Sommerreise der Aegir vom 12.07. bis 26.07.2008

Stockholm-Stockholm

Crew: Arne Krüger, Samir Zoubie, Marion Frahm, Julia Franke

Um 21:30 Uhr stoßen Julia und Samir aus Berlin zu uns nach Kiel. Dank Arnes Staukünsten passt dann auch tatsächlich alles in ein Auto. Nach 12 Stunden fahrt kommen wir erschöpft aber glücklich in Stockholmer Hafen Navishamnen an. Jens-Otto und seine Crew empfangen uns. Die Übergabe und das Stauen gehen schnell voran, sodass wir unsere ausgezehrten Mägen endlich mit dem traditionellen Gyrosessen füllen können. Unser welcome Essen liegt uns so schwer im Magen, dass wir unser geplantes Stockholm Sightseeingprogramm zum Ende der Reise verlegen.

Sonntag 13.07. Stockholm-Sandhamn

Wetter: W 2-3, später SW 4-5, leicht bewölkt
Um 10:30 Uhr setzen wir zum ersten Mal die Segel und stecken den Kurs durch die Stockholmer Schären Richtung Sandhamn ab. Wir reservieren telefonisch in Sandhamn einen Liegeplatz, damit wir einen besonders schönen Liegeplatz am Clubhaus erhalten. Man sollte die Schiffsbreite der Aegir nicht überschätzen, mit ein bisschen Quetschen passt sie auch in eine 1,5m breite Lücke, aber dafür direkt vorm Clubhaus. Von dort aus kann man direkt beobachten, wann es sich lohnt, zur Party im Clubhaus zu gehen.

Montag – Mittwoch 14.-16.07. Sandhamn-Visby

Wetter: SW 2-3, SSW 4, W 6
Um 13:00 legen wir in Sandhamn ab. Der Wind kommt daher, wo wir hin wollen. Erst gegen Nacht haben wir den Anlieger Richtung Visby. Wind und Wellen werden mehr. Das ist gut fürs Etmal. Kurz vor der Hafeneinfahrt von Visby überbringt Julia Neptun eine Opfergabe. Ankunft um 6:30 Uhr in Visby nach gut 17 Stunden Fahrt und 125 sm, zum Frühstück gibt es Spagetti mit Tomatensoße. Am 16.07. mieten wir uns ein Auto beim Hafenmeister, um Gotland und Farö zu erkunden. Auf Gotland gibt es keine Schafe. Nur auf Farö finden wir endlich welche. Visby ist das Keitum von Schweden, sehr große Yachten mit sehr hübschen Blondinen. Wir vermuten, dass die Blondinen hier geklont werden. In Visby wird jeder Tag gefeiert als sei es der letzte Tag im Leben eines Schweden.

Donnerstag 17.07. Visby-Sparöbucht

Wetter: W 4, SW 6 später W 4
Ablegen 11:10 Uhr aus Visby mit GIII und Reff geht es zu unserem ersten Schären Ankerplatz in die Sparöbucht. Die Gewitter ziehen um uns herum. Nur ein kurzer Schauer trifft uns, ansonsten Segeln bei Sonnenschein.
Erster erfolgloser Angelversuch.

Freitag 18.07. Sparöbucht
Wetter: S 3,1,2
Schärentag. Eigentlich denken wir an einen erholsamen Tag in der Sonne mit Baden an der Schäre. Aber der einsetzende Regen mit den dunklen Wolken lässt uns nur die Möglichkeit, Bücher zu lesen, die Köder ins Wasser zu werfen oder unter Deck abzuhängen.
2. Angelversuch

Samstag 19.07. Sparö-Västervik

Wetter: SE 3-4
Nur ein kurzes Stück motoren wir von der Schäre nach Västervik, um den Kühlschrank aufzufüllen. Das Wetter lädt aber nicht dazu ein, an selben Tag wieder auszulaufen und an einer Schäre festzumachen. Daher bleiben wir in Västervik und schauen uns die Stadt sowie eine Classic Bootsausstellung im Stadthafen an. Später nutzen wir die Sauna und den Swimmingpool.

