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Fahrtensegeln

KYC-Absegeln 2018: Bei Starkwind um die Wurst

Die Wetterprognose prägte das KYC-Absegeln am 22. September 2018. „Im Vorfeld habe ich ständig die Vorhersage geprüft, je näher der Absegeltermin kam desto öfter am Tag: Ein Auf und Ab prägte das Bild. Mal waren 45 Knoten vorhergesagt, dann wieder 30 und wieder 35“, erläutert Regattaleiter Bernd Küper.

So entschlossen sich die Organisatoren, die Veranstaltung unter den Vorbehalt der Wetterbesserung zu stellen. „Mit steigenden Knoten Windvorhersage nahm proportional die Anzahl der gemeldeten Schiffe ab“, erklärt Carsten Krage. Erst am Donnerstag hatten sich die Wettervorhersagen soweit stabilisiert, dass der Start der Veranstaltung bestätigt werden konnte. Von 25 anfänglich gemeldeten Schiffen starteten elf, sieben beendeten die Regatta. Alle Schiffe kamen heil ins Ziel.
Pünktlich um elf riss die Wolkendecke auf. Die Regatta-Crew der Schulungsgruppe (SG) gab den KYC-Yachten von der SY Arndt das Startsignal zum Rennen nach Eckernförde. Los ging es, mit frischem Wind auf Vorwindkurs gen Kleverberg Ost.
Nach Start frischte es auf, zunächst moderat auf bis zu 30 Knoten, gegen Mittag deutlich zunehmend: Auf der Arndt wurden in Böen über 40 Knoten gemessen, Regen setzte ein. Unter Skipper Stefan Kunstmann zog die Arndt-Crew das zweite Reff ein und wechselte auf die G4. In der Eckernförder Bucht genossen die Segler die ruhigeren Wasser und abnehmende Winde.
Nach zwei Stunden, 41 Minuten erreichte die Zukunft IV der Kieler Yachtschule unter Skipper Benedikt von Maydell als erste das Ziel. Nach zwei Stunden, 57 Minuten ging die Aventura unter Führung von Joachim Hass durchs Ziel, dicht gefolgt von der Stardust unter Führung von Alf Henryk Wulf. Das Wetter hatte sich für die Segler wie auch für die Regattacrew der SG als veritable Herausforderung erwiesen: Da vor Eckernförde partout kein Anker halten wollte, verlegte sich die Crew der SY Aegir darauf, jeweils genau für die Zieldurchgänge unter Motor auf Position zu gehen. Nach vier Stunden waren alle Schiffe angekommen. Im Hafen empfing sie mäßiger Wind, die Sonne schien zum Anlegerbier.
Zum Beisammensein im Luzifer waren viele Club-Mitglieder mit dem Auto angereist. Nachdem die Seglerinnen und Segler sich am Buffet gestärkt hatten, verlieh Bernd Küper die verdiente Wurst* – zur Feier der Wettertaufe an jedes Crewmitglied der auch nach berechneter Zeit siegreichen Zukunft IV. Platz zwei errang Joachim Hass mit der SY Aventura, Platz 3 Stefan Brandenburg mit der Schrat 2. Zwei Crews waren trotz Wettervorhersage double handed angetreten. Sieger in der Kategorie wurde Eckhard von der Mosel mit der SY Grissini, gefolgt von Timo Schmidt/ Mitja Hettwer auf der Maren E..
Auf einen gemütlichen Ausklang folgte ein sportlicher Morgen: Viele der Teilnehmer starteten zu einer spontanen, privaten Regatta gen Heimat. Ein schöner Spigang bei moderatem Wind bis Kleverberg Ost entschädigte für den Vortag.

Fotos: Patrick Schmidt/ Carina Wegner

Hier  geht es zum Video von Secretsailing.

* Danke für die Spende an Schlemmermarkt Freund!