Von Lissabon zu den Azoren mit Marco Biallek und Crew

Sonntag, 21. Juni 2009, Horta/ Faial
Leider geht es für uns morgen per Flieger nach Hause. Die letzten drei Wochen waren einfach einmalig. Der Atlantik mit seiner langen Dünung, nachts mit seinem Meeresleuchten und am Tage mit den Delfinen und Walen als seine ständigen Begleiter.
Am Freitag erkundeten wir Pico und den höchsten Berg Portugals. Die Insel war grün und eher dünn besiedelt, als Besonderheit standen ein Walmuseum und eine alte Walfangstation auf dem Programm.
Heute hieß es dann reinschiffmachen. Leider kam uns beim eifrigen Malen des Clubstanders auf der Kaimauer, was für einlaufende Yachten zur Verewigung in Horta Pflicht ist, heftiger Regen dazwischen. So werden die späten Abendstunden und das Morgengrauen kurz vor Heimflug für die Fertigstellung der Wandmalerei herhalten müssen.
Die Reise von Lissabon ueber Madeira zu den Azoren war einfach ein unvergessliches Erlebnis und die ARNDT eine treue Begleiterin auf dem 1400-Meilentörn.  
Wir wünschen den nachfolgenden Crews eine ebenso schöne und ereignisreiche Reise.

Donnerstag, 18. Juni 2009, Horta/ Faial
Die Arndt-Crew grüßt von ihrem Ziel auf den Azoren. Schiff und Crew sind wohlauf.
Gestern vormittag haben wir unser Ziel nach einer Kreuz von fast 90 sm bei Schauerwetter endlich erreicht. Die Crew war danach erst mal ruhebedürftig, so daß wir gestern nichts zu berichten hatten.
Heute haben wir die Insel, wieder mit  Auto bzw. Motorroller, erkundet. Die Pläne sehen noch einen kurzen Besuch auf Pico am morgigen Freitag, sowie "Klarschiff" am Sonnabend vor, bevor wir dann am Sonntag unseren Heimflug antreten werden.

Montag, 15. Juni, Terceira
99 sm und 20,5 Stunden später nach Geduld fordernden Flauteperioden haben wir Angra do Heroismo auf Terceira um 6.00 Uhr morgens errreicht. Die Hauptstadt der drittgrößten Azoreninsel ist zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden; zu Recht. Wunderschön mit seinen Kirchen in den verschiedenen leuchtenden Farben gepaart mit einem herrlichen Naturhafen und einem Badestrand.
Nach einem erfrischenden Bad im Atlantik ging es zum Sightseeing in die Stadt und mit Rollern auf Erkundungstour. Der erste Eindruck faszinierte. Im Vergleich zu Sao Miguel schien alles etwas lieblicher zu sein.
Der morgige Tag wird weitere Eindrücke liefern, die weitere Tagesplanung verlegen wir in eine schöne Taverne.

Sonntag, 14. Juni, Ponta Delgada
Die Arndt-Crew hat heute ihren letzten Tag auf Sao Miguel verbracht und die Erkundungen des Vortages weiter ausgedehnt. Unter anderem gehörte der Doppel-Kratersee Lagoa Verde und Lagoa Azul zu den Zielen. Eine Wanderung entlang des Kraterrandes bescherte fantastische Blicke auf den gesamten Krater. Des weiteren führte die Tour auch noch zu einem Badestopp an einem Lavasandstrand und natürlichen Pools, die regelmäßig von der Brandung mit frischem Wasser gefüllt werden. Morgen früh werden wir dann nach Terceira aufbrechen, von wo wir uns dann wieder melden werden.

