Segelspaß und Titelkämpfe

<24.05.2010> YES: Die richtige Entscheidung für die Jugend

Die Tickets zur ISAF-Jugend-Weltmeisterschaft in Istanbul (Türkei), die Titel in vier Nachwuchsklassen sowie die Titel der Young Europeans Sailing (YES) sind vergeben. Nach drei Segeltagen der unterschiedlichsten Art (Flaute, Kaiserwetter, Regen) endete die Kieler Woche des Nachwuchses am Pfingstmontag. Rund 800 Segler/innen aus acht Nationen haben 63 Wettfahrten gesegelt und ihre Meister gekürt. „Der Andrang der Nachwuchssegler und -seglerinnen hat gezeigt, dass die Ausrichtung auf den Nachwuchs die richtige Entscheidung war. Wir hoffen, dass die Kerteminde-Regatta nächstes Jahr nicht wieder genau auf unsere Veranstaltung fällt, dann werden wir mit den dänischen Teilnehmern neue Rekordzahlen vermelden können“, so Organisationsleiter Jobst Richter (KYC/58).  Insgesamt 565 Boote waren für die elf Klassen gemeldet, darunter erstmals die Surfer/innen auf RS:X und Bic Techno 293-Brettern. Mit der Qualifikation zur ISAF-Jugend-WM in Istanbul (Türkei/8. bis 17. Juli) in sieben Disziplinen und den Jugend-, bzw. Junioren-Meisterschaften in vier Klassen hatten der Deutsche Segler-Verband und die Klassenvereinigungen die Young Europeans Sailing in Kiel deutlich aufgewertet.
   Nachdem der Samstag mit einem Sparprogramm (drei Klassen segelten eine Wettfahrt) aufwartete, fielen am Pfingstsonntag bei strahlendem Sonnenschein und perfekten 4 bis 6 Beaufort die ersten Vorentscheidungen. Vier Wettfahrten konnten alle Klassen absolvieren. Am Pfingstmontag rundete Regen die Kieler Wetter-Vielfalt ab. In sechs Klassen ging es um mehr als nur den YES-Sieg. Die Laser  Männer und Laser Radial Frauen sowie RS:X-Surfer/innen kämpften zudem um die Tickets zur ISAF-Jugend-WM und um Deutsche Jugend/Junioren-Titel, die 420er und 29er auch um ein ISAF-Jugend-WM-Ticket, und die Nachwuchssurfer auf dem Bic Techno 293-Surfbrett zusätzlich um die Deutsche U17-Jugendmeisterschaft. Während sich die YES-Sieger vor Ort freuen durften, müssen die potentiellen Jugend-WM-Teilnehmer noch auf die offizielle Nominierung durch den Deutschen Segler-Verband warten.

420er
Extrem spannend ging es im 420er zu. Die Berlinerinnen Svenja Weger/Wiebke Lechler, die wie Diesch/Tiegel dem IMMAC-Sailing-Team angehören, fingen ihre Kolleginnen im Kampf um das ISAF-Jugend-WM-Ticket hauchdünn ab. Dabei waren Sophia Diesch/Caroline Tiegel (WYC/Friedrichshafen) mit neun  Punkten Vorsprung aus der ersten Qualifikationsrunde angereist. Doch in Kiel waren Weger/Lechler zu stark. Mit den Plätzen 2,1,5 und 4 kamen nur noch zwölf  Punkte auf das Quali-Konto dazu und das reichte, um mit einem Punkt Diesch/Tiegel zu verdrängen.
   Das Jungen-Ticket zur ISAF-WM sicherten sich die bereits nach der ersten Qualifikationsserie deutlich führenden Malte Winkel/Lucas Thielemann (SYC/Schwerin/Zapel-Hof). Sie hielten Vincent Dürr/Kurt Siegfried Schaller (Wismar) und  Gordon Nickel/Daniel Hoffmann (Stade) auf Distanz.
   Den YES-Titel gewann das niederländische Duo Max Deckers/Duko Bos mit einem Punkt Vorsprung vor den beiden deutschen ISAF-Jugend-WM Teilnehmern Weger/Lechler und Winkel/Thielemann.
   Die Titelverteidiger aus der Schweiz, Sebastiano Baranzini/Matteo Colombo (16 Jahre), belegten Rang Acht.  Der Opti-Europameister von 2009, Maximilian Hibler, rangiert mit seinem Bruder an der Vorschot, Philipp Hibler, auf Platz 19.
   Die Doppeleuropameisterin im Opti, Paulina Rothlauf, die seit Herbst des Vorjahres im 420er zusammen mit Malden Geisler (München) segelt, tastet sich in diesem Jahr an die Zweimannjolle heran und belegte Rang 38 bei 111 Startern.
   Übrigens: Im 420er  mischten auch 16 Schweizer Boote mit. Die Eidgenossen stellten mit insgesamt 18 Booten die zweitgrößte Fraktion in Kiel, die vom ehemaligen Bayerischen Landestrainer Thomas Reulein angeführt wurde.

