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Clubabend

Über 130 Mitglieder wählten sich am Mittwoch, 17. November, aus Kiel und der Welt zum zweiten Online-Clubabend ein.

Sendezentrale mit vollem Familieneinsatz. (c) Leena Krage

Der Schatzmeister des KYC, Stefan Brandenburg.

Carsten Krage ehrt die erfolgreichen Segler*innen, hier Tilmar Hansen und Bo Teichmann.

Live aus Guadeloupe: Melwin Fink.

Cheftrainer Kai Bertallot blickt zurück auf das Jahr in der J&R.

PoS-Geschäftsführer Sven Christensen zieht Bilanz der Kieler Woche.

Bernd Küper, Leiter der Schulungsgruppe, berichtet von den Planungen zur Mittelmeerreise der SY Arndt.

Drei "Kuh"-Reisen, viele neue Skipper und Gesichter - Niklas Schubert spürt frischen Wind in der Kieler Yachtschule.

Ein Ausbildungs-Rekordjahr und viele Pläne für den Winter - Heiner Kramer.

Hochwertige Kommunikation sichert uns die Unterstützung, die wir brauchen. - Carina Wegner

Nach Begrüßung der Teilnehmenden durch den Vorsitzenden des Clubs, Dr. Carsten Krage, erläuterte Stefan Brandenburg, stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister des Clubs, die finanzielle Situation und berichtete, „dass der Club bisher finanziell zufriedenstellend durch das zweite Coronajahr gekommen ist.“ Diese Einschätzung teilte der Vorsitzende in der Gesamtsicht: „Der KYC ist wohlbehalten und gesund durch dieses zweite Jahr der Pandemie gekommen. Ich danke allen, die mit ihrem großen Einsatz mitgeholfen haben, dies zu ermöglichen“, betonte er.

„Aktuell gibt es keine freien Liegeplätze im Großraum der Kieler Förde“, erläuterte Krage. Auch für das kommende Jahr werde es bei der Liegeplatzvergabe sehr lange Wartelisten geben. Nach positiver Bauvoranfrage soll in 2022 der Bau eines neuen Mastenschuppens in Strande durchgeführt werden. 

Bei Veranstaltungen werde der Club angesichts der pandemischen Lage weiter auf Sicht fahren, erläuterte der Vorsitzende des Clubs. So sei der Seglerball bereits verschoben. Das Datum der Ordentlichen Mitgliederversammlung – 9. März 2022 - hingegen stehe, nur über das Format werde dann kurzfristig entschieden.
Für eine weitere Amtsperiode wird Carsten Krage nach sieben Jahren nicht kandidieren. Er freute sich, mit dem langjährigen Clubmitglied und erfolgreichem Unternehmer Dr. Hauke Berndt einen Kandidaten für seine Nachfolge vorstellen zu können.

Der Vorsitzende hob die seglerischen Erfolge der Mitglieder des Clubs hervor, zunächst der Olympioniken Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer, die für den KYC die olympische Medaille im Nacra 17 ersegelt haben, und ihrer Teamkollegen im German Sailing Team, Susann Beucke und Philipp Buhl. Auf der Langstrecke betonte er die Leistungen Boris Herrmanns bei der Vendée Globe sowie seines jungen Clubkollegen Melwin Fink, der erst wenige Tage zuvor aufs Podium des Mini-Transat gesegelt war. Dass die zwei ersten Plätze der ORC Offshore Worlds im August in Tallinn unter den KYC-Mitgliedern Michael Berghorn und Tilmar Hansen ausgefochten wurden, habe die Bewerbung um die Austragung der ORC-WM sehr erleichtert. Diese werde nun 2023 in Kiel stattfinden. 
Podiumsplätze bei internationalen und deutschen Meisterschaften hatten darüber hinaus Dr. Harald Brüning und Jan-Hinnerk Brüning (3. Platz EM, ORC Klasse C), Sönke Meier-Sawatzki (1. Platz The Nations Trophy, Club Swan 50), Kai Mares (1. Platz ORC III, IDM Seesegeln), Michael Höfgen und Eckhardt Kaller (1. Platz Double Handed Offshore, IDM Seesegeln), Oliver Voß (1. Platz DM Int. 14), Thies-Hendrik Först (1. Platz German Open, 5.5 mR) und Marisa Roch (3. Platz IDM Europe) ersegelt. Auch ihnen gratulierte der Vorsitzende herzlich.
Er dankte Julia Labs für ihren Einsatz im Clubhaus in Strande und bat, diese auch über den Winter zu unterstützen.

