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Historisches deutsches Finalaufgebot

Miami. Starker Auftritt der deutschen 49er-Segler auf der Biscayne Bay. Für den Kieler Yacht-Club starteten Justus Schmidt und Max Boehme im 49er, im Nacra 17 Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer sowie Carolina Werner mit Johannes, „Jojo“, Polgar und im Finn Max Kohlhoff.

In den äußerst komplizierten leichten und drehenden Winden auf der Biscayne Bay zeigten insbesondere die deutschen 49er-Segler ihre Stärken. Unter den 42 Teams der top-besetzten Weltcup-Regatta vor Miami kristallisierte sich ein historisches deutsches Finalaufgebot heraus: Gleich vier Crews aus Olympia- und Perspektivkader segelten um die Medaillen. Justus Schmidt und Max Boehme starteten etwas ungestüm ins Medaillenrennen und wurden wie drei weitere Finalisten aus Holland, Spanien und England disqualifiziert. Sie beendeten den Weltcup auf Platz 8. DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner freute sich für die starke 49er-Flotte des Deutschen Segler-Verbands, die in Regie der Trainer Marc Pickel und Max Groy trainiert: „Das war eine sehr beeindruckende Gesamtleistung.“  Eineinhalb Jahre vor den Olympischen Spielen ist das eine Kampfansage an die Internationale Konkurrenz und verspricht auch national hochkarätigen Wettbewerb.
Unter den Nacra 17-Seglern hatten Johannes Polgar/Carolina Werner als vierzehnte und Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer als sechzehnte den Einzug in das Medaillenrennen verpasst. Kohlhoff/Stuhlemmer hatten im Verlauf der Regatta unglücklich ein Riff auf dem offiziellen Regattakurs gerammt, aber nicht die erhoffte Wiedergutmachung dafür durchsetzen können. Die Rennen der Nacra 17 beendeten die KYC-Crews als beste deutsche Teams. Max Kohlhoff hat den Einzug in das am Sonntag stattfinde Finn-Medaillenrennen mit den besten zehn Akteuren nach acht Rennen als Elfter nur knapp verpasst.
Der Weltcup-Gewinner 2018 vor Marseille, Laser-Steuermann Philipp Buhl, haderte erneut und zum letzten Mal mit dem Miami-Weltcup, der in diesem Jahr nicht seiner war. Der Leistungsgarant fand in dieser Woche auf der Biscayne Bay zu selten zur gewohnten Form. Die mehrheitlich von leichten und drehenden Winden geprägte Serie beendete der 29-Jährige mit nur drei einstelligen Wettfahrtresultaten auf Platz 32. Buhl musste sich am Freitag über „einen meiner schlechtesten Regattatage in den vergangenen Jahren“ ärgern, doch mit ihm wird bei der Troféo Princesa Sofía vor Mallorca in der ersten April-Woche wieder zu rechnen sein.
"Wir haben noch Raum nach oben", erklärt Martin Görge, Leiter des KYC-Performance Teams. "In dieser Phase der olympischen Reise profitieren unsere Teams von der sehr guten deutschen Mannschaft."

Foto © Jesus Renedo

Kieler Yacht-Club e.V.

Mit dem bereits von den Gründern 1887 formulierten Ziel, „die Freude am Segeln zu mehren“, steht der Kieler Yacht-Club für eine lange Tradition im Regattasegeln auf höchstem sportlichem Niveau und im anspruchsvollen Fahrtensegeln. Tradition und Zukunft des Segelsports bestimmen das HandeIn im Club. Schwerpunkte der Arbeit des KYC sind die seglerische Ausbildung Jugendlicher und Erwachsener sowie die Organisation hochrangiger Regatta-Veranstaltungen wie der Kieler Woche, MAIOR, YES sowie Welt- und Europameisterschaften in verschiedenen Klassen.

Mit rund 1.400 Mitgliedern ist der Kieler Yacht-Club einer der größten und mit seiner Gründung im Jahr 1887 einer der geschichtsträchtigsten Segelvereine Deutschlands. Zu den Mitgliedern des KYC zählen mehrere Welt- und Europameister und Olympiamedaillengewinner in unterschiedlichen Segelklassen.