29er
Im 29er heizte Kiels Nachwuchstalent Paul Kohlhoff (14 Jahre) mit Vorschoter Tim Krämer den Favoriten Justus Schmidt/Max Boehme (KYC/Schönwalde/Kiel) am Sonntag mächtig ein. Mit drei Tagessiegen am Sonntag unterstrich Kohlhoff sein Können. Doch am Ende siegte die Routine: Schmidt/Böhme gewannen den YES-Titel mit elf Punkten Vorsprung vor Philipp Müller/Moritz Janich (Wörthsee), den Brüdern Philipp und Thilo Kramer aus München und der besten Mädchen-Crew, Jule und Lotta Görge (Kiel), die sich damit das Ticket zur ISAF-WM im Juli vor Istanbul (Türkei) sicherten. Die Kieler Zwillinge Jule und Lotta Görge (KYC) hatten bereits in der ersten Ausscheidungsserie den Grundstein für die Qualifikation in dieser gemischt ausgeschrieben Klasse gelegt. Die beiden 17jährigen leben zurzeit im Sportinternat in Aarhus (Dänemark), wo sie mit 140 weiteren Sportlern, darunter die englische Handball-Nationalmannschaft, Ausbildung und Sport eng verknüpfen.

RS:X
Bei den Surfern/innen (RS:X 8,5 qm), die ihre einzige Ausscheidungsserie für die ISAF Jugend-WM in Kiel austrugen, lieferten sich Niclas Sponholz (Berlin), Nicolas Götzke (Immenstaad) und Benedikt Hattich (Lübeck) ein Brett-an-Brett-Kampf. Am Ende setzte sich Sponholz mit 39 Punkten durch. Sechs Punkte dahinter landete Götzke (45), zwei weitere dahinter Hattich (47). Das entspricht auch gleichzeitig der Reihenfolge der Deutschen Jugendmeisterschaft. Bei den Mädchen setzte sich Luise Albrecht (Berlin) gegen Lisa Riske (Wense) durch.
   Den YES-Titel gewann der 22jährige Florian Freimüller (Altenholz), der einsam seine Bahnen an der Spitze des Feldes zog und mit sechs Wettfahrtsiegen zu Recht gewann.
   Eine Sehnenreizung in der Hand zwang die deutsche Olympiahoffnung Moana Delle (2007 Jugend-Weltmeisterin und 2009 Kieler Woche-Siegerin) am Sonntag, nach drei Rennen auszusteigen. „Ich gehe heute zum Arzt, der wird entscheiden, ob ich nach Medemblik kann oder lieber nicht. Zur Kieler Woche möchte ich auf jeden Fall antreten. Das ist mir wichtiger“, so Moana Delle. Auch die stärkste Konkurrentin im Kampf um das Olympiaticket, die Silbermedaillengewinnerin von 2000, Amelie Lux (Kiel), musste am Sonntag nach zwei Rennen aufgeben. „Amelie leidet noch unter den Folgen einer Infektion. Zwei Rennen am Tag sind zurzeit noch genug“, so DSV-Surfbundestrainer Diederik Bakker, der noch Montagabend Richtung Holland zur nächsten Regatta fuhr. „Es gibt höhere Ziele als YES diesem Jahr“, so Bakker, der die Entscheidung seiner Surferin auszusetzen unterstützte.

