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Segel-Bundesliga Saisonauftakt am Bodensee

Überlingen. Mit sehr wenig Wind startete das KYC Liga-Team in sein erstes Segel-Bundesliga Wochenende. Letztendlich konnten nur sechs von 16 Rennen gestartet werden und die Crew schloss mit einem 9. Platz das erste Event ab. Moritz Peitzner und Noah Piotraschke berichten:

(c) DSBL | Lars Wehrmann

(c) DSBL | Lars Wehrmann

Schon seit mehreren Wochen haben wir uns auf den ersten Spieltag der 2. Segel-Bundesliga beim Segel- und Motorbootclub Überlingen vorbereitet. Durch Corona hatten wir etwas mehr Zeit dafür, da die ersten Termine um etwa einen Monat nach hinten verschoben wurden. Das Training fand mit vielen anderen Clubs der 1. und 2. Segel-Liga bei zumeist mittleren bis starken Winden statt. Das Problem dabei ist, dass der Wetterbericht für den Bodensee nicht mehr als fünf Knoten Wind für die Regattatage vorhersagte. Deswegen wollten wir auf jeden Fall noch eine Trainingseinheit auf dem Bodensee absolvieren, um uns das Revier und die Gegebenheiten zu gewöhnen und um unsere wenig trainierten Leichtwindfähigkeiten aufzufrischen. Als kleiner Vorgeschmack für die Regattatage konnten wir leider nicht trainieren, da wir zum Training keinen Wind hatten und das Wetter letztendlich nur zum Baden reichte.

Für die drei Regattatage prophezeite der Wetterbericht weiterhin wenig Wind mit etwa null bis drei Knoten bei schwülen 30 Grad im Schatten. Dementsprechend deckten wir uns für lange Tage an Land oder auf dem Wasser mit Verpflegung und entsprechender Sonnenbedeckung ein. Unser dauerhafter Begleiter waren dabei eine Flasche Sonnencreme und zwei Flaschen Wasser, um bei längeren Wartepausen auf dem Wasser nicht der Hitze zur verfallen.

Wie wir es uns gedacht hatten, mussten wir die ersten Stunden des Tages auf den Wind warten. Gegen Nachmittag oder am frühen Abend zeigten sich dann ab und zu einige Böenstreifen auf der Wasseroberfläche. Diese nutzte die Wettfahrtleitung konsequent und verlegte den Regattakurs in den Wind, um die Rennen zu starten.

Für uns war der Start in die Rennen schwer, jedoch fanden wir nach einem letzten Platz besser in die Regatta und schafften es im darauffolgenden Rennen einen ersten Platz zu ersegeln. Bei den kommenden Rennen hatten wir mit einigen technischen Problemen zu kämpfen, aufgrund des mangelnden Leichtwindtrainings, wodurch es uns nicht gelungen ist, für uns zufriedenstellende Ergebnisse zu ersegeln. Die Freude war dann groß, als wir im letzten Rennen nun nochmal sieben bis neun Knoten hatten und dieses Rennen auf einem zweiten Platz abschließen konnten. Wir beenden den ersten Spieltag auf Platz neun und fahren mit gemischten Gefühlen nach Hause, in dem Wissen dass mehr drin ist…

Ziel für die kommenden Trainingseinheiten wird also sein, bei wenig Wind zu trainieren, um uns auf das kommende Event vom 09. bis 11. Juli auf der Hamburger Alster vorzubereiten.