Dr. Martin Lutz, stellvertretender Vorsitzender des Clubs, berichtete zum Performance Team: Unter den vielen Erfolgen hob er u.a. die Siege des Kieler Woche-Gewinners im ILCA 6 (ehem. Laser Radial) Ole Schweckendiek, der dieses Jahr auch den Sieg bei den IDM (ILCA 7) und IDJM (ILCA 6) eingefahren hat, sowie des 49er-Teams Josse Bonatz und Charly Barth (IDM) hervor.
Zudem freute er sich über den Zulauf, den das neu gegründete Offshore Team an Bord der X35 Freya gefunden hat. Hier wird kommendes Jahr auch ein reines Frauenteam an den Start gehen. „Weitere sehr gute Nachrichten gibt es von der noch bis 21. November stattfindenden Weltmeisterschaft im Oman“, so der stellvertretende Vorsitzende: „Aktuell haben sich Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer die Führungsposition im Nacra 17 erkämpfen können. Max Stingele und Linov Scheel, die jüngsten deutschen 49er-Segler im Rennen, haben trotz einer Frühstartdisqualifikation in einer sonst sehr guten Serie im 49er die Goldfleet erreicht. Im Dezember vertreten Anna Barth und Alva Feilcke, die mit dem Umstieg in den 49erFX ebenfalls für das Performanceteam des KYC starten, nach ihrer erfolgreichen Qualifikation Deutschland unter dem Stander des KYC bei den Youth Worlds, ebenfalls in Oman“, erläuterte Lutz. „Das wird ihre letzte 29er-Regatta sein.“

Carsten Krage begrüßte Melwin Fink herzlich, der sich live aus Guadeloupe einwählte und zur Mini Transat-Teilnahme berichtete. Sein Einhand-Atlantik-Abenteuer wird sein vorläufiges Ende bei der Siegerehrung in Paris finden. Dann steht erst einmal wieder das Studium in der Kieler Heimat auf dem Plan.

Der Jugendwart des KYC, Andreas Schubert, resümierte die Erfolge der Neuaufstellung der Jugendarbeit in den vergangenen Jahren. „Insbesondere hat uns der Erfolg der Ausbildung in der Jüngsten- und Regattagruppe (J&R) gefreut“, betonte er. „‘Hier hat alles angefangen‘, hörten wir unsere Medaillengewinner bei der Begrüßung in Strande“, erzählte der Jugendwart. „Lassen Sie uns daran arbeiten, dass wir weiter solche tollen Erfolgsgeschichten erzählen können.“

Cheftrainer Kai Bertallot freute sich: „Das war ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Jahr mit vielen Highlights. Insbesondere schön war für uns, dass Carl Frederik Schwall sich zur Opti-WM qualifiziert hat.“ Einen besonderen Dank sprach der Trainer für die große Spendenbereitschaft zu Beginn der Saison aus, die es erlaubte, den Bootspark an die aktuellen Anforderungen anzupassen. Die J&R habe in dieser Saison ihre Kapazitätsgrenzen ausgereizt. „Unsere Schnupperkurse waren mit 85 Teilnehmern ausgebucht. 15 Kinder mussten wir ablehnen. Einige Gruppen sind voll ausgelastet, so dass wir keine weiteren Kinder aufnehmen konnten“, so Bertallot. „Insgesamt haben wir heute 180 aktive Sportler*innnen in der J&R. Vor fünf Jahren waren es 83.“ Mit einem Video  untermalte er den Saisonbericht. Eine besondere Neuerung in diesem Jahr stellt die Gründung einer – bisher bundesweit einmaligen - Waszp-Trainingsgruppe da. Schon heute sind über 20 Waszps auf der Förde unterwegs, viele davon sind im KYC, unter ihnen Paul Farien, Vize-Europameister 2021 der fliegenden Klasse. Die Trainingsgruppe wird für alle Altersgruppen – und Neugierige – offen sein. „Es wird auch zwei Vereinswaszps zum Chartern und Testen geben“, versprach der Trainer. 

