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3. Bundesliga-Spieltag auf der Innenförde

Kiel. Sonne, leichter Wind und faire Bedingungen: Die Kieler Innenförde hat sich beim dritten Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga vom 10. bis 12. Juli 2026 von ihrer besten Seite gezeigt. Die jeweils 18 Clubs beider Ligen absolvierten 16 Wettfahrten je Team. Das Kieler Yacht-Club Team verteidigt seinen Anspruch aufs Oberhaus des Bundesliga-Segelns.

Auf dem Vorschiff gab Paul Ingwersen sein Erstliga-Debüt (c) DSBL

Auf sechs baugleichen J/70 pro Wettfahrt liegen die Felder ohnehin eng beieinander – wenige Meter genügen, um die Reihenfolge zu drehen. Bei schwachem Wind gilt das umso mehr. Dann entscheiden Details über die Platzierung: Druckfelder früh erkennen, sauber trimmen, ruhig im Boot bleiben.
An Land bot das Hotel Kieler Yacht-Club den Rahmen – Regattabüro und Teams an einem Ort, vom Steg bis zur Startlinie nur wenige Minuten. Die Seglerinnen und Segler schätzen diesen Austragungsort ebenso wie die Gastfreundschaft der Stadt Kiel. Besonders gefreut hat sich die Deutsche Segel-Liga e.V. als Ausrichter über das Engagement von Gerwin Stöcken, Bürgermeister der Landeshauptstadt Kiel: Er besuchte den Spieltag und nahm an der Siegerehrung teil.

Zwei Pauls für den Kieler Yacht-Club
Der Kieler Yacht-Club (KYC) war mit Kai Bertallot am Steuer, Niklas Schubert als Trimmer, Paul Kübel als Taktiker und Paul Ingwersen auf dem Vorschiff auf der Innenförde am Start. Nach den ersten beiden Spieltagen auf dem Starnberger See ging die Kieler Crew als Tabellen-13. ins Rennen. Ihre letzten Einheiten hatten sie bei kräftigem Wind absolviert.
„Wir sind am Anfang gefühlt gut in die Regatta reingekommen und mussten uns auf jeden Fall nicht verstecken, hatten aber in vielen Situationen einfach eine halbe Länge zu wenig, Kleinigkeiten fehlten. Und Fehler werden in der ersten Liga natürlich extrem stark bestraft“, so Taktiker Paul.
Was die Kieler bremste?
Die Gesundheit und der Faktor Zeit: Erst war der Taktiker angeschlagen, dann erwischte es den Trimmer. Und die vier hatten nicht so viel gemeinsam trainiert, wie sie es sich gewünscht hätten: „Unser Steuermann ist gerade Vater geworden und noch in seinen ersten Jahren als Lehrer, ich bin im praktischen Jahr und entsprechend gerade extrem viel international unterwegs und auch Niklas startet in seinem Job gerade durch“, erzählt Paul Kübel. Sein Resümée zieht er kurz nach dem letzten Rennen, schon unterwegs zum Flieger.
Ein neues Gesicht hatten die erfahrenen Bundesliga-Segler mit an Bord: Paul Ingwersen: „Er hat das extrem gut gemacht, hat ein sehr gutes Debüt gehabt. Das zeigt natürlich auch, dass unsere Jugendarbeit funktioniert“, freut sich Paul Kübel. Sein Namensvetter studiert in Kiel. – Gute Chancen für viel Trainingszeit?
Am Ende des dritten Acts haben die Kieler zwei frische Rennsiege in der Bilanz, beenden den Spieltag als neunte. Damit verteidigen sie klar ihren Anspruch aufs Oberhaus der Deutschen Segel-Bundesliga.

Die Bundesliga-Crews in der Kieler Innenförde (c) DSBL

Ausblick: 4. Spieltag auf der Hamburger Alster
Für die Saisonwertung zählt nicht die Punktzahl eines Spieltags, sondern dessen Platzierung: Der Spieltagssieger erhält einen Punkt, Rang 2 zwei Punkte und so weiter bis Rang 18 mit 18 Punkten. Wer am Saisonende die wenigsten Punkte gesammelt hat, liegt vorn (Low-Point-System).
Mit Kiel ist in der 1. Liga Halbzeit erreicht – drei von sechs Spieltagen sind gesegelt.
Weiter geht es vom 31. Juli bis 2. August 2026 mit dem 4. Spieltag auf der Hamburger Alster.
Er ist als Einzelevent ausschließlich für die 1. Segel-Bundesliga angesetzt; durchführender Verein ist der Norddeutsche Regatta Verein.

Hier geht es zur kompletten Ergebnisübersicht der 1. und 2. Liga (Spieltags- und Saisonwertung):

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