Bic Techno 293
Auf dem Nachwuchssurfbrett Bic Techno 293 kämpften 21 Starter/innen um die Deutsche U-17-Jugendmeisterschaft. Nach spannenden Rennen setzte sich Felix Feser (Berlin) gegen den Eckernförder Felix Jöhnk und Tim Poggemann (Bad Endorf) durch und sicherte sich damit auch den ersten vergeben YES-Titel auf dem Bic Techno-Brett mit acht Punkten. Da alle Starter unter 17 Jahre alt waren, entsprach der YES-Einlauf auch der Deutschen Jugendmeisterschaft.
Bei der Bestenermittlung der U-15jährigen gewann Lasse Mannsbarth (Kiel) vor Tim Lindner (Berlin) und Jan Schwidetzky (Teltow).

Laser radial:
Bei den Lasern Radial Mädchen kämpfen die Kielerinnen Franziska Goltz und Lisa Fasselt Bug an Bug um den YES-Titel. Mit drei ersten und zwei zweiten Plätzen ging der Titel zu Recht an Franziska Goltz. Dritte wurde Anke Helbig.
   Den Juniorentitel sicherte sich Lisa Rattemeyer (Kiel) als Gesamtvierte vor Anja Weick (Berlin/18) als Gesamtsechste.
   Beim Kampf um das WM-Ticket siegte Chiara Steinmüller (Berlin/37), die Deutschland bereits im Vorjahr vertreten und in Brasilien Platz Elf belegt hatte, aufgrund des deutlichen Vorsprungs aus der erste Qualifikationsserie. So genügte der Berlinerin in Kiel Platz Acht. „Es ist ein schönes Gefühl, eine zweite Chance zu bekommen“, so Steinmüller nach der Quali-Entscheidung. Constanze Stolz (Düsseldorf), die Deutschland bei den Olympischen Spielen der Jugend in Singapur (14. bis 26. August) vertreten wird, belegte in Kiel Rang Neun.
   Bei den männlichen Junioren sicherte sich Sebastian Bühler (DTYC/Günzburg) im zweiten Anlauf das WM-Ticket. Der Günzburger hatte im Vorjahr als Zweiter das Ticket knapp gegen Fabian Gielen verpasst. Mit 42 Punkten Vorsprung ging Bühler nach der ersten Serie ins Rennen und verteidigte den Vorsprung gegen seinen schärfsten Kollegen, Florian Haufe  (NRV Hamburg), der sich das Ticket für die Olympische Spiele der Jugend YOG (14. bis 26. August/Singapur) gesichert hatte. Mit einer beeindruckenden Serie von zwei ersten und vier zweiten Plätzen unterstrich Haufe sein Können, gewann die Young Europeans Sailngs und läßt den DSV für die Olympischen Spiele in Singapur hoffen.

Laser
Im Laser mischte Titelverteidiger Simon Grotelüschen (23/LYC/Kiel) das Feld auf.  Der Vorjahressieger und 7. des Sailing World Cups von Melbourne (Australien) ersegelte nur erste und zweite Plätze. B-Kader-Segler Malte Kamrath (24) mußte sich hinter Frithjof Schwerdt (22) mit dem dritten Rang begnügen.
   Die Deutsche Junioren-Meisterschaft (U22) gewann Patrick Follmann (München) vor Johannes Glitzky (Berlin) und Nils Herrmann (Berlin). Den Titel des U-19-Jugendmeisters sichert sich der Kieler Max Kohlhoff vor Lukas Feuerherdt (Brandenburg) und Linus Goericke (MSC Hamburg).

505er
Im 505er dominierte Danish Dynamite: Die Dänen Morten Ramsbaek/Jan Saugmann (Weltmeister von 2007) siegten mit drei Siegen und zwei zweiten Plätzen vor den 16fachen Kieler Woche-Siegern Jacob und Jörgen Bojsen-Möller.

Der Kieler-Woche-Rekordsieger, Dr. Wolfgang Hunger (17 Siege), mit Julien Kleiner fand nicht zu seiner Form. Das wurde von einer Kenterung am Sonntag unterstrichen. Am Ende mussten die amtierenden Kieler-Woche-Sieger auch noch Meike Schomäker (mit Hungers langjährigem Vorschoter und 505er-Fachmann Holger Jess vom Wittensee), Jens Findel/Johannes Tellen (Kiel), die Brüder Martin und Rainer Görge (Kiel), Steffan Köchlin/Andreas Achterberg (Kiel) und Tim Böger/Markus Schöner (Hamburg) vorlassen.

