Navigation und Service

Aktuelles

Regattaessen

Kiel. Am Donnerstag, 27. Juni, lud der Kieler Yacht-Club zum traditionellen Regatta-Essen anlässlich der 125. Kieler Woche. Zu den geladenen Ehrengästen zählten Vertreter*innen der Landesregierung, der Landeshauptstadt Kiel, Vertreter von Partnerclubs und Mitveranstaltern der Kieler Woche und Freunde und Förderer des Kieler Yacht-Clubs (KYC).

„125 Kieler Wochen, das ist nicht nur ein großes Stück Segelgeschichte, sondern ist auch Teil der Geschichte unserer Landeshauptstadt und des Landes. Hierzu gehörten einst Glanz und Gloria und zwei kriegsbedingte Unterbrechungen, aber auch über siebzig Jahre Kieler Woche ohne Unterbrechung in Frieden und Freiheit, Segeln und Kultur im Geiste der Völkerverständigung“, freute sich Carsten Krage, Vorsitzender des KYC. In den 125 Kieler Wochen habe es bei allen Veränderungen eine große Konstante gegeben: „Ohne die größte Segelveranstaltung der Welt, ohne rund 4.500 Segler aus knapp sechzig Nationen, ohne über 1.800 teilnehmende Boote und viele weitere, die uns in dieser Woche besuchen, wäre es keine Kieler Woche, sondern nur ein schönes Volksfest unter vielen.“ Zu den stetigen gemeinsamen Herausforderungen gehöre es, dem internationalen Wettbewerb der Regattaveranstalter standzuhalten. Dabei stehe besonders die Infrastruktur des Olympiazentrums im Fokus. „Ausreichend Platz für Boote, Segler, Trainer und vor allem auch für Logistik wie Trailer, Zelte und Fahrzeuge gehört zu den wichtigen Faktoren, an denen wir gemessen und verglichen werden. Unsere ehrenamtliche Organisation auf dem Wasser ist stets bemüht Bestleistung abzuliefern. Da ist es elementar, auch an Land ein Umfeld zu bieten, welches dem Ruf und Niveau des Standortes Kiel entspricht.“ Er folgerte: „Es würde mich freuen, wenn wir in Kiel noch stärker als bisher gemeinsam und aus einer Hand für unseren Segelsport planen.“
Die stellvertretende Ministerpräsidentin Monika Heinold richtete herzliche Grüße der Landesregierung aus. Sie verlieh der hohen Wertschätzung der Landesregierung für den Einsatz des KYC für die Kieler Woche Ausdruck. Mit ihren Seglern aus 51 Nationen und über 3 Millionen Besuchern sei die Kieler Woche ein international bekannter Ort der Begegnung, des friedlichen Miteinanders. Mit der Youth Sailing Champions League und der Europameisterschaft der OK-Jollen lobte sie die Neuerungen im Bereich des Segelsports sowie das große Engagement aus Beruf und Ehrenamt. „Dafür möchte ich an dieser Stelle herzlich danken.“
Den Ausführungen Krages mochte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer nicht ganz folgen: „Natürlich ist Segeln der Markenkern der Kieler Woche. Aber sie ist auch ohne Segeln einzigartig. Wir können stolz darauf sein.“ Mit Blick in die Zukunft stimmte er Krage zu: „Die Konkurrenz wird schärfer und härter. Das merken wir nicht nur bei der Windjammerparade.“ Entsprechend müsse eine starke Strategie für die nächsten Jahrzehnte entwickelt werden. Den Mitstreitern der „von Hamburg versenkten“ Olympiakampagne habe man 2015 zugesagt, trotz des Scheiterns an den geplanten Maßnahmen in Infrastruktur und Logistik festzuhalten. Im Fokus stünde dabei das Olympiazentrum in Kiel Schilksee. „Da ist noch nichts geschafft. Da müssen wir ran.“ Denn: „Die Frage ist, was wir in Schilksee für die nächsten 20, 30 oder 40 Jahre brauchen. Wenn wir es schaffen, einen neuen Weg für Schilksee zu finden, haben wir wirklich etwas geleistet.“
Gemeinsam genossen die Gäste den Abend im Kaisersaal und die Aussicht auf die weiteren Tage der Kieler Woche.

Fotos: © Gerda Schliemann
Text: Carina Wegner