Absegeln – um die Wurst nach Eckernförde

Während in Brüssel noch über das Wesen der Wurst diskutiert wurde, machte sich vor Strande eine stattliche Flotte von Yachten unter dem Stander unseres Clubs auf die Jagd nach derselben (in althergebrachter Form). 

Noch wenige Tage zuvor hatte der Fahrtenausschuss mit Sorge auf die Meldeliste geblickt, doch am Samstag, den 20. September segelten dann doch über 20 Yachten in der Strander Bucht auf und ab, um die Startlinie zu suchen. Keine leichte Aufgabe, denn das Startschiff hatte sich an einer anderen als der ausgeschriebenen Regattatonne versteckt. 

Der guten Stimmung am fünf Minuten verschobenen Start tat das jedoch keinen Abbruch. Bei hervorragenden Bedingungen (es wehte mäßig bis frisch aus SSW) und Sonnenschein ging es raumschots über die Linie und zur ersten Wendetonne Kleverberg Ost, von da aus voll und bei zur Tonne Stollergrund Süd und danach in Richtung Ziel am Molenkopf des Stützpunkthafens in Eckernförde, wo die Durchgangszeit mit Beweisfoto an die Wettfahrtleitung geschickt werden musste. 

Die anschließende landseitige Veranstaltung wurde als Joint-Venture mit dem SCE durchgeführt, was den Vorteil einer professionellen Bewirtung mit Shrimps und Getränken bot. Die feste Nahrung für den Hauptgang konnten sich die Crews in Eigenregie auf dem Schwenkgrill zubereiten. 

Wettfahrtleiter Heiner Kramer erschien mit einem randvollen Korb erlesener Wurstwaren, gestiftet von unserem Clubmitglied Marten Freund, dem an dieser Stelle ganz herzlich dafür gedankt sei. 

Wolfgang Altenburger mit seiner Bavaria 410C „Fimate“ waren die Gewinner der Spaß—Regatta, in der „Double handed“ Wertung hatten Martin und Katharina Floß mit ihrer Comfortina 38 „Barlavento“ die Nase vorn. 

Zahlreiche Mitglieder nutzten auch die Möglichkeit über Land anzureisen. Und so wurde es trotz des gegen Abend regnerischen Wetters ein gut besuchter und für manche Crew zwar viel zu schnell vorübergehender, aber „uhrzeitlich“ doch langer Abend. 

Dass es am nächsten Morgen kräftig wehen würde, war schon lange vorhergesagt und überraschte daher niemanden. Bevor es zurück in Richtung Kieler Förde ging, wurde sich auf der Clubterrasse des SCE daher gemeinschaftlich beim Frühstück gestärkt, was manch ein Regattapreis nicht überlebte. 

Der Rest ging schnell. Frischer bis starker Wind aus südwestlicher Richtung bescherte einen guten Rutsch in die verschiedenen Heimathäfen, wo manch ein Eiger anschließend bereits mit der Vorbereitung auf das Winterlager begann. 

Mögen sie alle gut durch den Winter kommen und beim Ansegeln wieder dabei sein! 

Lasse Johannsen

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