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Im Schnelltauchgang zum Silber

Long Beach. Bei der Farr 40 World Championship, die der Long Beach Yacht Club ausrichtete, segelte wieder ein deutsches Boot aufs Podium: Wolfgang Schäffers „Struntje Light“. Nachdem das KYC-Schiff 2018 den Weltmeistertitel ersegelt hatte, gab es dieses Mal Silber.

„Nach sechs Wettfahrten hatten wir das Feld mit 12 Punkten Vorsprung klar angeführt. Bei den Folgerennen hatten wir dann allerdings wiederholt Pech mit Seetang“, berichtet KYC-Mitglied Wolfgang Schäfer. „ Diese Seetang-Felder in Kalifornien kann man nur umfahren, wenn sie auf der Meeresoberfläche sichtbar sind. In Rennen 8 gerieten wir in ein sehr großes Feld, das zuvor nicht erkannt werden konnte. Wir mussten die Yacht stoppen und einen Schnelltauchgang einlegen. Das kostete uns fünf Plätze und Gold: Der Gewinner „Far Niente“ lag am Ende nur 3 Punkte vor uns“, so der Vorjahresweltmeister.
„In meinem recht langen Regattaleben hatte ich noch nie die Situation, dass durch schnelles Tauchen eine Silbermedaille erreicht wurde, weil schnelles Segeln allein nicht ausreichte“, schüttelt er den Kopf. Die spätere Siegeryacht allerdings war mit Vince Brun (2-facher Olympia- und 2-facher America’s Cup Segler sowie 4-facher Weltmeister in verschiedenen OD-Klassen) sowie Drew Freides (Weltmeister der Melges 20) und Eric Doyle sehr gut besetzt. Bei der Vorregatta in Newport Beach Anfang September 2019 hatte die Struntje Light sie noch klar geschlagen, bei den Worlds war am Ende etwas zu viel Pech im Spiel.
 

Foto (c) Volker Corell