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Ordentliche Mitgliederversammlung 2021

Am Mittwoch, 10. März, veranstaltete der Kieler-Yacht Club e.V. seine Ordentliche Mitgliederversammlung online mit über 160 Teilnehmer*innen. Ehrungen für das Kieler Woche Ehrenamtler-Team und die Nachwuchssegler Per Schwall und Simon Schmidt. Vorfreude auf Olympia mit Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer. 111 Jahre Kieler Yachtschule. Weiteres Engagement in Sachen Klimaschutz.

Der Vorsitzende des KYC, Dr. Carsten Krage

Kieler Woche-Ehrenamtler*innen (c) Christian Beeck

Der Ehrenpreis 2021 des KYC

Per Schwall und Simon Schmidt (c) Andreas Schmidt

Die Auszeichnung für herausragenden Segelnachwuchs

Der Beiratsvorsitzende, Lothar Jenne

„2020 war ganz von der Corona-Pandemie geprägt“, erinnerte der 1. Vorsitzende des Clubs, Dr. Carsten Krage. Obwohl viele geplante Veranstaltungen abgesagt werden mussten oder nur in sehr eingeschränktem Rahmen stattfinden konnten, sei der KYC aber „sehr ordentlich“ durch das Jahr gekommen. „Wir können mit dem Jahr unter diesen besonderen Umständen wirklich sehr zufrieden sein.“ 


Ein besonderer Leuchtturm in diesem Jahr war die erstmals im September veranstaltete Kieler Woche. „Ihr habt an die Vision geglaubt und gemeinsam mit den Hauptamtlichen von PoS um Sven Christensen mit einer unglaublichen Kraftanstrengung und gegen alle Zweifel dafür gearbeitet, die Kieler Woche auch im Corona-Sommer 2020 möglich zu machen“, lobte der Vorsitzende. Er richtete sein Wort an die rund 320 Ehrenamtlichen unter der Leitung von Dirk Ramhorst, die für die Kieler Woche 2020 gearbeitet und sich vorbereitet haben. „Eure viele Mühe und die unglaublich viele Arbeit hat sich gelohnt. Das strenge Hygienekonzept wurde gut angenommen und fand bundesweit Beachtung. Die 2.500 Seglerinnen und Segler aus 50 Nationen waren glücklich, endlich wieder Regatta segeln zu können. Es war fast die komplette Weltspitze am Start. Für den weltweit guten Ruf der Kieler Woche und von Kiel.Sailing.City habt Ihr unglaublich viel erreicht.“ Für diese Leistung erhält Dirk Ramhorst, stellvertretend für alle, die für die Kieler Woche ehrenamtlich tätig sind, den Erenpreis des Kieler Yacht-Clubs (KYC).


Der Jugendwart Andreas Schubert übernahm die Ehrung des Nachwuchses: „In diesem Jahr ehren wir ein Segelteam. Beide haben früh in der Jüngsten- und Regattagruppe des Clubs angefangen. Schon im Opti sind sie im schleswig-holsteinischen Landeskader gestartet und haben gute nationale und internationale Ergebnisse ersegelt, unter anderem Platz 30 von 1.000 beim Lake Garda Meeting.“ Im Sommer 2018 waren die Kameraden in den 29er gewechselt. „2020 gelang dann der Durchbruch: Bei der Kieler Woche holten sie Platz 6 und wurden damit bestes deutsches Team, bei der IDM der 29er gewannen sie die Goldmedaille in der U-17 Wertung. Für ihre herausragende Leistung wollen wir Per Schwall und Simon Schmidt, beide 16, mit dem Bruno-Splieth-Gedächtnis-Preis auszeichnen“, freute sich der Jugendwart. Die Antwort folgte sogleich im Chat: „Per und mir ist es eine große Ehre mit diesem besonderen Preis ausgezeichnet zu werden. Ein herzlicher Dank geht an alle unsere Unterstützer“, schrieb Simon Schmidt.


„Viele Mitglieder sind sehr erfolgreich gesegelt, junge wie alte, Jolle und Dickschiff, wenn auch im letzten Jahr Corona-bedingt weniger“, betonte der Vorsitzende. Knapp die Hälfte der Seglerinnen und Seglern im Landeskader Schleswig-Holstein stellt der KYC. Besonders erfreulich sei die Olympiaqualifikation des KYC-Teams im Nacra 17, Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer. „Hoffen wir mit ihnen, dass diese auch stattfinden können.“ Auch die KYC-Mitglieder Philip Buhl und Susann Beucke sind für Olympia qualifiziert. „Mitten in der Pandemie, mitten im Winter, war Segeln mit einem Mal in allen Medien. Wir gratulieren unserem Clubmitglied Boris Herrmann zu dem hervorragenden fünften Platz, den er als erster Deutscher Teilnehmer überhaupt bei der Vendée Globe ersegelt hat. Er hat unglaublich viel für den Segelsport getan“, ergänzte Krage.