Freitag, 12. Juni, Ponta Delgada
Am Donnerstagmorgen um 10.00 Uhr hieß es Land in Sicht, Ponta Delgada auf Sao Miguel war nach gut 80 Stunden Rauschefahrt, teils gegenan und teils mit halbem Wind erreicht. Der Atlantik zeigte sich diesmal von seiner ruppigen Seite, bescherte uns aber für die 630 sm eine Durchschnittspeed von knapp 8 kn. In Ponta Delgada machten wir in der neuen Marina  zusammen mit zahlreichen Teilnehmern der ARC Europe fest. Die Arndt segelte sich ordentlich nass, so dass Lüftung und Heizung notwendig waren.
Es war Fronleichnam, und wir konnten zahlreiche Prozessionen und Feuerwerke beobachten.
Heute ging es mit Mietwagen und Motorroller über die Insel. Die Sonne schien und ließ die Kraterseen besonders türkisblau leuchten. Ein anschließendes Bad in einer Termalquelle mitten im Farnenwald erfrischte uns. Die Küstenstraße war atem- beraubend mit ihren steilen Klippen und saftig-grünen Weiden. Eine Teeprobe auf einer typischen Teeplantage sowie frischer Ananassaft auf einer Ananasfarm waren ein Muss.
Nun geht es in eine urige Taverne um den Tag ausklingen zu lassen.

Sonntag, 07. Juni, Funchal
Am Freitagabend zog es uns nach längerer Suche in der Altstadt von Funchal in ein kleines uriges Fischrestaurant. Der Wirt und seine Frau schmissen den kompletten Laden zu zweit, inklusive Küche wohl bemerkt. So verwunderte es auch nicht, dass man anfangs mit sechs Personen nicht gerade mit offenen Armen empfangen wurde. Zwei Gerichte standen zur Auswahl: Fisch mit Muscheln satt oder Meeresschnecken mit Fisch satt und alles natürlich mit viel Knoblauch. Es war einfach nur köstlich und es wurde ein langer Abend.
Am Samstag ging es per Seilbahn in die Berge von Funchal und entlang der Levadas in ein schönes Teehaus mit sagenhaftem Blick über den Hafen von Funchal. Am Abend stand der Mietwagen dann bereit, und es wurde sich erneut verproviantiert. Fischrestaurant zum Abschluss.
Heute morgen klingelte dann der Wecker schon um 7.00 Uhr, es ging mit dem Auto ins Gebirge, um rechtzeitig vor der Wolkenbildung eine Wanderung auf dem Pico do Arieiro in 1800 Metern Höhe durchzuführen. Der Blick reichte über die gesamte Insel. Nach anschließender Erkundung der Nordküste ging es dann zurück zum Hafen. Hier bereiten wir uns auf den bevorstehenden Nachttörn mit Reiseziel Azoren vor und

Freitag, 05. Juni, Funchal, MadeiraHaben heute um 14.30 Uhr Ortszeit in Funchal auf Madeira festgemacht. Die ursprünglichen 530 sm haben sich durch anfänglich schwache bis mäßige Winde von vorn deutlich vermehrt. Die Sonne schien fast ununterbrochen. Delfine und Wale waren besonders die ersten drei Tage unsere ständigen Begleiter. Die letzten zwei Tage bliess es sehr wechselhaft aber gelegentlich auch mal etwas kräftiger, so dass auch das Speedometer oft über die 10 Knoten reichte. Die ARNDT segelt in der langen Atlantik-Dünung einfach klasse, und zu den Wachwechseln wird das Rad oft nur ungern aus der Hand gegeben. Heute Abend steht ein Restaurantbesuch auf dem Plan mit frischem Fisch und leckerem Wein. Die Müdigkeit steckt uns allen zwar noch in den Knochen, aber die Blumeninsel Madeira ist einfach zu reizvoll, um in die Koje zu fallen. 

Sonntag, 02. Juni, Lissabon
Touch down am Samstag (30.05.) 08.30h in Lissabon  +++ Wurden von der Biskaya- Crew mit Kaffee und Gebaeck empfangen +++  Die Arndt in einem super Zustand uebernommen +++  Herzlichen Dank nochmal +++ Am Nachmittag verproviantiert und  den Abend im Cockpit mit Rotwein ausklingen lassen +++ Heute dann Sightseeing bei 29° C: Castello und Altstadt +++ Wunderschoen! +++ Um 20.00 h hiess es:" Leinen los!". Fahren jetzt in die Nacht hinein mit Kurs Madeira.

Anmerkung der Redaktion: Zur Crew gehören Katja Treichel, Regine Frank, Hans Heiner Kramer, Harald Döge und Ulf Petersen

Bildimpressionen