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Curryessen

Am Samstag, 16. November, lud der Kieler Yacht-Club seine Freunde und Förderer aus Politik, Sport und Wirtschaft zum Curryessen ein. Im Kaisersaal des Alfried-Krupp-Hauses im Hotel Kieler Yacht-Club feierten 180 Gäste die 110. Auflage des Traditions-Essens. Grußworte sprachen Landtagspräsident Klaus Schlie und Stadtpräsident Hans-Werner Tovar.

Auch in diesem Jahr erfuhr der Kieler Yacht-Club (KYC) große Unterstützung bei seinen vielen Projekten und Veranstaltungen. Es war das erste Curryessen, seit die Atlantic-Hotelgruppe Hotel und Gastronomie des Clubhauses betreibt. Nach zehn Jahren des Betriebs durch die thyssenkrupp AG hatte eine dem Kieler Yacht-Club nahestehende Gesellschaft das Clubhaus im vergangenen Jahr übernommen. Mit der Atlantic-Gruppe fand sie ihren Wunschpartner zur Weiterführung. Nun ist der Kieler Yacht-Club wieder Miteigentümer dieses Clubhauses und „hat immer dann, wenn Clubinteressen betroffen sind, einen soliden Einfluss, ohne dass wir dafür Geld aufwenden mussten oder künftig müssten. Dies können oder wollen wir auch nicht, denn wir sind in allererster Linie ein Segelverein, der seine Mittel vorrangig in die Jugend- und Erwachsenenausbildung im Segelsport investiert“, betonte Carsten Krage, Vorsitzender des KYC.
Er begrüßte Dr. Jörg Hachmann von der thyssenkrupp AG und bedankte sich bei ihm stellvertretend für die sehr guten Jahre, in denen die AG Eigentümer und Betreiber war, und ihre Bereitschaft zum zweistufigen Verkauf, die Voraussetzung dafür war, dass diese für den KYC sehr komfortable Situation erreicht werden konnte. Die Chance konnte für den Club nur gewahrt werden, weil das langjährige Clubmitglied Uli Wachholtz es ermöglicht hat. „Ohne deine großzügige Bereitschaft hätte diese Chance nicht genutzt werden können“, betonte Krage. Er begrüßte Wachholtz, zugleich als Präsident der Arbeitgeberverbände in Schleswig-Holstein und Hamburg, herzlich: „Du hast mich gebeten, den Dank schlicht zu halten. Daran möchte ich mich auch heute halten und sage deshalb für den Kieler Yacht-Club nochmals ganz einfach und ganz besonders herzlich: Dankeschön!“ Die Planungen für einen Erweiterungsbau seien in vollem Gange. Zum nächsten Curryessen werde, wenn alles klappt, schon eine Baustelle auf dem Gelände sein.
Die großen Herausforderungen des Jahres liegen für den KYC in der Veranstaltung hochklassiger Regatten. „Auch in diesem Jahr hatten wir acht große Veranstaltungen mit Regatten vom Opti über die olympischen Klassen bis zu Offshore-Yachten und Zwölfern, weit über 3.000 gemeldeten Booten und fast 7.000 Regattateilnehmern aus 63 Nationen. 480 Ehrenamtliche und 6 Hauptamtliche haben an 37 Tagen Segelsport auf Weltklasseniveau auf der Förde ermöglicht“, freute sich der Vorsitzende. Sein besonderes Highlight waren die Laser Youth-Worlds im August, als 400 Jugendliche aus der ganzen Welt zu Gast im Kieler Yacht-Club waren.
Carsten Krage begrüßte die Vertreter der Partnervereine unter den Gästen, unter ihnen Gunter Persiehl, Kommodore des Norddeutschen Regattavereins (NRV), und Andreas Christiansen, Vorsitzender des NRV, sowie den Vorsitzenden des Vereins Seglerhaus am Wannsee (VSAW) Dr. Andreas Pochhammer und den stellvertretenden Vorsitzenden Robert Niemczwewski. „
„Unser Ziel ist es, in der Kieler Woche alle olympischen, attraktiven und innovativen Bootsklassen auszuschreiben“, erklärte Krage. „Dies hat uns schon veranlasst, die Kiter, welche ab 2024 auch auf dem olympischen Programm stehen, in die Kieler Woche zu integrieren. Das gilt auch für weitere und foilende Klassen.“ Der aktuelle Beschluss von World Sailing zur Veränderung der olympischen Klassen für 2024 – offshore mixed doublehanded – sorge dafür, dass es spannend bleibt. Die Förderung der Nachhaltigkeit während der Kieler Woche sei eine weitere Herausforderung, der sich der KYC gerne annehme: „Umso mehr haben wir uns gefreut, dass die weltweite Vereinigung ‚Sails for the Sea‘ der Kieler Woche 2018 die ‚Gold Level Certification‘ verliehen hat.“