Pirat
Bei den Piraten, die sich über Pfingsten traditionell auf vier bis fünf Großveranstaltungen verteilen, setzten sich Sascha Schröter/Holger Hoff (Berlin), die drei Wettfahrtsiege verbuchten, gegen Svenja Thoreo mit Routinier Karsten Bredt (Hamburg/2 Wettfahrtsiege) durch. Eine Serie von Vermessungsprotesten hatte am Sonntagabend für eine längere Schicht gesorgt.

Europe
In der wieder aufstrebenden Europe-Klasse (85 Starter) sicherte sich Moritz Kuralt (Essen) den Sieg mit einem Punkt Vorsprung vor Stine Paeper (MSC/Hamburg). 

Laser 4.7
Bei den Kleinsten der Laser, im Laser 4.7, gewann Lukas Eisele (Kiel) vor Johann Kohlhoff und Timm Lasse Schöning (alle KYC/Kiel). Die Klasse war in Kiel erstmals am Start und wartet gleich mit 29 Meldungen auf.

Die Young Europeans Sailing (YES) vor Kiel-Schilksee konzentrieren sich seit 2009 ganz und gar auf Nachwuchs- und Jollenklassen. „Unser Ziel ist es, den Veranstaltungen ein klares Profil zu geben. Über Pfingsten möchten wir die Kieler Woche für den Nachwuchs auch nur für Nachwuchsklassen anbieten“, so Organisationsleiter Jobst Richter, der im Vorjahr die Kielbootklassen verbannte und die YES auf neun Klassen konzentrierte. „Für die Zukunft ist es unser Ziel, interessante Klassen für den Nachwuchs mit aufzunehmen, die unser Angebot mit den DSV-Jugendklassen zu Pfingsten sinnvoll ergänzen. Dazu sind wir auch zu Experimenten bereit“, so Richter, der in diesem Jahr das Experiment Surfen wagte und mit 565 Meldungen belohnt wurde.
   Umrahmt wurde das Geschehen auf dem Wasser durch ein umfangreiches Landprogramm. Dank der Unterstützung des Sponsors Autohaus Kath wurde das Angebot der Vorjahre deutlich erweitert. Dazu kam am Pfingstsonntag perfektes Wetter, so dass die Zuschauer und Besucher nach Schilksee pilgerten und Wind, Sonne genossen.
   Die Firmen Elkline, Höhenflug, Maritim Bootszubehör und Surfshop Secret Spot aus Kiel freuten sich über zahlreiche Kunden. Ob Touareg, Caddy, VW-Bus oder Q5 – die Besucher nutzten auch die Chance, in einem dieser Modelle von VW und Audi probehalber Platz zu nehmen.
   Mit den Trendsportarten Speedminton (Badminton ohne Netz und Court, dafür aber wesentlich schneller und härter) und blokart setzten die aktiven Segler den sportlichen Wettkampf an Land fort. Auch in diesen Disziplinen hoffen einige Nachwuchssegler auf eine Revanche im nächsten Jahr.

