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Wir sind zurück.

Strande. Nach langer Verletzungspause starten Steuermann Kjell Haschen (17) und Vorschoter Iven Fromm (16) wieder zusammen durch. Die beiden KYC-Segler und Mitglieder des Landeskaders Schleswig-Holstein sowie der Jugend-Nationalmannschaft, berichten über ihren Wiedereinstieg - in eine neue Klasse:

Liebe Clubkolleg*innen,

Nachdem wir für den 29er langsam zu schwer wurden, nahmen wir uns vor, die ersten Erfahrungen auf dem 49er zu sammeln. Dafür eignete sich das Boot „Honey Rider“ sehr gut, da wir neben dem Segeln auch noch Erfahrungen im Bootsbau sammeln konnten. Beispielsweise mussten wir die Systeme des 49ers kennenlernen, damit wir in der Lage waren, sie zu optimieren. Des Weiteren mussten wir typische Arbeiten erledigen, wie zum Beispiel Mastnutkleben. Durch die intensiven Einheiten, die wir in den Sommerferien absolvierten, konnten wir bereits einiges lernen und vieles mitnehmen. Tragischerweise verletzte sich Kjell zum Ende der Sommerferien. Mit einem gebrochenen Oberschenkel war es für ihm unmöglich, vor Ende des Jahres noch einmal auf das Wasser zu kommen. Seine Aufgabe war es nun, so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Dafür ging er anfangs zur Krankengymnastik, bei der er das Bein langsam wieder rehabilitierte. Unter langsamer Steigerung der Belastung für das Bein konnte Kjell dann nach langer Zeit endlich wieder ohne Gehhilfen gehen. Nun ging es für Kjell zur Physiotherapie, bei der er anfing wieder Kraft und somit Muskeln für das verletzte Bein aufzubauen. 
Während Kjell alles dafür tat, wieder fit zu werden, segelte Iven mit verschiedenen Partnern im Training und auf Regatten. Unter anderem nahm er zusammen mit Alica Stuhlemmer beim Strander KÜZ, mit Per Schwall bei der Kieler Woche und mit Matti Balzereit bei der Deutschen Meisterschaft teil. Neben den Regatten im 29er konnte Iven auch weiter wichtige Erfahrungen im 49er bzw. 49er FX sammeln.
Um perfekt auf den Wiedereinstieg vorbereitet zu sein, haben wir das Boot weiter optimiert und uns ein komplettes 49er FX Rigg zugelegt. Zudem bildeten wir uns zusammen mit unserer SVSH-Trainingsgruppe und unserem Trainer Thomas im Bereich des Wetters, der Ernährung und der Segeltheorie weiter. Um umweltbewusster zu werden, starteten wir Projekte wie z.B. das Reduzieren des Fleischkonsums, Strom- und Plastikverbrauchs. 
Als Kjell am 6. April grünes Licht vom Arzt bekam, langsam wieder ins Training einzusteigen, ging es vier Tage später nach langer Zeit bei Leichtwindbedingungen und Sonne wieder gemeinsam auf das Wasser. Das Training verlief sehr gut und wir hatten sehr viel Spaß. Natürlich musste sich Kjell wieder ans Boot und ans Segeln gewöhnen. Um alles nachzuholen und um den Anschluss zur Gruppe zu finden, hieß es für uns: „Extraeinheiten einlegen“. Mit guter Laune und viel Motivation trainierten wir viel Bootshandling, Manöver und weiter grundlegende Dinge. 
Wir sind motiviert und freuen uns auf die weiteren Trainings und Regatten, die hoffentlich trotz Corona stattfinden können. Vielen Dank, dass wir auf „Honey Rider“ unsere ersten Erfahrungen im 49er sammeln durften.

Viele sportliche Grüße,
Kjell und Iven 
 
Text: Iven Fromm & Kjell Haschen
Foto: © Kevin Reisenauer