Dun Laoghaire. Mit einem Vorsprung von zehn Punkten sichert sich Ole Schweckendiek aus dem Nachwuchskader des German Sailing Teams den Weltmeistertitel im olympischen ILCA 7. Bei der U21-Weltmeisterschaft in der Dublin Bay setzte er sich gegen 140 internationale Konkurrenten durch. Nach dem Doppelerfolg in der U19- und U21-Wertung 2022 sowie dem WM-Titel in der U19-Klasse 2023 ist das bereits der vierte internationale Titel für den Segler des Kieler Yacht-Clubs.
„Der letzte Tag war ziemlich anstrengend: Ich wusste, dass ich nur noch einen Top 5-Platz zum Sieg brauche. Dann kam der erste Start, viele Startverschiebungen kosteten Nerven. Dann hatten meine beiden härtesten Konkurrenten einen Frühstart. Damit war klar, ich muss nur noch Top 20 fahren. Im Rennen gab es dann viele Winddreher, auf dem Downwindkurs bin ich sogar noch gekentert. Das hat das Ganze ein bisschen spannend gemacht. Im letzten Rennen hab ich dann nochmal Vollgas gegeben“ – erzählt der 20-jährige Kieler direkt nach den Rennen. Er ist auf den Punkt gesegelt und hat sich den Sieg gesichert.
„Es war noch mal ordentlich knapp. Aber es hat Spaß gemacht: Gewonnen! Insgesamt bin ich eine sehr gute Serie gesegelt – bis auf die letzten beiden Rennen – kann eigentlich stolz auf mich sein. Das Training zahlt sich aus. – Ziel erreicht: Ich bin zum zweiten Mal U21-Weltmeister geworden – ich freue mich“, so Ole weiter.
Für Ole Schweckendiek markiert der Titel den krönenden Abschluss seiner Junioren-Karriere im olympischen ILCA 7. Ab kommenden Jahr startet er in der Seniorenwertung.
„Ich freue mich sehr für Ole. Die Art und Weise, wie er die Meisterschaft bestritten hat, zeugt von einer Reife und einem taktischen Verständnis, die weit über sein Alter hinausgehen“, sagt Dom Tidey, Headcoach des German Sailing Teams. „Ein Sieg auf diesem Niveau in einer so starken Flotte ist ein klares Zeichen dafür, dass wir einen weiteren echten Medaillenanwärter in unserem System haben.
Text: Carina Wegner
Foto: David Branigan/Oceansport