<23.05.2010> Der Kampf um die Tickets zur ISAF-Jugend-WM in der Türkei, um Internationale Deutsche Jugend- und Junioren-Titel und um den ganz normalen Sieg bei den Young Europeans Sailing hat mit einem Tag Verspätung am Sonntag vor Schilksee volle Fahrt aufgenommen. Und dennoch standen der Spaß und die Freude am Segelsport im Vordergrund, denn die Young Europeans Sailing (YES) boten dem deutschen und internationalen Segelnachwuchs gute Bedingungen nach einer langen und kalten Vorbereitungszeit.
Rund 800 Segler/innen aus acht Nationen absolvierten bei strahlendem Sonnenschein und perfekten Winden über 30 Wettfahrten. Morgen stehen für die 560 Boote/Surfbretter noch rund 20 Starts auf dem Programm, bevor Pfingstmontag die Sieger gekürt werden.
Gesegelt wird bei der Kieler Woche des Nachwuchses in den Bootsklassen 29er, 420er, 505er, Europe, Laser 4.7, Laser Radial, Laser Standard und Pirat sowie in den Surfklassen RS:X und T293. Damit gehen der Kieler Yacht-Club und der Norddeutsche Regattaverein zusammen mit dem Deutschen Segler-Verband konsequent den eingeschlagenen Weg, die YES zumindest für die deutsche Jugend zur Kieler Woche des Nachwuchses aufzuwerten.
In der deutschen Qualifikation für die ISAF-Jugendweltmeisterschaft, die vom 8. bis zum 17. Juli in Istanbul (Türkei) ausgetragen wird, sind erste Vorentscheidungen gefallen. Denn die Young Europeans Sailing, die Kieler Woche für den Nachwuchs, ist die letzte nationale Qualifikationsregatta in allen vier Nachwuchs-Klassen, die der Deutsche Segler-Verband (DSV) bei der Jugend-WM besetzen wird.
Laser radial:
Bei den Lasern Radial Mädchen kämpfen die Kielerinnen Franziska Goltz (1. mit 5 Punkten) und Lisa Fasselt (2. mit 10 Punkten) Bug an Bug um den YES-Titel. Für den Juniorentitel oder die ISAF-WM sind sie allerdings zu alt. In der Junioren-IDM-Wertung  führt Anja Weick (Berlin/18) als Dritte, beim Kampf um das WM-Ticket Chiara Steinmüller (Berlin/37), die Deutschland bereits im Vorjahr vertrat und in Brasilien Platz Elf belegte, aufgrund des deutlichen Vorsprungs aus der erste Qualifikationsserie. Constanze Stolz (Düsseldorf), die Deutschland bei den Olympischen Spielen der Jugend in Singapur (14. bis 26. August) verteten wird, liegt vor dem Abschlusstag vor Steinmüller auf Rang Zehn.
Bei den männlichen Junioren macht Sebastian Bühler (DTYC/Günzburg) große Schritte Richtung ISAF-Jugend-WM. Der Günzburger hatte im Vorjaher als Zweiter das Ticket knapp gegen Fabian Gielen verpasst. Jetzt scheint es zu gelingen. Mit 42 Punkten Vorsprung ging Gielen nach der ersten Serie ins Rennen. Den Vorsprung konnte er vor dem schärfsten Kollegen verteidigen. Florian Haufe  (NRV Hamburg), der sich das Tiket für die Olympische Spiele der Jugend YOG (14. bis 26. August/Singapur) bereits gesichert hat, liegt punktgleich mit Bühler in Kiel auf Platz zwei. Erster ist Ole Nietiedt (Zielow) mit einem Punkt Vorsprung, der so morgen den YES-Titel und den Deutschen Juniorentitel gewinnen kann.
420er
Bei den 420ern verteidigen Sophia Diesch/Caroline Tiegel (WYC/Friedrichshafen) ihren Vorsprung auf dem Weg zur ISAF-Jugend-WM. Nach vier Wettfahrten liegen die beiden 17jährigen in der Gesamtwertung auf Rang Fünf, einen Platz vor den stärksten Konkurrentinnen Nadine Böhm/Monika Linder (Buchloe). Sieben Punkte beträgt der Vorsprung vor dem Abschluss am Montag. In der YES-Gesamtwertung (gemischte Wertung) führen die Berlinerinnen Svenja Weger/Wiebke Lechler, die wie Diesch/Tiegel dem IMMAC-Sailing-Team angehören.
Um das Jungen-Ticket zur ISAF-WM erkämpften sich Vincent Dürr/Kurt Siegfried Schaller (Wismar) die Führung (44 Punkte) vor Gordon Nickel/Daniel Hoffmann (Stade; 72 Punkte). Die nach der ersten Qualifikationsserie führenden Malte Winkel/Lucas Thielemann (SYC/Schwerin/Zapel-Hof) hoffen auf die morgigen Wettfahrten und den dann fälligen Streicher (ab fünf Wettfahrten), um wieder ins Rennen einzugreifen.
