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Stürmischer Strander KÜZ aus Seglersicht

Der Strander KÜZ 2020 am 22./23. August wird vielen Seglern noch lange in Erinnerung bleiben. Unter stürmischen Windbedingungen und unter strengen Hygieneauflagen war es für viele der 250 Jollenseglerinnen und Segler die erste Regatta der Saison. Im August! Dennoch waren alle sehr glücklich über das Wochenende. Drei KYC-Segler berichten:

Lena Wäldin (14), Laser 4.7
Ein windiges und spannendes Regattawochenende liegt hinter uns. Dank der tollen Organisation konnten alle Teilnehmer entspannt anreisen und ihre Boote segelfertig machen.
Es war schön, einige bekannte Gesichter aus der letzten Regattasaison wieder zu sehen. Bei bis zu 20 Knoten Wind mussten wir nicht lange warten, bis wir alle segelhungrig aufs Wasser durften. In meinem ersten Tagesrennen musste ich mich zuerst einmal mit den Böen und Winddrehern anfreunden, was konkret bedeutet, dass ich drei Mal gekentert bin. Die Rennen zwei und drei liefen dann immer besser und es gelang mir, mich mit den Platzierungen elf, zehn  und sieben nach vorne zu kämpfen. Sonntags, nachdem wir pünktlich kurz vor 10 Uhr ausgelaufen waren, war erstmal Warten angesagt. Nach  Startverschiebung und einem abgebrochenen Rennen, konnten wir dann doch auf die Regattabahn um einen weiteren Outerloop-Kurs zu segeln. Leider ging es nach diesem für mich eingefahrenen achten Platz schon wieder in den Hafen zurück. Schlussendlich ergab sich insgesamt der Platz zehn in der Gesamtwertung!
Ein großes Dankeschön an alle, die uns dieses tolle Regattawochenende ermöglicht haben!

Luise Schmidt (11), Opti B
Vor der Regatta war ich ziemlich aufgeregt, weil es ja die erste in diesem Jahr war. Zusammen mit meinen Freundinnen Marie und Jonna hatte ich schon viel trainiert. Jetzt wollten wir natürlich wissen, ob sich das Training auch ausgezahlt hat.
Es war viel Wind angesagt, was ich immer schön finde. Schon der erste Start gelang mir richtig gut. Und ich war ganz überrascht, als ich als erste an der ersten Luvtonne ankam. Bis ins Ziel konnte ich mich auf der Position halten. Das hat mich riesig gefreut! 
Im zweiten Rennen war ich vierte, auch ein sehr gutes Ergebnis. Der dritte Lauf war eher mittelmäßig, aber am Ende des ersten Tages war ich immer noch vierte, worauf ich schon sehr stolz war. Es war ziemlich viel Wind mit vielen Drehern und Böen. Wenn man vorne sein wollte, musste man richtig viel hängen. Für viele der kleineren Kinder war aber zu viel Wind, sodass viele ihre Rennen aufgeben mussten.
Am zweiten Tag war sogar noch mehr Wind. Im ersten Lauf des Tages war ich zunächst ungefähr zehnte, dann konnte ich aber aufholen und sogar noch gewinnen! Dadurch hatte ich die Chance, die ganze Regatta zu gewinnen. Leider bin ich aber an zweiter Position liegend auf dem letzten Vorwindgang mehrfach vollgelaufen, sodass ich nur noch als 16. ins Ziel gekommen bin. Das war natürlich schade, aber insgesamt bin ich noch Dritte geworden. Und besonders freut mich, dass Jonna und Marie erste und zweite geworden sind, sodass wir am Ende zu dritt auf dem Podium stehen konnten.
Das war ein aufregendes und schönes Wochenende!

Ole Schweckendiek (15), Laser Radial
Der diesjährige Strander KÜZ war natürlich von einem Thema sehr geprägt: dem Corona-Virus. Nach monatelanger Diskussion konnte auf Grund einer guten Planung und einem sehr gut ausgearbeiteten Corona-Konzept der Strander KÜZ dann doch stattfinden. Zur großen Freude für uns Segler!
Am Samstag ging es für die Segler der Bootsklassen Laser, 29er und Opti zum ersten Regattatag aufs Wasser. Dort erwarteten uns Windböen mit 25-30 Knoten und vielen Drehern. Es wurde auf beiden Bahnen sehr schön gesegelt doch dann kam der Wettfahrtleitung leider ein Gewitter in die Quere weshalb sie uns Segler in den Hafen schickte. Am Abend waren dann auch alle ziemlich fertig. 
Der Sonntag war noch windiger als der Vortag. Mit Böen bis 36 Knoten waren alle gut bedient. Dennoch kämpften sich die letzten meistens auch noch ins Ziel. Nach den Rennen wurden dann schnell die Ergebnislisten angefertigt und dann kam es schon zu der Siegerehrung. Mit Maske und genügend Abstand wurden die Gewinner gekürt. 

Fotos © Kassian Jürgens/ www.segel-fotos.de, Claudia Rositzki & Andreas Schmidt