Sommerreisen 2010 - Arndt und Aegir

Sommerreise 1 auf der SY „Arndt“: Stockholmer Schärengarten und „Gotland Runt“, (26.06-17.08.2010).

Crew: Thorsten Maas (Schiffsführer), Jan Focken Oswald, Jessica Schneider, Grant Greenall, Samir Zoubie, Julia Franke, Arne und Marion Krüger
   
    Nach dem Langstreckenunternehmen Kiel-Azoren-Kiel des letzten Jahres und dem anschließenden Refitting ließen wir es mit der Arndt in diesem Jahr etwas ruhiger angehen. Wir begaben uns heuer Richtung Ostschweden. Der erste Teil der Reise begann mit einer Überführungsfahrt nach Stockholm. Danach nahmen wir am „Gotland Runt“-Rennen teil, um abschließend die Stockholmer Schärenlandschaft bei einem gemütlichen „Island-Hopping“ zu genießen.
   Es sei eingangs erwähnt, dass die Wetterlage nicht nur dann einer epischen Berichterstattung wert ist, wenn die Bedingungen ausgesprochen widrig sind und Crew und Boot alles abverlangen. Nein, auch dann, wenn die Sonne vom Himmel brennt und alles super erscheint, dies aber Umstände sind, die man zum entsprechenden Zeitpunkt nicht haben möchte, wird zwangsläufig über das Wetter lamentiert, wie der geneigte Leser noch sehen wird.
   Die Reise begann in Kiel. Das ist selbstverständlich, erklärt aber unsere erste Havarie. Die Begegnung mit dem Diesel in der Bilge. Wir machten einen Tankstop in Strande. Die Festmacher wurden am 27.06.10, Punkt 16.00 h, auf den Klampen der Yachttankstelle belegt. Achtelfinale Deutschland/England! Da es der Tankwart eilig hatte, wieder vor das Fernsehgerät zu kommen, bunkerten wir in nur 3-4 Minuten 104 Liter Diesel. Wie wir erst später bemerkten, hielt der Einfüllstutzen dieser Druckbetankung nicht stand. Ein Teil des Kraftstoffs schwamm in der Bilge. Das sorgte im Laufe der Reise mindestens dreimal für Spaß beim Bilgeputzen in glühender Hitze. Immerhin war es ein schöner Trost, dass unsere Jungs den Erzrivalen vom afrikanischen Kontinent kegelten.
   Der erste Teil der Reise blieb im Wesentlichen ereignislos. Es zeigten sich jedoch bereits jetzt schon zwei Dinge ab: Zum einen wurde in Kalmar durch Michelles frühen Abschied die Crewbörse eröffnet – eine derartige Fluktuation in der Crewzusammensetzung habe ich noch nicht erlebt – andererseits zeigte uns Rasmus durch eine totale Flaute in der Hanö-Bucht, dass es zu Sonnenschein nicht zwangsläufig auch Wind geben muss.
   Ohne weitere Verluste erreichten wir Stockholm. Jan-Dirk Tenge hat mir am Telefon von einer Abkürzung an Nynäshamn, Dalarö und Saltsjöbaden vorbei erzählt, die wir ausprobieren wollten. Diese erwies sich als total enger Kanal mit einer angegebenen Wassertiefe von 2,70 m, an dessen engsten Stelle man sich nicht begegnen konnte. Dafür kamen wir aber fast direkt in Stockholm raus. Und weil es so schön war, haben wir diesen Weg am Ende der Reise noch mal genommen.
   Jetzt ging mit Saskia ein weiteres Crewmitglied von Bord. Glücklicherweise kam unser hochaufgeschossener englischer Kumpel Grant mit eigenem Auto hier hoch. Der holte dann auch Samir und Julia vom Flughafen ab, weshalb wir wieder gut besetzt waren. Grant organisierte uns Plätze für das Viertelfinale in einem Irish Pub ganz in der Nähe des Vasahafens. Sein Herz schlug nun für Deutschland. Argentinien wurde von der unserer Elf deklassiert und nach Hause geschickt. Von Jo´burg nach Buenos Aires sind es ja nur wenige Flugstunden. Getragen von der Euphorie des Sieges genossen wir Stockholm bei Nacht.