„Die Jüngsten- und Regattagruppe (J&R)“, berichtete der Vorsitzende, „ist so erfolgreich, dass es nicht leicht ist, den Zulauf zu managen.“ Allein im vergangenen Jahr hatte die Nachwuchsabteilung des Clubs über 30 neue Kinder als Mitglieder gewinnen können. Um diese zum Start mit ausreichend Material versorgen zu können, hatte die J&R ein Crowdfunding gestartet. Innerhalb kurzer Zeit war damit nicht allein der erforderliche Opti finanziert, sondern auch weitere Anschaffungen gesichert worden. „Das ist ein tolles Ergebnis, dass den Rückhalt für unsere Arbeit im Club zeigt“, freute sich der Vorsitzende. Erst kürzlich hatte den Club die Nachricht erreicht, dass seine Jugendarbeit mit Platz 2 beim Sailing Kids Preis 2020 des SVSH gewürdigt wird.


111 Jahre wird die Kieler Yachtschule in diesem Jahr. Der Vorsitzende bat die Clubmitglieder, sich schon jetzt den 11. September zur Feier freizuhalten.


Das Slippen in diesem Jahr werde aktuell vom Takelmeister mit der Werft koordiniert, immer mit Blick auf die aktuellen Regelungen. „Das Slippen am 10. April findet statt, wenn auch ohne den großen Kran“, versicherte er.
Für die kommende Saison gelte: „Wir fahren weiterhin auf Sicht.“ Ausbildung, Regatten und Segelbetrieb würden im Rahmen der je aktuellen Möglichkeiten stattfinden.


„Es ist dem Vorstand hervorragend gelungen, den Club durch die Schwernisse der Pandemie zu führen“, befand der Vorsitzende des Beirats, Lothar Jenne. „Einen besonderen Glückwunsch konnten wir Dirk Ramhorst und Sven Christensen mitsamt aller ihrer Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer für die Durchführung der Kieler Woche aussprechen. ‚Do it like in Kiel‘ hat im ersten Jahr der Pandemie weltweit einen ganz besonderen Klang gewonnen. Weiter konnten wir feststellen, dass der Segelbetrieb, von der Ausbildung bis zur Mittwochs-Regatta, von der Werft bis zum Fahrtensegeln– nicht zuletzt durch von Martin Lutz ständig angepasste Hygiene-Konzepte– in erstaunlicher Weise durchgeführt werden konnte“, betonte er weiter.


Nach dem Bericht von Vorstand, Beirat und Kassenprüfer, entlasteten die Mitglieder per Online-Abstimmung Vorstand und Beirat. Bei den anschließenden Wahlen wurden alle zur Wiederwahl Kandidierenden im Amt mit großer Mehrheit bestätigt. Der bisherige Kassenprüfer Klaus Meier stand für das Amt nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen Kassenprüfer wurde Jörn Butenschön gewählt. Der Haushaltsplan des Clubs für das Jahr 2021 wurde mit großer Mehrheit angenommen.


„Sportorganisationen können eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen, indem sie sich aktiv und kollektiv auf dem Weg zur Klimaneutralität engagieren, was wiederum dazu beiträgt, sich von Mitbewerbern zu unterscheiden, den Ruf der Marke zu stärken und ihr Sportpersonal, ihre Mitarbeiter und Mitglieder für Umweltfragen zu begeistern“, erläuterte der 1. Vorsitzende. „Deshalb sind wir dem UN Sports for Climate Action Framework beigetreten. Wir hoffen, auf dem Clubabend schon Näheres berichten zu können.“ 


In der anschließenden Diskussion meldete sich Wolfgang Schäfer zu Wort: „Ich glaube nicht, dass der Vorstand vom KYC gut ist. Ich glaube, er ist exzellent. Hut ab, vielen Dank“, lobte er. Im Chat hieß es: „Wolfgang ist nichts hinzuzufügen! Toll und danke an den Vorstand!“


So klang die erste Online-Mitgliederversammlung des KYC aus. „Ja, es hat geruckelt, das eine oder andere hat länger gedauert, als wir es gewohnt sind. Aber mit über 160 eingeloggten Mitgliedern war diese OMV außerordentlich gut besucht. Viele Mitglieder, die nicht in Kiel waren und sonst gar nicht hätten teilnehmen können, haben gewählt. Gut, dass wir es gemacht haben. Schön, dass sie so zahlreich teilgenommen haben“, befand der Vorsitzende. Er dankte allen Aktiven und Unterstützern für ihren großen Einsatz. „Ich wünsche Ihnen und uns einen guten Start in ganz, ganz tolle Saison. Kommen Sie gut über das Jahr“, schloss er.