Frühjahrstraining der 29er 2007

Ein Training zur Saisonvorbereitung in Kooperation mit dem 29er Förderverein SH

Die Fahrt und Ankunft am Gardasee
Am 18.3. ging es endlich los. Das neue Boot von Yasemin und Elena wurde noch verladen und dann fuhren Hannes, Felix, Yasemin, Elena und ich mit zwei Bussen und den Anhängern in Richtung Süden. In Hamburg pickten wir noch die Hamburger Crew auf und fuhren nonstop nach Nürnberg, wo Caro zustieg. Gleich nach dem Brenner konnten wir dann auf kurze Sommerkleidung umsteigen, um ein Uhr guckten wir dann das erste Mal in Torbole auf den Gardasee: –Traumbedingungen: 4-5 bft und Sonnenschein, dazu den beeindruckenden Blick auf die felsigen Berge. Leider zeigten die nächsten Tage, dass es auch am Gardasee mal schlechtere Segeltage gibt. Wir fuhren weiter nach Malcesine zu unserer Unterkunft, einem kleinen Hotel, das wir fast die ganze Zeit über für uns alleine hatten und das direkt am Wasser lag. Nach und nach kamen alle anderen 8 Teams an und wir bezogen unsere Zimmer und machten die Boote klar. Vor uns lagen fünf Trainingstage und der erste Euro Cup 2005 über Ostern.
Michel Münker, GER 948, (mit Caro Poullain/Felix Köster)

Sonntag, der 20. März 2005

Nach dem Frühstück um acht Uhr bei Stickl gingen wir um neun Uhr zu den Booten um sie aufzubauen, denn wir sollten um 11 segelfertig bei unseren 29ern stehen. Als dann alles fertig war, gab es eine Vorbesprechung. Dort sagte unser Trainer Hannes Wagner, worauf wir beim ersten Training in diesem Jahr achten sollten und teilte uns in zwei Gruppen auf. In der Gruppe unseres zweiten Trainers Mark Schuerch waren an diesem Tag die Teams Yasemin Firat/Elena Stoffers, Philipp Kiencke/Moritz Jäger-Roschko, Finn und Marie Blöcher.
Und bei Hannes die Teams Michel Münker/Carolin Poullain, Niklas und Maui Jepsen, Kevin Lee Barche/Niklas Osterloh, Sam und Nik Mogadas, Christopher Horsch/Agnes Ellerbroek und später kamen auch noch Timo Stadermann/Maximilian Dullo aus der anderen Gruppe dazu.Der Kurs zum Einwärmen war ganz einfach, denn wir mussten erstmal nur up and down fahren. Als wir uns dann nach einiger Zeit eingesegelt hatten, kreuzte Hannes Gruppe gemeinsam hoch und dann fuhren wir auf einem Kurs zwischen dem Gennakerkurs und der Kreuz hin und her und wendeten dabei immer um das Motorboot herum. Als es Zeit war wieder in den Hafen zu fahren, setzten wir den Gennaker und los gings. Mittagessen gab es dann um drei im Zelt bei Stickl, sodass wiruns nicht umziehenmussten. Als Vorspeisegab es erst Salat unddann gab es Nudeln,obwohl sie für diemeisten wohl einbisschen zu scharfwaren, waren sie lecker.Nach dem Essen ging eswieder aufs Wasser.Obwohl der Wind schonstark abgeflaut war,konnten wir noch trainieren. Wir übten zwei Stunden lang Starts und dannmussten wir reinfahren, weil die Sonne hinter den Bergen verschwand.Im Ganzen hat uns dieser Tag am besten gefallen, da es der einzige mitgutem Wind war.
Sam und Nik Mogadas, GER 954

Bericht über Montag, den 21.3.2005

Mittagessen aus der großen PfanneDen Montagvormittag musstenwir wegen mangelnden Windesan Land bleiben. Da es bewölktwar, blieb die Thermik aus undsomit war leider nicht ans Segelnzu denken und wir beschäftigtenuns mit zahlreichen Reparaturenund Bastelarbeiten an den Bootensowie mit Theorie.Gegen 14.30 Uhr kam Wind aufund wir sprangen auch gleich in die Boote und segelten bei mittleremWind (ca. 3 Windstärken) auf den See hinaus, wo die Skandinavierbereits eifrig trainierten.
Nach ein paar Trainingswettfahrten unter den KYC-Booten kreuzten wir zuihnen hoch, um bei einer Wettfahrt mit ihnen bzw. gegen sie zu trainieren.Wir segelten insgesamt 3 Übungswettfahrten, um anschließend etwasweiter nördlich auf dem See unser Training fortzusetzen.Anschließend folgte ein Vorschoterrennen. Die Schotten klemmten sichhinter die Pinne und zeigten ihren Steuermännern, dass auch sie Talentbesitzen das Boot zu segeln. Nach weiteren Trainingseinheiten segeltenwir an den Strand zurück um bei untergehender Sonne die Booteabzutakeln.Am Abend trafen wir uns zu einer Videoanalyse um Taktik undBootshandling zu verbessern.
Finn und Marie Blöcher, GER 1023