   Am nächsten Tag fuhren wir nach Bullandö, wo Grant zuvor sein Auto abgestellt hatte, und begannen mit den Regattavorbereitungen. Es waren mäßige Winde angesagt weshalb wir uns nahezu der kompletten Sommerreiseausrüstung entledigt haben. „Pütt un Pann“ landeten in Grants Auto. Weil der aber keinen 7,5-Tonner fährt, ging auch einiges in die Hütte von Ulli Münker, der auch da war. Jetzt waren es nur noch 10 Meilen bis Sandhamn. In freudiger Erwartung machten wir uns auf den Weg und konnten bei Ankunft nur über das Chaos staunen: Da wurden einfach dreihundert Boote kreuz und quer in großen Päckchen in den Hafen gelegt und dennoch funktionierte alles. Jeder kam irgendwie unter. Wo vorher kein Platz war, öffnete sich auf einmal eine Lücke und schwupps! – da war der Volvo-Oceanracer auch schon verschwunden. Wir lagen neben der brandneuen „Haspa“ des HVS und feierten mit der Crew, die uns das Boot zeigte, dessen Navi-Ecke weniger an die Christliche Seefahrt als an Star Wars erinnerte. Die Nacht endete im Clubhaus des KSSS.
   Tags darauf warteten wir auf unseren Kameraden Jens-Otto, der aus familiären Gründen an der Regatta nicht teilnehmen konnte. Dieser Verlust wurde hinreichend durch Spongebob ausgeglichen. Spongy ist aufblasbar und sorgte daher für keine allzu große Zunahme des Crewgewichts.
   Dann begann die Regatta. Der Anfang eines dreitägigen Dramas! Vor unserem Start herrscht komplette Flaute. Man musste befürchten, dass die vorherige Gruppe bei unserem Startschuss noch auf der Linie rumdümpelt. Glücklicherweise regte sich unmittelbar bevor es losging ein leichtes Lüftchen, was einige Teilnehmer jedoch nicht davon abhielt für Chaos zu sorgen. Ein Mitkonkurrent machte regelwidriger Weise seine Maschine erst eineinhalb Minuten vor dem Start aus und verlangte mit dem Rest an Fahrt Raum, wo keiner war. Ein anderer kam dem Pulk steuerbordbugs auf der Startlinie entgegen und verschaffte sich Raum, wo nun wirklich gar keiner mehr war. Durch Rücksichtnahme schafften es alle Boote letztlich unbeschadet über die Linie. Wir waren ganz vorn mit dabei! Doch das sollte sich schnell ändern.
   In den letzten Jahren hat sich die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen deutlich verbessert. Wettermodelle wurden genauer, die Erhebung meteorologischer Daten verfeinert, die Wetterstationen weltweit miteinander vernetzt und neue Satelliten ins All geschossen. Warum sind die Herren Meteorologen unter solchen Voraussetzungen nicht dazu in der Lage, für eine dreitägige Regatta zutreffende Prognosen aufzustellen. Weder stimmten Aufenthaltsort noch Stärke oder Richtung des Windes. Es wurde vorausgesagt, man müsse mit wenig Wind rechnen, dass dieser aber stärker als im Vorjahr blasen würde. Warum standen wir dann wieder und wieder und wieder in der Flaute? Konnte es im Vorjahr noch schlimmer gewesen sein? Es hieß, man solle sich vom Land fernhalten. Wo war am Ende der Wind? Unglücklicherweise in Landnähe. Sorry! Für den letzten Abend schließlich wurde als vorherrschende Windrichtung Südwest vorhergesagt. Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass wir auf eine leichte Brise aus Nordost trafen. Spitze! So fuhren wir von einer Flaute in die nächste und am Ende auf den vorletzten Platz in unserer Gruppe. Es war ein kleiner Trost, dass wir den Untergang unserer Nationalelf gegen Spanien nicht miterleben mussten.
   Die Siegerehrung und die Feier danach waren trotzdem schön. Man fragt sich, warum der KYC eine so runde, nette und insgesamt familiäre Veranstaltung nicht auch zustande bringt. Das Potential wäre doch zweifellos vorhanden. Deutschland hat das B-Finale gewonnen!
   Nach der Regatta ging es wieder nach Stockholm. Zwischenzeitlich wurde das Reiseequipment wieder an Bord genommen. Wir holten Arne und Marion ab und fuhren noch eine ganz entspannte Woche durch die Schärenwelt. Das Wetter war gut. Manchmal brannte die Sonne vielleicht etwas zu heiß.
 