Premium Sponsoren der Großveranstaltungen des KYC waren in diesem Jahr Audi, HSH Nordbank, boot Düsseldorf und erstmals Goslings Rum und Rewe. Auch viele weitere Sponsoren waren vertreten, ebenso wie die Sydbank als Hauptsponsor des Sydbank Cups.
Ohne „die fortlaufende Unterstützung durch Politik und Verwaltung“ wären die Kieler Woche und die vielen weiteren Veranstaltungen nicht möglich, betonte er und begrüßte den Landtagspräsidenten Klaus Schlie und Tilo von Riegen für die Landesregierung: „Auch in diesem Jahr hat die Landesregierung einige Regatten, die sonst nicht hätten veranstaltet werden können, gefördert und damit ermöglicht.“ Von der Landeshauptstadt hieß Krage stellvertretend Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und die neu gewählte Bürgermeisterin Renate Treutel sowie die Vertreter der Fraktionen willkommen.
Aus dem Segelsport begrüßte Krage die Vertreter von World Sailing, Offshore Racing Council und vom Deutschen Seglerverband (DSV).
Stellvertretend für die großen privaten Förderer des Segelsports begrüßte der Vorsitzende Eberhard Wienholt: „Sie haben uns in diesem Jahr mit einer sehr, sehr großzügigen Spende ganz außerordentlich geholfen. Hierfür möchte ich Ihnen, auch im Namen der geförderten Yachtschüler, ganz besonders herzlich danken.“
Zu den sicherlich jüngsten Gästen der Veranstaltung zählten Maru Scheel und Freya Feilcke. Die 29er-Seglerinnen hatten im Dezember 2017 bei der Jugendweltmeisterschaft im chinesischen Sanya Platz 5 und 2018 bei den Sailing Youth Worlds  in Corpus Christi Platz 6 ersegelt und sich damit je als bestes deutsches Team und beste DSV-Nachwuchscrew positioniert.
„Allen Freunden und Förderern vielen, vielen Dank. Ohne ihre große Unterstützung wäre es uns nicht möglich, so vielfältig und erfolgreich für den Segelsport in all seinen Facetten zu wirken“, schloss der Vorsitzende, freute sich auf die weiteren Grußworte und wünschte den Gästen „viel Geduld beim Musen und Kleinschneiden des Essens, anschließend guten Appetit und gute Gespräche.“
Der Präsident des schleswig-holsteinischen Landtags, Klaus Schlie, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Kieler Yacht-Clubs als Markenzeichen für den Segelstandort Kiel und damit für die Identität des Landes. Hans-Werner Tovar, Stadtpräsident Kiels, befand: „Kiel war und ist Curry-Stadt.“ Nur hier gäbe es das passende Stelldichein aus Sportlern und Vereinen, Spitzen aus Kultur, Gesellschaft und Politik, um Veranstaltungen wie die Kieler Woche oder die Laser Jugendweltmeisterschaft zu konzertieren, die vergangenes Jahr über 7.000 Regattateilnehmer in Kiel versammelten. Zum hohen Ansehen von Kiel.Sailing.City in der Welt trage der Kieler Yacht-Club wesentlich bei.
Das Traditions-Essen, bei dem jeder Gast aus verschiedenen Sorten Fleisch, Reis und weiteren Zutaten - natürlich vermengt mit einer ordentlichen Portion Currypulver - sein persönliches Tellergericht bereitet, nahm, begleitet vom typischen Guinness-Sekt-Gemisch, seinen geselligen Lauf.

Fotos: (c) Gerda Schliemann/ KYC

Kieler Yacht-Club e.V.

Mit dem bereits von den Gründern 1887 formulierten Ziel, „die Freude am Segeln zu mehren“, steht der Kieler Yacht-Club für eine lange Tradition im Regattasegeln auf höchstem sportlichem Niveau und im anspruchsvollen Fahrtensegeln. Tradition und Zukunft des Segelsports bestimmen das HandeIn im Club. Schwerpunkte der Arbeit des KYC sind die seglerische Ausbildung Jugendlicher und Erwachsener sowie die Organisation hochrangiger Regatta-Veranstaltungen wie der Kieler Woche, MAIOR, YES sowie Welt- und Europameisterschaften in verschiedenen Klassen.

Mit rund 1.400 Mitgliedern ist der Kieler Yacht-Club einer der größten und mit seiner Gründung im Jahr 1887 einer der geschichtsträchtigsten Segelvereine Deutschlands. Zu den Mitgliedern des KYC zählen mehrere Welt- und Europameister und Olympiamedaillengewinner in unterschiedlichen Segelklassen.