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Auf in die 2. Bundesliga!

Glücksburg/ Kiel. Das KYC-Team in der Junioren Segel-Liga hat seine erste Saison mit dem Aufstieg gekrönt. Vor Glücksburg vollendete die junge Crew beim DSL-Pokal einen gelungenen Auftakt im Liga-Format. Ab kommende Saison wird das Team in der 2. Bundesliga antreten.

„Am Anfang der Saison war es nur ein Traum, den keiner gewagt hat, laut auszusprechen, um die Erwartungshaltung nicht zu schüren“, so Teammanager Patrick Schmidt. „Aber unsere Crew hat sich das Format zielorientiert erarbeitet. Von Event zu Event wurde die Hoffnung stärker.“ Am 20./21. Oktober kämpften  20 Segelvereine aus allen Teilen Deutschlands beim Deutschen Segel-Liga Pokal (DSL-Pokal), der Qualifikationsregatta für die 2. Segel-Bundesliga, um vier Startplätze für die Saison 2020. Sogar  dem neuen, alten Pokalsieger und deutschen Rekordmeister vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) aus Hamburg bot das Kieler Team aus Lasse Kaack (Steuer), Noah Piotraschke (Taktik), Niklas Schubert (Trimm) und Jonathan Knottnerus-Meyer (Vorschiff) auf der Flensburger zeitweise Paroli. Am Ende verbuchten sie Platz sechs unter den meist bundesligaerfahrenen Clubs. „Wir sind sehr glücklich! Wir haben erst letztes Jahr in der Junioren-Liga angefangen – jetzt schon in die 2. Liga aufzusteigen ist einfach unbeschreiblich. Wir sind sehr stolz auf uns, das war ein super Abschluss der Saison“, so Kaack.
Schubert frohlockt mit ihm: „Es war spannend bis zum Schluss. Umso glücklicher waren wir, als sich abzeichnete, dass wir uns als erster Aufsteiger durchsetzen konnten und nächstes Jahr in der Zweiten Liga segeln dürfen.“
Dieser Erfolg, so Schmidt, sei nicht allein der Crew zu verdanken, die den Aufstieg perfekt machte. „Er ist allen Beteiligten zu verdanken, die von Anfang an für das gemeinsame Projekt der Jüngsten- und Regattagruppe (J&R) und der Yachtschule hart gearbeitet haben“, pflichtet ihm Andreas Schubert, Jugendwart des KYC, bei. „Besonders erwähnenswert finde ich, dass bei jedem Event, immer zwei Yachtschüler und zwei Segler aus der J&R im Boot saßen. Die tolle Leistungssteigerung ist in großem Maße auch dem Engagement der beiden Trainer Kai Bertallot und Moritz Klingenberg zu verdanken. Aber auch alle zehn Teammitglieder haben in der Saison hart trainiert und sind gemeinsam für den Erfolg verantwortlich. Das Team besteht aus Olivia Zöller, Berit Bellin, Max Ramm, Moritz Peitzner, Lasse Kaack, Niklas Schubert, Noah Piotraschke, Tobias Riedel, Josse Bonatz und Jonathan Knottnerus-Meyer. Diesen allen gebührt unser herzliches Dankeschön für die klasse Leistung“, so der Jugendwart.
Er ergänzt: „Wir freuen uns sehr über das erreichte Ergebnis und möchten gerne im nächsten Jahr für den KYC in der 2. Bundesliga starten. Außerdem wollen wir auch 2020 weiter in der Junioren Segel-Liga antreten. Für das Sichtungstraining im November haben sich bereits 25 Jugendliche angemeldet. Unser Projekt fußt darauf, mit jungen, ambitionierten Seglern anzutreten. Diesen Weg möchten wir mit unserem jungen Team konsequent weiter gehen. Wir würden uns sehr über eine weitere Unterstützung durch unsere Förderer und den KYC freuen.“


Die Crew berichtet:

Nachdem wir Mitte Oktober noch bei Kaiserwetter mit spätsommerlichen Bedingungen das Finale der Deutschen Junioren Segel-Liga am Möhnesee gesegelt waren, fanden wir uns nun bei 10 Grad, wenig Wind und umso mehr Regen in Flensburg, beim DSL Pokal wieder. Pünktlich zum letzten Spieltag hatten wir uns am Möhnesee mit dem KYC-Team für den Pokal qualifiziert.

Nun hieß es schnell eine Crew zusammentrommeln!
Wir, Lasse Kaack (Steuer), Noah Piotraschke (Taktik), Niklas Schubert (Trimm) und Jonathan Knottnerus-Meyer (Vorschiff), haben am Freitag und Samstag noch drei intensive Trainingseinheiten durchgezogen um uns als Team einzuspielen und nochmal fine Tuning zu betreiben. Samstag sind wir nach dem Training nach Glücksburg gefahren und konnten noch an der Abschlussfeier der 1. Segelbundesliga teilnehmen.

Was für einen Kontrast boten die Glücksburger Verhältnisse zu jenen am Möhnesee! Doch auch das durchwachsene Wetter konnte unsere Lust auf den Pokal nicht schmälern. Endlich hatten wir die Möglichkeit uns mit Erst- und Zweitligisten direkt zu vergleichen - und zu zeigen, dass die Juniorenliga sich nicht verstecken muss.

Für den Pokal qualifizieren sich jeweils die ersten drei der ersten und zweiten Liga, sowie vier  Absteiger aus der 2. Liga. Es können sich auch Vereine über Klassenregatten und die Juniorenliga qualifizieren. Da ein Verein nur mit einem Team in der ersten und zweiten Liga vertreten sein darf, reduzierten sich die direkten Konkurrenten um die Aufstiegsplätze auf zehn.
Aber vom Aufstieg war noch keine Rede als wir uns Sonntagmorgen aufs erste Rennen Vorbereiteten. Gemeinsam it unserem Trainer Kai Bertallot hatten wir uns gute konstante Rennen als Ziel gesetzt und wollten dann mal gucken, wo wir letztendlich landen. Wir starteten am Sonntag ganz ordentlich und merkten, dass wir durchaus mit den guten Vereinen mithalten konnten. Bei sehr leichten drehigen Südwinden konnten 3 Flights gesegelt werden.
Der Montag war dann noch herausfordernder, was das Wetter betraf, aber zumindest gab es guten Wind, sodass wir insgesamt auf acht Flights gekommen sind. Am Ende des Events fanden wir uns auf dem 6. Platz wieder und sogar als erster von den zehn Aufstiegskonkurrenten.
Der Schlüssel zum Erfolg war diesmal weniger die Konstanz, als gute Einzelergebnisse. So gelangen uns zwei Rennsiege, einer davon gegen den ansonsten ungeschlagenen späteren Pokalsieger NRV.

Wir im gesamten Juniorenliga Team sind super glücklich, dass wir uns für die zweite Liga
qualifizieren konnten. Auch wollen wir uns bei den Förderern und Unterstützern, sowie allen Mitgliedern des Kieler Yacht-Clubs bedanken, die uns bei diesem Projekt ihr Vertrauen entgegengebracht haben, und hoffen dieses erfüllt zu haben.

Bericht: Jonathan Knottnerus-Meyer
Fotos © Lars Wehrmann & Kai Bertallot/KYC