Die Titelverteidiger aus der Schweiz, Sebastiano Baranzini/Matteo Colombo (16 Jahre), liegen auf Rang Sieben. Der Opti-Europameister von 2009, Maximilian Hibler, rangiert mit seinem Bruder an der Vorschot, Philipp Hibler, auf Platz 17, die Doppeleuropameisterin im Opti, Paulina Rothlauf, segelt seit Herbst des Vorjahres im 420er. Zusammen mit Malden Geisler (München) tastet sie sich an die Zweimannjolle heran. Nach vier Wettfahrten in  Kiel liegt sie auf Platz 35 bei 113 Startern.
29er:
Bei den 29ern (gemischte Wertung) ziehen die Kieler Zwillinge Jule und Lotta Görge (KYC) wie bereits bei der ersten Ausscheidungsserie in Workum (Niederlande) erfolgreich ihre Bahnen. Die 43 Punkte Vorsprung waren ohnehin kaum einzuholen. Auch nach sechs Wettfahrten vor Kiel haben sie der Konkurrenz das Heck gezeigt und segeln sicher Richtung Jugend-WM. In der YES-Gesamtwertung führen Justus Schmidt/Boehme Max (KYC/Schönwalde/Kiel) mit zehn Punkten vor dem 14jährigen Paul Kohlhoff mit  Tim Krämer (Strande) 13 Punkte.
Daneben geht es noch um nationale Ehren: Bei der Internationalen Deutschen Jüngsten/Jugendmeisterschaft in der Klassen Bic Techno 293 OD gibt es den IDM Jugendtitel zu vergeben.
505er:
Auch wenn sich alles um die Jugend dreht, nutzen einige Routiniers in der 505er-Jolle die YES-Regatten, um das Kieler Woche-Revier noch einmal zu testen. Und damit ist ein Großteil der Weltspitze am Start. Wie bei  der Kieler Woche (19. bis 27. Juni) kommt es zum Aufeinandertreffen der Kieler Woche-Giganten Wolfgang Hunger (17 Siege) mit Vorschoter Julien Kleiner und Jacob und Jörgen Bojsen-Möller (16), die bisher die meisten Kieler Woche-Siege hamsterten.
Mit Jens Findel/Johannes Tellen (Kiel), Tom Gosch (Westerrönfeld), Tim Böger (Hamburg), den Brüdern Martin und Rainer Görge (Kiel) sowie den Weltmeistern von 2007, Morten Ramsbaek/Jan Saugmann(Dänemark), und Meike Schomäker (mit Hungers langjährigem Vorschoter und 505er-Fachmann Holger Jess vom Wittensee) sind allerdings zahlreiche Crews im Rennen, die den Dauerkonkurrenten das Spiel verderben können.
Neue Konkurrenz erwächst im 505er mit der Nachwuchscrew Florian Kemper/Michael Krause (NRV/KYC/Hamburg). Die Deutschen Meister im 49er bekommen die „Five“ von der Klassenvereinigung gestellt. „Wir möchten dem Nachwuchs dabei helfen, in die Klasse einzusteigen“, so Klassenboss Jürgen Waldheim (Berlin). YES, die Kieler Woche (19. bis 27, Juni) und die Deutsche Meisterschaft, die im Rahmen der Warnemünder Woche (3. bis 11 Juli) ausgeseglt wird, stehen auf dem Pflichtprogramm der Studenten, die mit Hunger, Jess und Görges gute Trainingspartner für den Einstieg hatten und haben.
Nach drei Wettfahrten führte am Sonntag die Dänen-Power: Morten Ramsbæk/Jan Saugmann (4 Punkte) vor Jacob Bojsen-Møller/Jørgen Bojsen-Møller (8) und den Kieler Brüdern Martin Görge/Rainer Görge (12).  Hunger/Kleiner liegen mit 16 Punkten auf Rang Fünf noch in Reichweite.
   Für die Besucher wird übrigens auch an Land einiges geboten. Dank der Unterstützung des Sponsors Autohaus Kath wurde das Angebot der Vorjahre deutlich erweitert.  Dabei präsentiert das Kieler Autohaus auf dem Hafenvorfeld in Schilksee einen Querschnitt durch sein Produktangebot. Mitarbeiter von Kath stehen das gesamte Pfingstwochenende für Fragen zur Verfügung.
Weiterhin bieten die Firmen Elkline und Maritim Bootszubehör eine große Auswahl an aktueller Segel- und Freizeitbekleidung. Der Surfshop Secret Spot aus Kiel hält das passende Angebot für die Surfbegeisterten im Ausstellerareal bereit. An den Pfingsttagen öffnen die Stände von 10 bis 21 Uhr.
Neben vielen gastronomischen Angeboten dürften Showkämpfe der Trendsportart Speedminton – Badminton ohne Netz und Court, dafür aber wesentlich schneller und härter - eine besondere Attraktion sein. Ein weiteres Highlight auf dem Hafenvorfeld ist die blokart Teststrecke. Das blokart ist ein rasanter Strand- bzw. Landsegler, den die Besucher bei entsprechender Witterung direkt vor Ort testen können. Die Firma Höhenflug aus Kiel bietet neben den blokarts Lenkdrachen und diverses Spielzeug aus ihrem Sortiment im Ausstellerareal an. Außerdem lädt die Quattro-Highjump-Anlage zu akrobatischen Einlagen für jung und alt ein. Wer sich nach so viel Sport stärken muss, findet in der Gastronomiemeile ein reichhaltiges Angebot für jeden Geschmack.