Sommerreise 2 auf der SY „Arndt“ (24.07. – 07.08.2010)

Crew: Ulf Petersen, Günter Renner, Heiner Kramer, Elke Necker, Regine Frank und Rainer Kraatz

   An eine Sauna im Hochsommer kann man sich gewöhnen, besonders wenn sie so schön gelegen und großzügig ist wie die in Mariehamn. In den Pausen zwischen den Aufgüssen Schiffe ansehen, gestärkt mit einer Dose finnischen Biers extra für diesen Zweck besorgt, das lässt sich aushalten. Und wir sollten noch einmal auf diese Sauna zurückkommen, diesmal nach einem sehr nassen und windigen Segeltag. Doch der Reihe nach.
   Mariehamn war der erste Hafen nachdem wir am 24. Juli die Arndt im Vaasahafen von Stockholm übernommen hatten. Nach zwei Schärenstopps machten wir den kurzen Sprung rüber zu den Alands, das Ziel war durch diese Schärenlandschaft bis nach Turku oder vielleicht Uusikaupunki zu tingeln. Doch der beständige warme Sommer wich gerade ziemlich zickigem Wetter, uns wurde von einigen Tagen Starkwind über herrliches Sonnenwetter bis zu dicker Nebelsuppe das ganze Programm geboten. Aber auch das hatte seinen Reiz, wir haben großartige Häkelmanöver an den Schären hingelegt wenn der Wind ständig seine Richtung änderte aber unvermindert mit 20 bis 25 Knoten blies. Dann galt es neue Leinen an Bäumen und Schärenhaken auszubringen oder das Schiff vielleicht kurz um die nächste Ecke zu verholen. Denn wir wollten doch das frisch lackierte Bäuchlein der Arndt in respektvollem Abstand zu den Felsen halten, was auch gelang.
   Nur Finnland konnten wir uns abschminken, dafür war das Wetter zu unbeständig und wir hatten ja nur knapp zwei Wochen Zeit. War aber nicht schlimm, uns Stand eh mehr der Sinn nach Natur und Schären und davon gibt es in den Alands reichlich. Ganz wunderschön und viel einsamer als vor Stockholm, zumindest was die zweibeinigen Bewohner betrifft. Nachts ausgebrachte Netze vor Luken und Niedergang hielten die anderen Schärenbewohner weitgehend in Schach.
   Es ist einfach ein Genuß mit einem so toll segelndem Schiff durch die Schären zu fahren. Ein echter Hingucker wie uns die Blicke all der überholten Yachten bedeuteten. Langsam segeln geht nicht, es sind immer gleich 5 kn auf der Uhr, gerne auch mal 7 und mehr, selbst bei kleinen Segeln. Einen unvergesslichen Tag bescherte uns in der zweiten Woche Südwind um 25 kn, bei dem wir nur mit der G 4 ganz flott ein großes Stück zwischen den Schären aufkreuzten, um nachmittags abfallen zu können und mit Rauschefahrt zum zweiten Mariehamn Stopp zu laufen. Wir haben es gerade noch vor Saunaschluss geschafft, siehe oben. Für die Navigatoren (wir haben das immer zu zweit gemacht) waren solche Tage eher unentspannt. Da muss man schon höllisch aufpassen und es bedarf einiger Übung die vorbei fliegende Landschaft mit der Kartendarstellung in Einklang zu bringen.