Dienstag

Da wir erst am Montagabend anreisen konnten, weil wir noch eineKonfirmation hatten, mussten wir früher als alle anderen aufstehen, unsschon umgezogen zur Frühbesprechung begeben, feststellen, dass keinWind ist und trotzdem direkt zum Frühstück gehen. Danach gingen wirzum Hänger um das Boot aufzubauen. Als die Anderen dann nach einigerZeit auch zum Wasser kamen, war immer noch kein Hauch Wind. Wirhatten dann schon den Mast gestellt, aber dabei ließen wir es dann auchbewenden, denn ohne Wind kein Segeln! Statt der Segelklamotten wurdealso jetzt der Werkzeugkasten ausgepackt um noch die Boote zuoptimieren und reparieren. Bei uns gab es nichts zu tun, also gingen wirzu den anderen, die mit ihren Booten ca. 200m von der Sliprampe aufeinem Strand standen. Dort redeten und halfen wir dann. Da kein Windzum Segeln war, haben uns die Trainer noch mit einem kleinen Spleißkursund Theorie beschäftigt.Kein Wind – also Basteln!An diesem Abend sind wir das erste Mal bei „unserem“ Italiener, Pizzeria„Al Pedro“ in Malcesine essen gewesen.

Mittwoch

Am Mittwoch das gleiche Spiel wie am Dienstag, früh aufstehen, denblanken See bewundern (oder beschwören?) und dann erst mal wieder insBett und noch mal dösen und dann Frühstücken. Danach haben wir unserBoot mit viel Pumpen zu den Anderen hingebracht, mehr treibend alssegelnd, und mit dem Rest der Gruppe und dem Trainer, der sonst immernoch einen Rest Optimismus übrighatte, auf den Wind gewartet. Als dannklar wurde, dass es mit Segeln nichts mehr werden würde, haben wir denRest des Tages mit Joggen und Theorie verbracht. Doch halt, was wardas? Als wir dann schon eine Weile Theorie gemacht hatten kam einHauch Wind und wir konnten immerhin eine Stunde segeln!

Donnerstag
Am Donnerstag ein Blick aus dem Fenster: …und (natürlich!?) kein Wind!Also das gleiche wie die Tage davor, warten, Theorie und dann amNachmittag ein Ausflug in die Berge mit den Trainern. Eine superschöneGegend, aber wie immer bei solchen Gelegenheiten, hat natürlich keinerseinen Fotoapparat mit.Der Höhepunkt war immer noch die sog. „Schauderterasse“, von der mannahezu 300m direkt auf den See runtersehen konnte. Damit war der Tagseglerisch gesehen eher verschwendet, aber mit dem Ausflug haben wirwenigstens mal so enge Bergstraßen mit langen, sich verzweigendenTunneln, Serpentinen und so engen Straßen, dass man vor jeder Kurvehupen muss, kennen gelernt. Danach sollten wir dann noch mal joggengehen. Mit Mark sind wir auf einer Route in die Berge gejoggt und zwarauf einer Route, die nach der Frau vom Sportcamp einer Viertelstundeentsprechen sollte…
Nach einer Stunde fast nur steil bergauf haben wir einen „Wanderweg“gefunden, auf dem wir wieder runter kamen. Wer weiß, wie lange derandere Weg noch gedauert hätte? Aber auch dieser Wanderweg war mehrein Überlebenstrainingsübungspfad als ein wirklicher Weg. Letztendlichwar es zwar kein entspannendes Jogging, aber es hat mir trotzdem Spaßgemacht. Nach diesem Training waren dann auch so gut wie alle glücklich,dass sie ins Bett durften und haben wahrscheinlich auch keine großenProbleme beim Einschlafen gehabt.