Ergebnisse:
29er:
1. Justus Schmidt / Boehme Max (schönwalde) 10,00
2. Paul Kohlhoff / Tim Krämer (Strande) 13,00
3. Philipp Müller / Moritz Janich (Wörthsee) 15,00
4. Philipp Kramer / Thilo Kramer (München) 16,00
5. Lukas Stemmler / Max Monheim (Louisenlund) 25,00
6. Stefan Gieser / Felix Meggendorfer (Heidelberg) 31,00
7. Jule Goerge / Lotta Goerge (Kiel) 34,00
420er:
1. Svenja Weger / Wiebke Lechler (Kleinmachnow) 11,00
2. Max Deckers / Duko Bos (Rotterdam) 12,00
3. Vincent Dürr / Kurt Siegfried Schaller (Wismar) 16,00
4. Jens Marten / Mats Kampen (Eckernförde) 18,00
5. Sophia Diesch / Carolin Tiegel (Friedrichshafen) 21,00
6. Nadine Böhm / Monika Linder (Buchloe) 26,00
Laser:
1. Simon Grotelüschen (Kiel) 6,00
2. Malte Kamrath (Kiel) 11,00
3. Frithjof Schwerdt (Kiel) 12,00
4. Mads Bendix (Fredericia) 16,00
5. Thorbjørn Schierup (Mårslet) 23,00
6. Patrick Follmann (München) 31,00
Laser Radial Frauen:
1. Franziska Goltz (Kiel) 5,00
2. Lisa Fasselt (Kiel) 10,00
3. Anja Weick (Berlin) 18,00
4. Martje Uecker (Kiel) 21,00
5. Anke Helbig (kiel) 22,00
6. Lisa Rattemeyer (Kiel) 22,00
7. Chris Bauermeister (Wismar) 26,00
8. Paula Steiner (Taufkrichen) 28,00
9. Constanze Stolz (Düsseldorf) 35,00
10. Chiara Steinmüller (Berlin) 37,00
Laser radial Männer:
1. Ole Nietiedt (Zielow) 6,00
2. Sebastian Bühler (Günzburg) 7,00
3. Florian Haufe (Hamburg) 7,00
4. Matthias Bruehl (Hamburg) 18,00
5. Helge Bochmann (Falkensee) 20,00
6. Simon Gorgels (Schwabach) 24,00
7. Tobias Graf (Berlin) 26,00
8. Moritz Student (Stockelsdorf) 27,00
Laser 4.7:
1. Lukas Eisele / Lukas Eisele (Surendorf) 9,00
2. Timm Lasse Schöning / (Brunsbüttel) 14,00
3. Johann Kohlhoff / Johann Kohlhoff (Strande) 20,00
4. Wilhelm Wutzler / Wilhelm Wutzler (Berlin) 21,00
5. Moritz Burmester / Moritz Burmester (Heiligenstedten) 23,00
6. Andrin Theuss / Andrin Theus (Kreuzlingen) 26,00
505er: (nach 3 Wettfahrten)
1. Morten Ramsbæk / Jan Saugmann (Farum) 4,00
2. Jacob Bojsen-Møller / Jørgen Bojsen-Møller (Lyngby) 8,00
3. Martin Görge/ Rainer Görge (Kiel) 12,00
4. Jens Findel / Johannes Tellen (Kiel) 15,00
5. Dr.Wolfgang Hunger / Julien Kleiner (Strande) 16,00
6. Meike Schomäker / Holger Jess (Kiel) 20,00

Weitere Ergebnisse unter www.young-europeans-sailing.de

Veranstalter

Kieler Yacht-Club
Norddeutscher Regatta Verein

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