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Angekommen: Post aus Hobart.

Hallo liebe KYCler!

Drei höchst intensive Segeltage liegen hinter uns, nach rund 78 Stunden sind wir gestern Abend in Hobart von Massen an Zuschauern begeistert im Ziel empfangen worden. Schon das war phänomenal, Segeln hat hier einen völlig anderen Stellenwert als Zuhause.

Nach zunächst sehr gutem Start und tricky Start-Kreuz aus Sydneyharbor hatten wir im Rennverlauf überwiegend raume Winde mit sehr vielen Drehern und vor allem schnell wechselnden Windstärken zwischen 5 und 30 kn. Die erste Nacht hat uns so statt Schlaf viele Spinnaker- und Gennakerwechsel beschert, dadurch konnten wir in den ersten 24 Stunden 235 sm loggen.
Am 2.Tag traumhaftes Segeln unter strahlender Sonne, abends hat uns eine anhaltende Böe von 35-40 kn das Schothorn aus dem Starkwindgennaker A5 gerissen. Der dann gesetzte Sturmspi hat in der sehr kalten Nacht bis zum 3. Morgen durchgehalten bevor der Kopf komplett abgerissen ist. Dafür haben wir die berühmt-berüchtigte Bass-Street mit ganz leichten Winden und teils völliger Flaute passiert. Sehr spannend dabei war die Begegnung mit einem riesigen Wal, der direkt unter der Wasseroberfläche so auf uns zu geschwommen kam, dass wir ein Ausweichmanöver fahren mussten um eine Kollision zu vermeiden. Er ist direkt neben uns aufgetaucht und wäre eindeutig der stärkere gewesen. Ab Fraser Island sind wir über einige Stunden in dickstem Nebel aufgekreuzt bis uns die nächste Front wieder mit Mittelwind von hinten und Sonne schönstes und schnelles Spisegeln beschert hat. Innerhalb von nur 30 Minuten und nur noch rund 70 sm vor dem Ziel hat uns der angesagte Starkwind dann doch noch erwischt, die Stormbay hat mit 3kn Strom und bis zu 50!kn Wind gegenan mit entsprechendem Seegang über Stunden für eine anstrengende Zielkreuz vor der Steilküste von Tasmanien gesorgt. Gerade als wir von nur noch G4 auf die Sturmfock wechseln wollten hat es genauso schnell wieder nachgelassen und so sind wir sind die letzten 20sm bei 3 Bft den Darwent River wieder unter Vollzeug bis ins Ziel mitten in der Stadt aufgekreuzt.
Inzwischen sitzt die gesamte Crew stolz in den ausschließlich für Sydney Hobart Finisher vom Veranstalter verteilten T- Shirts im Cockpit bei Kaffee und Kuchen und genießt den erfolgreichen Abschluss des Rennens. Wir wollten ankommen, das haben wir geschafft, alle sind gesund und munter bis auf viele blaue Flecken und große Schäden gab es auch nicht. Und als besonderes Add on haben wir nach schnellster gesegelte Zeit als erste der reinen Amateurcrews die Ziellinie passiert.
Nach Sylvester segelt LUNATIX mit kleinerer Crew nach Sydney zurück, langfristig dann nach Neuseeland und über Südafrika dann nach Europa zurück und vollendet 2020 damit die Umrundung, die wir in der Kern-Crew mit der RORC-Transatlantik-Regatta im November 2017 begonnen haben.

Mit vielen Grüßen aus Hobart wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr
Martin Lutz
Co-Skipper LUNATIX GER 7475

Yacht online berichtet hier.

Kieler Yacht-Club e.V.

Mit dem bereits von den Gründern 1887 formulierten Ziel, „die Freude am Segeln zu mehren“, steht der Kieler Yacht-Club für eine lange Tradition im Regattasegeln auf höchstem sportlichem Niveau und im anspruchsvollen Fahrtensegeln. Tradition und Zukunft des Segelsports bestimmen das HandeIn im Club. Schwerpunkte der Arbeit des KYC sind die seglerische Ausbildung Jugendlicher und Erwachsener sowie die Organisation hochrangiger Regatta-Veranstaltungen wie der Kieler Woche, MAIOR, YES sowie Welt- und Europameisterschaften in verschiedenen Klassen.

Mit rund 1.400 Mitgliedern ist der Kieler Yacht-Club einer der größten und mit seiner Gründung im Jahr 1887 einer der geschichtsträchtigsten Segelvereine Deutschlands. Zu den Mitgliedern des KYC zählen mehrere Welt- und Europameister und Olympiamedaillengewinner in unterschiedlichen Segelklassen.