Von den Azoren zum europäischen Festland

10. Juli 2009, La Coruna, Galizien

Am Dienstag machten wir uns auf den Weg nach La Coruna. Statt der angesagten 10 Knoten Wind, schepperte es plötzlich mit bis zu 35 Knoten von vorn. Das veranlasste uns, den Versuch, Finisterre in einem Rutsch zu umrunden, abzubrechen und in einem kleinen Fischernest an einem hübschen Ria Unterschlupf zu suchen. Am folgenden Tag sah es zunächst besser aus. Vorhergesagt waren mal wieder deutlich unter 20 Knoten aus Nordost. Durch die Erfahrung des Vortags gewarschaut, verliessen wir den schützenden Ria mit zwei Reffs im Gross und G4. Dies erwies sich als goldrichtig, denn - man glaubt es kaum - es gab wieder auf die Schn... . Doch diesmal gaben wir nicht auf und umrundeten Kap Finisterre in einer 24-stündigen Kreuz. Seit gestern morgen liegen wir glücklich im Hafen von La Coruna. Heute waren wir in Santiago de Compostela. Morgen finden die drei schönen Wochen ihr Ende und es geht heim nach Kiel...

6. Juli 2009, Baiona, Galizien
E
in Kurzschluss in der Verkabelung der Navianzeigen in der Steuersäule verzögerte unsere Abreise aus Ponta Delgada, aber am Montag abend ging es dann los. Mäßige Winde aus vorherrschend westlichen Richtungen und sonst alle Erscheinungen die die Wetterküche zu bieten hat, haben uns in sechs Tagen und 917 Seemeilen in Baiona ankommen lassen. Eigentlich fehlten für eine flotte Reise immer nur fünf Knoten Wind. Auf den letzten 70  Meilen gab es dann aber doch noch die ersehnte Rauschefahrt... Das Zitat von Thorsten Maas beschreibt unsere Atlantik-Passage treffend. Doppelt so viel los war dann doch, als uns ein entgegenkommender Fahrensmann mit seiner Yacht auf gut der halben Strecke in der Nacht in nur 50 Metern Entfernung meinte passieren zu müssen. Jetzt genießen wir aber erst einmal unseren Landfall mit ordentlich "Estrella Galicia" und "Mariscos" in der malerischen Altstadt von Baiona. Nach dem heutigen Badestopp auf der Isla de Cies werden wir morgen nach Norden aufbrechen...

28. Juni 2009, Ponta Delgada, Sao Miguel
Die Wettervorhersage ließ uns mit der Überfahrt noch eine Nacht in Angra abwarten. Sogar die Hafenparty versank im Dauerregen. Am Freitag brachen wir dann aber auf. Mit 18 Knoten Wind aus NNE und Sonnenschein rauschten wir nach Sao Miguel. Den Samstag verbrachten wir mit den Vorbereitungen für die Überfahrt nach Porto. Die Insel ist auch bei Regen und Nebel sehr beeindruckend, wie wir auf unserer heutigen Rundfahrt mit dem Mietwagen entdecken durften. Nach unsichtbaren Vulkankratern, stinkenden Schwefelquellen und Teeplantagen landeten wir auf der Suche nach der berühmten Ananasplantage in einer Prozession wohl zu Ehren der "Nossa Senhora da Pinha" - der Schutzpatronin der hiesigen Ananaspflanzer. Gerade lesen wir den Wetterbericht für die kommenden Tage und überlegen, welchen Lichtschutzfaktor wir auflegen sollen.
Mehr dann aus Porto...

25. Juni 2009, Angra, Terceira
Nach einer sonnenreichen und windarmen Überfahrt nach Terceira liegen wir nun im Hafen von Angra. Das Unesco-Weltkulturerbe feiert hier 10 Tage lang das Fest des Heiligen Johannes. Ordentlich Böllerschüsse und Rockmusik unterhalten uns Tag und Nacht. Dank Seegang im Hafen rockt die Arndt gleich mit... Heute gibt es den obligatorischen Stadtrundgang. Später wollen wir dann weiter Richtung Ponta Delgada...

23. Juni 2009, Horta
Nach problemlosem Flug von Hannover nach Lissabon, Stopover dort bei 36 Grad Hitze und Sonntag Weiterflug nach Horta, haben wir uns auf der Arndt eingerichtet. Das Schiff haben wir in Topp- Zustand von der Vorcrew übernommen. Dankeschön!
So konnten wir Montag das geplante Programm anpacken. Eine ausgiebige Erkundung von Flora und Fauna der Insel (Faial).
Heute (Dienstag) stand das obligatorische Whale- Watching auf dem Plan, und es wurde ein riesiges Erlebnis. Mehr als zwanzig Pottwale tummelten sich in nur zwei Stunden vor uns im Wasser. Toll!
Verschweigen wollen wir nicht den einen oder anderen Drink in Peter's Cafe Sport, bei dem jeweils ein ereignisreicher Tag ausklingt. Und so langsam denken wir daran, in andere Bereiche des Azoren- Archipels zu verlegen. Wir wollen ja ein bisschen rumkommen, bevor es wieder in Richtung Europa geht für die Arndt..