EMA/WMA Ausscheidung Warnemünde 2010

Gut vorbereitet fuhren wir, Jasper, Fritz und Linov, am Mittwoch früh mit Patrick unserem Trainer, Antje (Landestrainerin) und unseren Eltern zu  dem ersten unserer drei Saisonhöhepunkte nach Rostock/Warnemünde, zur Ausscheidungsregatta um die EM- und WM-Teilnahme 2010. Gut  vorbereitet heißt: Wir segelten Ostern in Holland am Braassemermeer mit insgesamt 240 Teilnehmern aus 10 verschiedenen Nationen, außerdem segelten wir im April die Regatten in Ratzeburg und Anfang Mai in Neustadt an der Ostsee. Neben unseren wöchentlichen Trainingseinheiten in Strande und dem 5-tägigen Ostertraining beim Landesverband, fand die Vorbereitung am Dienstag den 11 Mai in der 4-stündigen Bootspflege ihren Abschluss.
Anreise Rostock/Warnemünde Mittwoch 12 Mai. Nach der Ankunft um 13.00 begann das übliche Ritual, Wohnwagen platzieren, Optis abladen und aufbauen, sowie slippen des Motorbootes und zur Regatta anmelden. Eine Besonderheit bei der EM/WM-Ausscheidung ist das Vermessen der Boote, sie werden gewogen, Ruder, Schwert und Segel werden vermessen und die Ausrüstung wird kontrolliert.
Den Abschluss des Tages bildete eine kurze Trainingseinheit mit Patrick, allerdings bei sehr wenig Wind.
   Donnerstag 13 – Mai Erster Tag  8.00 Aufstehen - 8:30 Frühstück - 9:00 Treffen mit Patrick und anschließender Steuermannsbesprechung - 10:00 auslaufen - um 11:00 ist erste Start - 3 Wettfahrten sind vorgesehen - Wind 6-8 Knoten aus Nord/West mit kabbeliger Welle.
Wenn wir von den Wettfahrten zurückkommen ist unser allerliebster Freund “Schröder“ (der Hund von unserem Trainer), der sich nach jeder Regatta auf uns freut, egal wie gut oder schlecht wir gesegelt sind.
  Freitag 14 – Mai Zweiter Tag - Start zur ersten Wettfahrt 10:00 - 4 gesegelte Wettfahrten bei zunehmendem Wind, bis 10 Knoten - SENSATIONELL Jasper ersegelte sich mit 3 TOP TEN Platzierungen den 9 Platz. Unsere Freunde aus dem Landeskader Schleswig-Holstein belegten nachfolgende Plätze: Jan 4, Gwendal 8, Malte S. 20, Niels 24, Malte D. 70 und wir Fritz 39 und Linov Platz 54.
Durch unsere Segelei und die regelmäßige Teilnahme an Regatten treffen wir immer wieder auf Segelkameraden aus den anderen  Bundesländern, so  dass sich viele Freundschaften entwickelt haben. Nach dieser Regatta in Warnemünde zieht unser Tross über Pfingsten nach Kerteminde und das Wochenende darauf treffen wir uns alle in Kiel zum Goldenen Opti. Unterbrochen wird unsere Regattasegelei nur von einigen lästigen Schultagen, wobei die Bayern das Glück haben, dass es dort Pfingstferien gibt.
   Samstag 15 Mai – Dritter Tag - Vorgesehener Start zur ersten Wettfahrt 10:00 - Der Wind wehte mit knappen 20 Knoten aus Nord/West und es Stand eine gute Welle. Die Wettfahrtleitung zog um 9:00 Startverschiebung mit der Begründung hoch, das sie keine genaue Wettervorhersage hatten und der Wind draußen in Böen über 7 Bft haben soll. Um 12:00 entschied sich der Wettfahrtleiter den heutigen Tag zu beenden und gab bekannt: "Heute keine Wettfahrten mehr!"
Also nutzen wir den Tag. Fritz fuhr mit seinem Vater nach Rostock ins Schwimmbad und Malte und ich fuhren mit meinem Vater an den Strand und guckten einigen Surfern und Kitern zu. Danach haben wir uns noch Heiligendamm angeschaut. Und gingen am Abend alle zusammen Bowlen.
  Sonntag 16 Mai – Vierter Tag - Vorgesehener Start zur ersten Wettfahrt 10:00 - Der Wind hatte nach dem gestrigen Tag noch mal deutlich angezogen und die Welle war noch um einiges größer. Der Wettfahrtleiter wollte es jedoch versuchen. Er fuhr mit den Tonnen und dem Startboot raus um den Kurs zu verlegen. Wir sollten an Land warten bis die Tonnen liegen und das Startschiff fest war. Dazu kam es jedoch nicht. Nach einer Weile kam das Startschiff wieder um die Mole, da sie es nicht sicher befestigen konnten. Man hätte vermutlich das Ankergeschirr der AIDA gebraucht um das Startschiff auf Position zu halten. Heute also keine Wettfahrten mehr. Damit war die EM/WMA zu ende mit 2 anstatt 4 Wettfahrttagen.
Wir Malte D. Malte S. und ich (Linov) nutzen die Zeit bis zur Siegerehrung um in Begleitung von Patrick und unserer Landestrainerin segeln zu gehen. Sobald wir um die Mole kamen wurden wir sehr überrascht. Der Wind und die Welle war deutlich mehr alles erwartet. Ich schätze, dass die Welle ca. 2.50-3.00 Meter hoch war. Wir kreuzten ein nicht allzu langes Stück hoch um dann das "Wellen Surfen" umso länger genießen zu können. Zurück im Hafen mussten wir uns dann beeilen um die Boote zu verladen, da es bis zur Siegerehrung nicht mehr lange hin war.
Die Endergebnisse sind damit die oben genannten Plätze und wir können unserem Teamkollegen Jasper (GER-12286) für die Qualifikation zur EM gratulieren. Jasper noch viel Erfolg bei der EM in Polen/Kamin.

Fritz Wassner (GER-12471)
Linov Scheel (GER-12379)