Klassen und die Yacht-Crews um den Senatspreis in das Geschehen auf der Kieler Außenförde. Gerade für die Segler in den drei J-Klassen wurden die Wettfahrten auf der Außenbahn zur Berg- und Talfahrt.

Bei den 420ern gelangen zum Auftakt drei Wettfahrten. Foto: Kieler Woche / Sascha Klahn

Die J/80 "Pike" hatte im ersten Rennen Reparaturprobleme, fand dann aber schnell in die Siegesspur. Foto: Kieler Woche / www.segel-bilder.de

Auch die Teilnehmer im Senatspreis wurden von den Bedingungen auf ihrem Mittelstreckenrennen durch die Kieler Bucht gefordert. Elf Yachten gingen auf den Kurs, acht erreichten schließlich das Ziel. „Es war zwar nur ein kleines Feld, aber es war schon am Start ein heißer Kampf – inklusive Hochluven und Einzel-Frühstart. Ich dachte, ich bin auf der Jollenbahn“, berichtete Wettfahrtleiter Ralf Paulsen. Am Abend wurde es aber wieder harmonisch, als die Sieger zur Preisverteilung auf dem Podium im Olympiazentrum ihre Pokale entgegennehmen durften. Platz eins in der ORC I+II ging an die „Stardust“ von Alf Henryk Wulf (Kiel), die Klasse ORC III+IV entschied die „Fakse“ von Leif Kemmerich (Stadland) für sich.

Als etwas zu „hügelig“ empfand Martin Menzner (Stein) die Bedingungen auf Bahn Delta. Dazu kam, dass er mit seiner Crew auf der J/80 „Pike“ vor dem ersten Start noch eine Baustelle zu beheben hatte. Eine Klemme des Travellers hatte den Dienst eingestellt, so dass eine Ersatzlösung gefunden werden musste. Kurzerhand wurde das Steuerbord-Achterstag stillgelegt und dessen Klemme für den Traveller genutzt. Damit fehlte der Menzner-Crew vor dem ersten Rennen zwar die Einsegelzeit und es reichte „nur“ zu Platz drei. Danach hatten sich die Seriensieger aber eingespielt und punkteten mit zwei Siegen. „Aber bei den anderen Windbedingungen in den kommenden Tagen wird es spannend bleiben. Es war heute schon jeweils sehr eng“, so Menzner.

Makellos war die Bilanz der Führenden in der J/70. Die Mannschaft um Björn Beilken (Bremen) gewann die beiden gewerteten Wettfahrten. „Es lief super. Dabei haben wir dieses Jahr noch gar nicht viel gesegelt und hatten keine großen Erwartungen“, erklärte Crew-Mitglied Jork Homeyer. „Unser Training letzten Sonntag bei ähnlichen Bedingungen hat geholfen, in die Abläufe zu finden. Und wir haben einen guten Trimm und gutes Material.“

Die J/24 ist dagegen fest in englischsprachiger Hand. Die US-Amerikaner um Keith Whittemore führen vor den Briten von Duncan McCarthy. Auf Rang drei rangiert Stefan Karsunke (Hamburg) mit seiner Mannschaft. 

Und bei den 420ern liegen Tom Rodet/Yael Maucut aus Frankreich vor den Polen Patryk Kosmalski/Tomasz Lewandowski und den besten Deutschen Felix Brachtendorf/Moritz Picker (Essen).