Die Kieler Woche 2021 resümierte Sven Christensen, Geschäftsführer von Point of Sailing, mit einem Video. Er fasste zusammen: „Wir können als veranstaltender Club der Kieler Woche mit großem Stolz auf das zurückschauen, was wir mit unseren äußerst engagierten Ehrenamtlichen und Helfern in diesem Jahr im Rahmen der Kieler Woche auf die Beine gestellt haben. Dafür gebührt jedem Beteiligten unser ganz ausdrücklicher Dank!“

Der Leiter der Schulungsgruppe, Bernd Küper, blickte zurück auf die Reisen und Regatten der Saison – und einen Rekord in der Ausbildung (25 * SBF See, 11 * SKS, 10 * SSS-Teilprüfungen), entstanden in guter Zusammenarbeit mit Heiner Kramer und den Ausbildenden der SG. Für die kommende Saison kündigte er, so pandemiebeding möglich, eine Neuauflage der Mittelmeerreise der SY Arndt an, die wieder für Clubmitglieder offen sein werde. Im Frühjahr werde er nicht erneut kandidieren. Für die interne Wahl der Schulungsgruppe habe sich bereits ein Kandidat gemeldet, den er voll unterstütze. Hier geht es zur Präsentation. 

Niklas Schubert, Leiter der Kieler Yachtschule, illustrierte die drei Reisen des Flaggschiffs, der „Kuh“, mit neuen jungen Skippern mit einem Video. Insbesondere freute ihn die Gründung des Offshore Frauen-Teams, für das die KYS den Großteil der Seglerinnen stellt. „Unsere Mitgliederzahlen steigen und wir konnten viele neue junge Gesichter begrüßen“, lobte er.

Dr. Heiner Kramer, Beisitzender im Vorstand für den Bereich Fahrtensegeln und Koordinator Ausbildung, berichtete weiterführend. Hier geht es zur Präsentation. LINK Pandemiebedingt hatte die Ausbildung im vergangenen Winter besonderen Herausforderungen unterlegen: „Es gelang uns, den SKS-/ SBF See-Kurs im Studio von Ingo Kohlmorgen hochprofessionell online mit rund 30 Teilnehmern zu veranstalten. Das galt auch für den zweiten Teil des Kurses ‚World Sailing Hochsee –Überlebenstraining‘. Die anderen Kurse (ARC-Funkschein, Medizin an Bord) mussten ausfallen“, so der Ausbildungskoordinator. Die Erfolge der Ausbildung hatten, wie schon Bernd Küper betont hatte, auch in dieser besonderen Situation Rekordniveau erreicht: Für den kommenden Winter sei wieder ein Ausbildungsprogramm geplant. Die aktuellen Informationen dazu finden sich hier auf der Webseite. 
Auch der Fahrtenwettbewerb des vergangenen Jahres war mit Hilfe Ingo Kohlmorgens online veranstaltet worden. Für die kommenden Monate hat der Fahrtensegelchef wieder Veranstaltungen vom Fahrtenwettbewerb über das Grünkohlessen bis zu Schiffertischen geplant. „Drücken wir alle die Daumen, dass die Veranstaltungen coronakonform stattfinden können“, bat Kramer.

„Was Sie heute Abend gehört haben, konnten Sie schon über das Jahr hinweg in den Medien - unseren eigenen (Mitteilungsblatt, Webseite, Facebook und Instagram) und weit darüber hinaus - verfolgen. Boris Herrmann war Gast der ZDF-Silvestershow, zur Willkommensfeier für unsere Olympioniken in Strande hat der NDR live in Radio und Fernsehen berichtet. Unsere Geschichten haben ein breites Echo auch weit jenseits der Fachmedien erreicht“, freute sich Carina Wegner, Beisitzende im Vorstand für Kommunikation. 
Ab 2022 werde sie mit Rücksicht auf die Familie und den Beruf die Position nicht in bisherigem Umfang, ehrenamtlich, nach Feierabend und an den Wochenenden, ausführen können. „Hochwertige Kommunikation sichert uns die Unterstützung – organisatorisch und finanziell -, die wir brauchen“, betonte sie. Aktuell sei noch offen, wie die Kommunikation im Club ab Frühjahr kommenden Jahres gestaltet wird. Sie dankte den Aktiven für ihren Einsatz und betonte: „Ich bin überzeugt davon, dass in diesem Club und in unserem schönen Sport ein mediales Potential steckt, dass wir bei weitem noch nicht ausgeschöpft haben. Lassen Sie uns daran arbeiten, dieses Potential zu nutzen – um unseren Club so auch für die Zukunft gut aufzustellen. Ihr und euer Engagement ist herzlich willkommen!“

Abschließend dankte der Vorsitzende des Clubs allen, die sich haupt- und ehrenamtlich für den Club engagieren und wünschte ihnen alles Gute und insbesondere Gesundheit.