Freitag
Eigentlich kann man diesen Tag mit „wie immer“ abstempeln, aber zweiSachen waren doch erwähnenswert.Zuerst die Überfahrt:Wir mussten ja unsere Boote noch zu dem ca. 2 km entfernten AquafrescaSegelclub bringen, wo dann die Regatta stattfinden sollte.Da ausnahmsweise mal wieder kein Wind war, mussten wir alle uns mitden Motorbooten rüberschleppen lassen. Ganz schön ungewohnt im Bootzu sitzen, ohne Segel. Es ist auch alles gut gegangen und wir konnten unsdann noch mal umziehen gehen.Denn für den Abend war die Eröffnungsparty angesetzt. Der Club hat sichdabei auch viel Mühe gegeben, eine Liveband organisiert (deren Musikleider etwas laut war) und das Clubhaus zur Bar umgerüstet.Max Lutz, GER 953 (mit Rebecca Lutz)Tagesbericht vom Samstag, dem 26.März 2005Der Start war an diesem Tag für 8.30Uhr angesetzt. Für uns bedeutetedies besonders früh aufzustehen. Glücklicherweise stellte uns Herr Sticklein provisorisches Frühstück bereit, was die Eltern netterweise noch durchgeschmierte Brote für die geplante Regatta erweiterten. Als einige derErsten trafen wir am Yachtclub Aquafresca ein, takelten die Boote auf undwarteten, wie schon am Vortag, vergebens auf den ersten Start. Der sollteaber noch lange auf sich warten lassen und angesichts der fortwährendenFlaute verteilten wir uns auf die Hotels um ein zweites Frühstück zu unszu nehmen. Da ab diesem Tag die Ostergäste im Sportcamp Sticklerwartet wurden, mussten einige von uns in andere Hotels ausweichen.Nachdem die Umzüge vollbracht und die neuen Hotels eingeweiht wurden,versammelte sich die Gruppe wieder auf dem Regattagelände umnachmittags gemeinsam zu essen und die Wetteraussichten einzuholen.Im Glauben, dass keine Wettfahrt an diesem Tag gestartet wird, verteiltesich die Gruppe wieder. Ein Irrtum, denn unvorhergesehener Weisewurden wir doch aufs Wasser gerufen. Der aufkommende Wind erwies sichallerdings als eine, Zitat:“ …Wolke…“, sodass ein Abbruch der Wettfahrtbald folgte. Der restliche Tag wurde, hoffend auf die berühmte Thermik,wieder einmal in den Hotels verbracht…
Elena Stoffers, GER 949, (mit Yasemin Firat)

Sonntag, der letzte Regattatag
Die letzte Chance füruns und dieWettfahrtleitung dochnoch Wettfahrtenauszutragen. Nichtwenige Teamsentschieden sich schonam Samstag für„aufgeben“, weil ja ehkein Wind mehr käme.Aber siehe da, als wirmorgens in denFrühstücksaal taumelten(um halb 9 Start unddann auch noch eineStunde durch die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit „geklaut“), warder See zwar wie auch die Tage zuvor von dichtem Nebel bedeckt, aber eswehte ein Hauch Wind! Wir fuhren also optimistisch zum Club. Als dannauch die Wettfahrtleitung mit dem Startschiff an den Booten vorbeifuhrmachten sich alle bereit zum Auslaufen. Doch der Wind hielt nicht langedurch, kaum waren alle 29er auf dem Wasser, war er auch schon wiederweg. Wir fuhren trotzdem zum Startschiff und warteten dort ca. eine halbeStunde, aber dann wurde es den ersten so langweilig, dass sie wieder inRichtung Hafen trieben und ihre Boot aus dem Wasser holten. MeineSchwester und ich folgten dem Trend und fuhren langsam auch zum Hafenzurück. Wie um uns einen Streich zu spielen setzte der Wind wieder ein,als bereits die halbe Flotte wieder an Land stand. Mit dem Wind kamenauch sofort Motorboote von der Wettfahrtleitung, die uns so schnell wiemöglich wieder rausjagte. Der Wind hielt glücklicherweise auch für 3Wettfahrten, als die Hora einsetzte, hatten wir für weitere 2 Wettfahrtendann auch noch mal etwas mehr Wind.
Für uns lief es sehr durchwachsen, in der ersten Wettfahrt hatten wir aufaussichtsreicher Position liegend einen dicken Knoten in derGennakerhohleleine, sodass er nicht aufging und wir 10 bis 15 Plätzeverloren. Die Wettfahrt danach lief dann schon eher nach unserenVorstellungen, wir wurden 5. und waren damit dann auch zufrieden. Inden letzten Wettfahrten trugen Fehler, die durch mehr Training im Vorauszu vermeiden gewesen wären zu unserem 16. Gesamtplatz bei. Sehrerfreulich für den KYC und den 29er Förderverein war auch ein 2. Platzvon Niklas und Maui Jepsen.Es war natürlich schade, dass die ersten Tage kein Wind war, aber dafürkonnten die Organisatoren ja nichts und insgesamt hat es mir in Italientrotzdem gut gefallen.Ich kann die Regatta generell nur jedem empfehlen, der Club hat sie sehrgut organisiert.

Max Lutz, 29er GER 953 „Lutzifer“, (mit Rebecca Lutz)