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Endlich wieder Dänemark!

Kiel/ Marstal. Sophia Groninger berichtet vom Saisonauftakt der Kieler Yachtschule: Die erste Tour des Jahres, und dann gleich voll besetzt: Am Wochenende des 5./6. Juni machten sich die Baltic 52 Zukunft IV - unsere "Kuh"-, die J80 Bibelot und die Elan 31 Bertha auf nach Marstal, um den endlich angekommenen Sommer zu feiern.

Die J80 mit Malte, Virgil, Tom und Benno brach sogar schon am Freitag nach unserem Treffen auf und segelte durch die Nacht. Am nächsten Morgen folgte dann die Kuh (Für sie sollte es nur der Beginn einer einwöchigen Tour werden.) und wir (Anjola, Bosse, Till, Cedric, Tobi und Sophia) auf Bertha. Mit herrlichem Wind konnten wir einen Anlieger nach Marstal mit konstanten sechs Knoten segeln. Nur ein kleines Flautenloch gab es, das war allerdings das Highlight der Tour, denn zwei Schweinswale begleiteten uns eine ganz Weile lang. Außerdem konnte Tobi seine Drohne steigen lassen und ein paar coole Aufnahmen machen. Danach frischte der Wind aber wieder auf, sodass auch wir auf der Elan um 15:00 Uhr neben der J80 festmachen konnten. Danach wurde ausgiebig gebadet und später gegrillt und Fußball gespielt. Auch eine Lagebesprechung gab es: Bibelot und Bertha wollten (oder eher mussten) ja am nächsten Tag wieder in Kiel sein, allerdings war die Windvorhersage ab dem Vormittag sehr mau. Virgil schlug daher vor, um 5:00 auszulaufen. Natürlich wurde dieser Vorschlag mit Begeisterung angenommen und die Aufstehzeit sogar auf 4:30 vorverlegt, damit man den Sonnenaufgang sehen konnte. Mit diesem Plan im Hinterkopf ging es deswegen auch früh ins Bett.

Am nächsten Morgen war die Begeisterung dann nicht mehr ganz so groß wie am Abend. Nachdem die Segel gesetzt waren, verzog sich der Großteil der Crew schnell wieder in ihre Kojen. Die J80 hatte mit ihrem Gennaker einen strategischen Vorteil und uns daher schnell überholt. Aber mit der neuen G1 konnten wir uns auch nicht beklagen und auch der Wind spielte mit, sodass wir uns mit fünf Knoten erstaunlich schnell dem Kieler Leuchtturm näherten. Vor Schilksee tauchten dann auch Cedric und Tobi wieder aus ihren Kojen auf. In der Friedrichsorter Enge schlief der Wind dann tatsächlich ganz ein, aber danach war doch noch ein laues Lüftchen zu spüren, so dass wir endlich noch den Spi setzen konnten und unter Segeln in die Förde einlaufen konnten. Wäre schließlich auch keine Yachtschulreise, ohne einmal den Spi auszupacken… Unsere Mission, nicht motoren zu müssen, ist auf jeden Fall geglückt! Nachmittags wurde noch gründlich aufgeklart und dann war der Kurzurlaub auch schon vorbei – leider. Aber wir sind uns einig: So ein Wochenende mit Segeln, Sonne und Dänemark und ganz ohne Schule und Uni tut doch mal sehr gut. Gerne bald wieder!

Text: Sophia Groninger, Fotos: Tobias Beckmann