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SG-Herbst in der Südsee- Ein Bericht

Skipper Arne Krüger

Samir Zoubie

Die Crew

Skjoldnaes Feuer

05.09.10

Am Donnerstag wurde einkauft und gestaut. Die Alfried war seeklar und bereit Kurs auf die dänische Südsee zu nehmen. Freitag schossen wir von unseren Schreibtischen direkt zum Schiff. Samir und seine Crew warteten schon auf uns. Gemeinsam mit der baugleichen Taffi sollte die Wochenend-Geschwaderfahrt starten. Alles war klar, aus den Hafen auszulaufen. Nur der Wind wollte nicht so recht. Trotz einiger Segelversuche auf dem Stollergrund wollte Damp nicht viel näher kommen. Die NW 2 reichten nicht aus, vor Sonnenuntergang fest im Hafen zu liegen. Daher entschlossen sich die Crew von Alfried und Taffi den direkten Kurs mit Motor auf Damp zu nehmen. Nach einem gemeinsamen Gyros-Essen sammelten wir die Kräfte für den morgigen Tag.
   Der Samstag begrüßte uns mit Sonnenschein und einigen Schauern aus vereinzelten Wolken, mit ihren Böen und Winddrehern. Hoch am Wind erreichten wir den Hafen von Höruphav. Auch an diesem Tag konnte man sehen, dass die Alfried wohl etwas besser auf dem Ruder liegt. Der Vorsprung betrug eine gute halbe Stunde. Es war aber kein Grund für die Taffi-Crew Trübsal zu blasen. Die Stimmung war ausgezeichnet trotz der Sauerstoffvergiftung einiger Crewmitglieder aus der Bundeshauptstadt. Nachdem Samir das Mittelwant nachgespannt hatte genossen wir den Sundowner.
   Am Sonntag war es Zeit, Abschied von der Taffi zu nehmen und allein weiter in See zu stechen. Der Kurs wurde auf Söby abgesetzt. Bei achterlichen Winden segelten wir Richtung Aerö. Fest in Söby bei Regen – ein Traum.
   Am Montag orgelte der Wind in den Masten der Schiffe. Die See war weiß, die Sonne schien. Da wir keinen Zeitdruck besaßen, legten wir einen Hafentag ein und mieteten uns Fahrräder, um die Insel in Richtung Skjoldnaes zu erkunden.
    Der Dienstag begrüßte uns mit einem NW 3-4 und Sonnenschein, Zeit in die dänische Südsee zu stechen. Der Kurs führte uns durch die Rinne von Drejö nach Svendborg. Der Svendborg-Sund zeigt sich von seiner schönsten Seite, mit Schiebestrom und G1-Wind. Der Tag war so schön, dass am Ausgang der geplante Kurs Richtung Rudköping mit Ziel Marstal umgeworfen und auf 33 Grad gesetzt wurde. Ziel war unser „geliebtes“ Lohals. Hier kommt man sich immer vor, als wäre man an dem Originalschauplatz des Filmes „Der weiße Hai“. Diese reizvoll ruhige Romantik kommt besonders jetzt in der Nachsaison zum Ausdruck.
Fortsetzung folgt am nächsten Wlan-Punkt.
Viele Grüße von der Alfried senden
Marion und Arne (Krüger - Anm. d. Redaktion)

...die Fortsetzung...

   Mittwochmorgen steuerten wir südliche Kurse; Ziel war Marstal. Bei schwachen Westwinden unter Volltuch steckten wir den Kurs auf die Ansteuerungstonne der Rudköbingrinne ab. Die Brücke begrüßte uns mit einem guten Knoten Gegenstrom. Hinter der Brücke frischte der Wind auf 5 Bft. auf, sodass wir das Vorsegel wegnahmen. In der Marstalrinne ließen wir den Motor seine Leistung zeigen und legten am frühen Nachmittag im Yachthafen von Marstal an. So waren wir pünktlich für das große Hafenkino der zahlreichen Cartercrews da und genossen deren Darbietungen.
   Donnerstag ging es zeitig Richtung Damp. Entgegen der Windvorhersage stand der NW-liche Wind durch, so konnten wir rechtzeitig in Damp festmachen und zum Abschluß unseres Herbsttörns die Südsee-Temperaturen der Saunalandschaft genießen. Nach dem Essen im Moby-Dick ließen wir den Abend in der Strandbar bei karibischer Musik und Cocktails ausklingen. Wir versuchten dort „Cuba zu befreien“.
   Der letzte Tag unserer Reise brach an. Zu unserer Verwunderung stattete Jan-Focken Oswald uns einen Besuch an Bord ab. Er war mit seiner Crew kurz entschlossen zu einem Zwei-Tages-Törn mit der Taffi nach Damp aufgebrochen. Zwei gleiche Schiffe in einem Hafen, mit dem gleichen Reiseziel Kiel, das bedeutete Regatta! Schade war nur, dass kein Wind zum Segeln wehte. Also wurden die Maschinen angeschmissen. Unterwegs wollte kein Wind aufkommen, sodass die Segel verstaut werden konnten. Auch bei dem spätsommerlichen Wetter sollte uns der Badespaß dadurch verdorben werden, dass die Ostsee voller Blaualgen war. So nutzen wir die Etappe Richtung Kiel für das große Reinschiff. Gegen 14:30 Uhr machten wir in Düsternbrook fest. So endete nach 175 Seemeilen der einwöchige Spätsommer-Törn auf der Alfried. Was anfänglich so trüb und kalt angefangen hatte, endete mit einem sonnig-warmen Happyend.

Vielen Dank und viele Grüße
Marion und Arne Krüger

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