Sonntag 20.07. Västervik-Schäre südl. von Horsö

Wetter: SE 3-4
Nach anfänglichen Regen und Gewitter laufen wir erst gegen Mittag aus. Das Wetter klart auf. Auf der Suche nach einem schönen Plätzchen für die Aegir werden wir nach 20 sm Fahrt fündig. Die Aegir wird an der Schäre mit Heckanker festgemacht.
3. Angelversuch in der Schäre.

Montag 21.07. Horsö-Arkösund
Wetter: W2, SSE 2-3, E3, N1
Heute - eine herrliche Schärenetappe mit achterlichen Winden, die uns an den Felsen vorbei schieben. In Arkösund Kvarnberget machen wir an einer 49 Fuss Bavaria mit Kamin fest, Schornstein schaut aus dem Deck. Es war aber nicht so kalt, dass man ihn anmachen müsste. In Arkösund wird frischer Proviant aufgenommen und Wasser gebunkert. So sind wir gut ausgerüstet für die nächste Schäre.

Dienstag 22.07. Arkösund-Norvikfjärden (Bucht nördl. von Nynäshamn)
Wetter: W3, SSW4-5, SW 5
Wir kürzen ab und nehmen den direkten Weg über das offene Wasser Richtung Nynäshamn. Der Wind weht achterlich in frischer Stärke. Jetzt zeigt der Spi seine bunten Farben. Samir und Arne kämpfen um den besseren Highspeed. Schließlich erwischt Samir eine Welle und es rauscht. Bei 11,4 kn kommt der Zeiger zum Stehen. Um 20:45 werfen wir nördlich von Nynäshamn in einer kleinen Bucht den Anker.
4. Angelversuch: Die Fische springen, nur nicht auf unseren Haken, es gibt dann Lachsnudeln aus der Tiefkühltruhe - immer eine sichere Sache.

Mittwoch 23.07. Norvikfjärden-Kuggudden

Wetter: E1, ESE2-3, E3
Morgens ein erfrischendes Bad, selbst Samir benetzt sich seine Pelle mit Ostseewasser. Der schwedische Sommer zeigt sich von seiner besten Seite. Nur der Wind verabschiedet sich langsam aus unserem Urlaub. Einige Meilen vor Sandhamn bei Kuggudden suchen wir einen geeigneten Liegeplatz an einer Schäre. In der Seekarte finden wir eine Felswand, die direkt an der 10m Tiefenlinie liegt. Hier könnte man auch längsseits liegen. Bei der Ansteuerung entdecken wir einen großen Festmacherring, der gut für die Springs ist. Dank Samirs Kletterkünsten sind wir mit Vor- und Achterleine, Vor – und Achterspring gut befestigt. Die Fender hängen auf Höhe der Wasserlinie. Da der abendliche Bootsverkehr neugierig macht, setzen wir uns in unser Dingi zu einer Mondscheinfahrt durch die anschließenden Kanäle. Zwei Seen öffnen sich und siehe da - viele kleine und große Häuser mit Privatbootsstegen, ein lohnender Ausflug.
5. und letzter Angelversuch: Wir bleiben Segler!

Donnerstag 24.07. Kuggudden-Stockholm (Navishamnen)

Wetter: SE1, SE2, NE1
Fast die komplette Strecke motoren wir, da der achterliche Wind zu schwach ist und der Gegenverkehr zu stark. Man hat das Gefühl, dass ganz Stockholm in die Schärenwelt flüchtet. Der Bootsverkehr ähnelt der Kieler Woche, nur die Motorboote sind doppelt so viel wie auf unserer Förde. Nach gut 4 Stunden Fahrt kommen wir im Navishamn, dem Endhafen unserer Reise, an. Die ersten Sachen und das Deck werden schon mal klariet. Anschließend besichtigen wir die Altstadt. Das obligatorische Pizzaessen bei San Angelo in Gamla Stan darf natürlich nicht fehlen.

Freitag 25.07.08 Navishamn

Sightseeing Stockholm: Skansen, Vaasamuseum und die City mit den zahlreichen Kaufhäusern.

Samstag 26.07.08 Heimreise

Ulf löst uns mittags mit seiner Crew ab. Das Gepäck ist schnell gestaut, sodass wir zügig die Heimreise antreten können.
Ein schwedischer Sommertraum geht zu Ende...

Impressionen