   Die Schärentage vergingen dagegen sehr faul und gemütlich. Die meisten wagten sich morgens vor dem Frühstück ins Wasser, das aber nicht mehr als 18, bestenfalls 19 Grad zu bieten hatte. Die Hängematte zwischen Mast und Vorstag war ein beliebter Rückzugsort, und dann waren da natürlich die täglichen Highlights wenn Günter und Rainer abends mit den Essensvorbereitungen begannen. Was eigentlich ein Wettbewerb zwischen zwei Meistern ihres Fachs zum Wohle der Crew hätte werden können entwickelte sich durch subtil abgestimmte Kooperation der beiden zu wirklichen Spitzenmenüs, begleitet von leckeren Weinen handverlesen von Günter. Erstaunlich, was in einer einfachen Bordküche möglich ist, allein der Blick in die Gewürzsammlung bringt tausend Fragezeichen in die Augen des uneingeweihten Betrachters.
   Wir verließen die Alands etwas wehmütig, denn allzu schnell nahte der Crewwechseltermin in Stockholm. Es wurde noch einmal spannend, denn dichter Nebel umhüllte uns auf der Überfahrt und erst das Radar brachte Klarheit in die schwer zu ortenden Motorengeräusche des regen Fährverkehrs. Wir wählten den Weg durch den engen und landschaftlich fantastischen Blidösund Richtung Sandhamn. Platz reserviert? Der freundliche Empfang durch das Boot des KSSS vermittelte dann einen Platz im gegenüber gelegenen Lökholmen. Klasse, erst hatten wir Bedenken wegen des Tiefgangs, aber in der ersten Bucht sind 4 Meter Wasser und Arndt bekam einen Platz ganz innen zugewiesen. Rückwärts einparken, alles gut.
   Sandhamn gehört einfach dazu. Gut bekannt und geliebt von vielen früheren Reisen hat es eine wunderschöne Mischung aus Segelmekka auf hohem Niveau und beschaulicher Astrid Lindgren Atmosphäre etwas abseits vom Trubel. Der letzte Segeltag verwöhnte mit Sonne und Halbwindsbriese bis nach Stockholm. Ein letzter Badestopp, Segel runter, treiben lassen, genießen.
   Was Segelmanöver, anspruchsvolle Navigation und Schärenhäkeln betrifft haben alle etwas dazu gelernt bzw. Sicherheit gewonnen. Insofern war die Reise eine schöne Mischung aus Ausbildung und entspanntem Segelurlaub.
     

