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29er WM 2010 auf den Bahamas
Nach etlicher Planung und tausenden von Mails, feierten wir Weihnachten 2009 im Flugzeug. Am 24. ging es endlich los auf die Bahamas. Nach einem entspannten Flug (Hamburg – London – Miami - Freeport) kamen wir völlig erschöpft spät abends an. Am nächsten Morgen haben wir uns auf unsere Boote gefreut, doch leider mussten wir feststellen, dass der Container noch nicht angekommen war. Das einzige, was wir wussten war, dass dieser schon auf der Insel war und sogar am 24. schon auf dem Gelände. Allerdings gab es da wohl in der Absprache einige Missverständnisse und Probleme mit dem Ressort Manager,- er wurde wieder mit in den Hafen genommen. So hatten wir erst mal ein paar schöne Tage zum entspannen, was natürlich auch nicht das schlechteste ist. Das tägliche am Strand Joggen darf man dabei natürlich nicht vergessen. Am 29. kam dann endlich der langersehnte Container. Zum Glück ist alles heil geblieben, und wir konnten uns sofort ans Aufbauen und Basteln machen. Am nächsten Tag ging es schon auf’s Wasser. Es war unglaublich mit dem türkisfarbenen Wasser, dem weißen Strand und den Palmen. Da das Wasser so klar war, konnte man den Unterschied zwischen flach und tief nicht wirklich abschätzen, und so erwischten wir auch gleich das erste Riff. Der Schaden war zum Glück klein und konnte leicht beseitigt werden.
Silvester wurde noch mal ordentlich am Strand gefeiert, und am nächsten Tag ging das Training ein wenig später losJ.
Die ersten Vermessungen wurden auch gleich schon am Neujahrstag gemacht. Von jetzt an hatte man sich seelisch auf die WM eingestellt, und alle waren wie wild dabei zu basteln und die Boote noch einmal in Topform zu bringen.
Der erste Regattatag fing eigentlich wie jeder andere Tag an. Wir trafen uns um 8 Uhr zum gemeinsamen Frühstück in der „Fresshalle“. Es war immer viel zu dunkel und kalt da!
Das Segeln hat super viel Spaß gemacht, auch weil das Feld nicht so groß war. Jedoch machten die heftigen Dreher einem ganz schon zu schaffen. Der Kurs lag ziemlich dicht unter Land, so konnte man diese auch, wenn überhaupt, sehr spät erkennen und darauf reagieren.
Zwei Tage lang war wenig Wind. Jedes mal freuten wir uns darauf, denn wenig Wind liegt uns, auf Grund unseres Gewichtes, eigentlich mehr als viel. Doch es stellte sich heraus, dass es noch viel schwieriger war, was sich dann auch ärgerlicherweise auf unser Ergebnis auswirkte.
Eigentlich war es unser Ziel bei dieser WM in die erste Hälfte zu kommen, wegen des schwierigen Windes hat sich das leider nicht realisieren lassen. Trotzdem sind wir im Ganzen zufrieden mit unserem Ergebnis. Wir haben eine Menge Erfahrungen gesammelt und viel dazu gelernt.
Es hat sehr viel Spaß gemacht, in so einer beeindruckenden Gegend zu segeln.
Am 9. Januar wurde der Container dann wieder geladen und fertig für die Rücktour gemacht. Leider war es an diesem Tag ziemlich kalt und es hat den ganzen Tag nicht aufgehört zu regnen. Also mussten wir nasse Sachen in den Container packen. Hoffen wir mal, dass es nicht anfängt zu schimmeln.
Am 10. ging es dann wieder zurück ins kalte Deutschland. Alle waren ziemlich traurig die Bahamas verlassen, doch das Schneechaos wollten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen J.
Die Reise zurück, war nicht ganz so entspannt wie die Hin- Tour. Das erste Ärgernis war, dass wir unsere Segel um ein Haar auf den Bahamas hätten lassen müssen. Diese waren nämlich zu groß für das kleine Flugzeug, das uns nach Miami bringen sollte. Jedoch haben wir dann eine Lösung gefunden, die aber etwas weh tat. Wir mussten die Latten heraus nehmen und die neuen Segeln dann zu einem kleinerem Packet zusammenfalten.
Das zweite war leider, das nur die Hälfte unseres Gepäcks es nach Hamburg geschafft hatte. Das war ziemlich ärgerlich. Mittlerweile ist es jedoch bei uns zu Hause angekommen – zum Glück!
Im Ganzen können wir nur sagen: Geil, geil, geil. Es war ein großartiges Event, wir waren sehr glücklich darüber, dass alle möglichen Leute, vor allem unsere Eltern es uns möglich gemacht haben daran teilzunehmen.
Auch Patrick danken wir ganz herzlich für die Unterstützung und das Coaching.
Liebe Grüße von Lotta & Jule
