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Ziel: Top Ten in Vilamoura

Neues aus dem Performance Team. Tom Heinrich und Philip Royla berichten von ihrem Jahresabschluss: „Als letzte Maßnahme für 2021 bevor eine kleine Weihnachts-Pause vor der Tür stand, war wieder einmal der Grand Prix in Vilamoura (Portugal) geplant.

(c) Till-Jonas Gernegroß

Das Revier, in dem wir jetzt das vierte Jahr in Folge zu Besuch waren, eher für wenig Wind bekannt, zeigte sich dieses Jahr von einer neuen Seite. Fünf Tage Training mit ausreichend Wind und schwieriger Welle hielten uns auf Trab. Da wir mit nur zwei Teams vor Ort waren, konnten wir mit unserem Trainer detailliert an den Feinheiten arbeiten - für uns eine neue Erfahrung, die definitiv dabei hilft, den Sprung in den Seniorenbereich zu meistern.
Nach dem kurzweiligen Training startete die Regatta. Das Teilnehmer-Feld war gemischt aus z.B. den WM-Dritten, aber auch einigen Neueinsteigern. Die Top Ten (von ca. 30) nahmen wir uns als Ziel vor. Die ersten Tage verliefen sehr gut, wir konnten in neun Rennen zwei Tagessiege und weitere Top-Fünf- Platzierungen einfahren. Wir hatten das Feld gut im Griff und lagen punktgleich mit Platz drei auf Gesamtrang vier - soweit erstmal eine super gesegelte Regatta. 
Klar war dann für uns, dass am finalen Tag der Sprung auf das Podium her musste. Wir freuten uns auf die Challenge und die neue Erfahrung, bei einer großen Regatta um den Sieg zu kämpfen. Das erste Rennen des Tages startete holprig mit einer schwachen Kreuz, allerdings konnten wir in der ganzen Regatta auf unsere Down-Wind vertrauen, so schaffte es Philipp mit perfekten Entscheidungen uns wieder an die Führungsgruppe heran zu bringen. Nach der Gate-Rundung passierte dann das, was man immer mit allen Mitteln versucht zu vermeiden. Wir wurden in einen Crash mit einem dänischen Team verwickelt und brachen dabei den Gennaker-Baum von unserem Boot, wodurch wir zum Aufgeben gezwungen wurden. Wir hatten laut Regelwerk klar Vorfahrt, das andere Team hatte sich verschätzt. Am Ende des Tages war die Enttäuschung natürlich groß, daran konnte dann der gewonnene Protest und die Wiedergutmachung in Punkten für die letzten Rennen auch nicht mehr viel ändern. 
Die Regatta beendeten wir noch auf Platz sieben. Unser Ziel haben wir damit erreicht und können stolz auf die ersten drei Tage sein. Natürlich fühlen wir uns ein wenig des letzten Renn-Tags beraubt. Allerdings gehören solche Situationen zum Rennsport einfach dazu, was wäre zum Beispiel die Formel 1 nur ohne kontroverse Ausfälle und Regelsituationen. ;-) 

Damit verabschieden wir uns in die Winter-Ferien und wünschen frohe Weihnachten. Nächster Stopp Lanzarote…

Viele Grüße
Philipp & Tom