Mit der SY „Aegir“ in die westschwedischen Schären

   Vom 24. Juli bis 8. August führte die diesjährige Sommerreise der Aegir die Crew um Jan-Dirk Tenge, Gerda Schliemann, Tanja Koch, Philipp von Trotha und Christian Jenne nach Westschweden und zurück. Nach dem Ausrüsten für die kommenden zwei Wochen, fehlte am Samstag eigentlich nur noch genügend Diesel im Tank, den wir an der Yachttankstelle Strande bunkern wollten. Beim Ablegen dort stellte sich aber heraus, dass die Maschine keine Befehle mehr entgegennehmen wollte, so dass wir in einem Allemannsmanöver mit langen Leinen das Schiff erst einmal am Brückenkopf neben der Tankstelle festmachen mussten. Die Fehlerursache ergab einen gerissenen Bowdenzug, der nach Absprache mit dem Techniker am Sonntagmittag würde repariert werden können. So wurde Strande unser erster Reisehafen.
   Danach ging es am Sonntagnachmittag aber endlich los. Eine Backstagsbrise mit gut 20 Knoten sorgte für eine schnelle Reise, so dass wir nach genau 25 Stunden im Hafen von Anholt festmachen konnten. Nach einem Übernachtungstop mit Baden am herrlichen Sandstrand setzen wir unsere Reise in Richtung Marstrand fort. Im Laufe des Tages verwandelte sich das Kattegat jedoch in einen riesigen ölig glatten Spiegel, der unter Segeln kein Fortkommen mehr versprach. So bogen wir für die Nacht unter Maschine ab und steuerten den Fischerhafen von Styrsö-Sandvik an.
   Über das innere Schärenfahrwasser ging es nun nach Marstrand. Für das Anlaufen entschieden wir uns für den wunderschönen Albrechtssundskanal, der von Südosten kommend rückseitig in die Stadt führt. Nach einem Abendessen im Marstrands Värdshus und einem Absacker auf der Terrasse des Societätshuset brachen wir den nächsten morgen nach Smögen auf. Diesmal stand wahrhaftig genügend Wind ins Haus. Mit Böen von über 30 Knoten kreuzten wir gen Norden. Gegen späten Nachmittag gesellte sich noch Regen dazu, so dass die Einfahrt von Smögen selbst auf eine Entfernung von einer halben Meile nicht optisch zu erkennen war. In dem gut gefüllten Hafen wies uns der Hafenmeister einen Liegeplatz ganz in der hintersten Ecke zu, der dafür angesichts des sich fortsetzenden Wetters hinter hohen Felsen recht heimelig war. Noch in Ölzeug und durch den strömenden Regen setzte ich mich in Richtung auf das nächste Fischgeschäft in Bewegung und konnte kurz vor Ladenschluss noch ein paar Rotzungen ergattern. Diese brauchten nicht lange zu warten, bis sie nach dem ungemütlichen Segeltag eilig verputzt waren.
   Am folgenden Tag wagte sich kaum jemand aus dem Hafen, es sei denn, Motorboote mit entsprechender Schlechtwetterverkleidung. So setzten wir dann nach langsamer Wetterberuhigung die Reise nordwärts über den Sotenkanal und den Hamburgsund nach Fjällbacka fort. Der Wind kam immer noch mit strammen Stärken jetzt aus Süd, was uns nur unter Genua 4 immerhin noch 5-6 Knoten bescherte. Als wir am Abend in Fjällbacka festgemacht hatten und durch die Kungsklyftan den Vetteberg bestiegen hatten, stand auch schon Christian auf der Pier, der hier einsteigen sollte, da Philipp sich wieder auf den Weg an den Schreibtisch machen musste.
   Für den Rückweg hatten wir so die Chance für Christian ein touristisches Eilprogramm Westschweden abzuspulen. Es ging also wieder zurück durch Hamburgsund und Sotenkanal nach Smögen. Dort auf einen kleinen Zwischenstopp zum Mittagessen eine Portion Krabben an der Hafenpier und dann weiter nach Gullholmen, das wir am Abend erreichen sollten. Wieder war der Wind fast eingeschlafen und das hübsche Örtchen präsentierte sich besonders idyllisch in der Abenddämmerung.
   Die vorhergesagte Windrichtung bestimmte nun klar die Entscheidung auf die dänische Seite zu verlegen, so dass wir von dort die Rückreise erst über Skagen und Grenaa und dann weiter über Ebeltoft, den idyllischen Hafen Snaptun bis nach Middelfahrt fortsetzten. War die Strecke von Skagen bis Grenaa noch eine Rauschefahrt mit über 10 Knoten gewesen, so verließ uns der Wind ab Middelfahrt endgültig und sollte auch bis Maasholm nicht mehr in segelbare Größenordnungen auffrischen. So ankerten wir im Gamborg Fjord südlich von Middelfahrt und reihten uns in die motorende Armada im kleinen Belt südwärts ein.
   Nach einem Tankstopp in Aarösund und einem Badestop vor der Einfahrt in den Alsenfjord entschlossen wir uns, nach der Brücke in Sonderburg vorsichtshalber gleich bis nach Maasholm durchzufahren. Es muss jeder seinen Fischteller leergegessen haben, denn für die restliche Strecke zurück nach Kiel bescherte uns Petrus doch noch einmal etwas Wind, so dass wir unseren letzten Reisetag noch unter Segeln genießen konnten. Am späten Sonntagnachmittag waren Schiff und Besatzung wir nach abwechslungsreichen 14 Tagen wieder wohlbehalten in Kiel.
   

Bilder der Törns