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Laser Radial Youth Worlds – Laura Schewe berichtet

Bei den Laser Radial Youth World Championships vom 18. bis 25. August vor Schilksee starteten über 370 Aktive aus 44 Nationen. Laura Schewe fuhr auf Platz 6. Hier berichtet sie.

Die Jugend WM in Kiel vom 18.08. bis zum 25.08.18 war geprägt von sehr schwierigen Bedingungen. Am 1. Tag hatten wir schönen Wind aus NW mit ca. 10-15 kn. Dazu kam eine relativ große kurze Welle. Die Bedingungen waren perfekt und dementsprechend lief es auch bei mir. Mit einem 2. und  einem 1. Platz führte ich nach dem ersten Rennen das Mädchenfleet an.*
Der 2. Tag hingegen lief ziemlich schlecht.  Zuerst hatten wir gleich mal 4 Stunden Startverschiebung, heißt 1. Start um 15:00 Uhr. Über den Tag baute sich ein schwacher Wind aus Ost auf mit ca.7 Knoten. Auf dem Wasser konnte man die Windkanten und Böen nur sehr schwer erkennen und die kurze Kabbelwelle machte einem das Leben auch nicht leichter. Leider kamen dann auch noch schlechten Starts dazu, sodass mich zwei Rennen im vorderen Mittelfeld die Führung kosteten. 
Tag 3 präsentierte uns dann Wind mit mittlerer Stärke aus Süd und ziemlich drehenden Winden. Mit zwei soliden Rennen konnte ich mich weiterhin in den Top 10 halten.
An Tag 4 fingen dann die untypischsten Bedingungen an, die ich in Kiel je erlebt habe. Wind aus SW, also direkt von der Steilküste in Stohl (unser Kurs lag direkt davor). Wir hatten eine Windrange von 180 bis 270 Grad und einen 40-Grad-Linksdreher auf der Startkreuz. Das  reichte aber nicht aus, um das Rennen abzubrechen. Ich war natürlich ganz rechts und hab das Rennen total in den Sand gesetzt. Dafür stimmte mich das zweite Rennen an dem Tag mit einem 3. Platz wieder sehr versöhnlich. Allerdings musste ich schon nach dem Tag erkennen, dass die Chance auf einen Podiumsplatz mit drei Rennen im Mittelfeld und sonst Top 10 Plätzen leider nicht mehr gut stand.
Trotzdem segelte ich an Tag 5, an dem wir endlich mal wieder viel Wind hatten, weiter auf Angriff! Im ersten Rennen hatten wir so 20-25 Knoten und eine schöne Welle.  Das zweite Rennen wurde gestartet allerdings an der Luvtonne abgebrochen, da kurz nach dem Start eine Kaltfront mit einem starken Rechtsdreher über den Kurs zog. Nach der Front war der Wind wie weggeblasen und wir segelten das zweite Rennen bei ca. 5-12 Knoten, Winddrehern von ca. 30 Grad und Restwelle.
Am letzten Tag hatten wir wieder ziemlich drehende Winde und nach dem ersten Rennen wurden wir wieder reingeschickt, da der Wind komplett einschlief.
Insgesamt konnte ich die Regatta auf einem zufriedenstellenden 6. Platz beenden. Ich hatte mir besonders nach dem ersten Tag mehr erhofft, zumal ich mit 3 ersten Plätzen die meisten Rennsiege eingefahren hatte. Aber die Bedingungen waren wirklich sehr tricky.
Vielen Dank an den Club für das gut organisierte Event!

Text: Laura Schewe.Fotos: (c) www.segel-bilder.de

*Die Kieler Nachrichten berichten.

Kieler Yacht-Club e.V.

Mit dem bereits von den Gründern 1887 formulierten Ziel, „die Freude am Segeln zu mehren“, steht der Kieler Yacht-Club für eine lange Tradition im Regattasegeln auf höchstem sportlichem Niveau und im anspruchsvollen Fahrtensegeln. Tradition und Zukunft des Segelsports bestimmen das HandeIn im Club. Schwerpunkte der Arbeit des KYC sind die seglerische Ausbildung Jugendlicher und Erwachsener sowie die Organisation hochrangiger Regatta-Veranstaltungen wie der Kieler Woche, MAIOR, YES sowie Welt- und Europameisterschaften in verschiedenen Klassen.

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