Veranstaltungen
Termine
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| 11:00 | Empfang Alfried Krupp-Haus |
| 25.02.2012 | Winterball des KYC |
| 20:00 | Alfried Krupp-Haus Einlass gem. Einladung |
| 07.03.2012 | Mitgliederversammlung |
| 18:30 | Alfried Krupp-Haus |
| 11.04.2012 | Ehrung der Jubilare |
| 19:30 | Hindenburgufer |
| 14.04.2012 | Abslippen |
| 07:30 | Strande |
Marisa Roch berichtet von Jugend-EM
31.08.10
Kaum war die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft in Flensburg auch nur einen Tag vorbei, fuhr ich mit meinen Eltern am 1. August nach Egå zur Jugend-Europameisterschaft. 168 Seglerinnen und Segler aus 12 Nationen wollten hier um die Meistertitel kämpfen.
Ich freute mich riesig auf meine dänischen Freunde, die ich lange nicht mehr gesehen hatte und kaum hatte ich mein Boot vom Trailer geholt, traf ich auch schon die ersten bekannten Gesichter. Auch gut die Hälfte der 24 Deutschen war bereits da. Doch an Segeln gehen war an diesem Tag noch nicht zu denken, da viele nach der WM bzw. der Deutschen kaputt waren oder sich einfach noch einen Ruhetag gönnen wollten.
Am Montag fanden wir heraus, dass das Schlauchboot für die Mädchen vergessen worden ist. Aber ich hatte einen guten Einfall, denn es fand auch gerade die WM der 505er in Kaløvig ( ein Hafen weiter) statt und da waren ja auch KYC-Mitglieder mit am Start. Darunter auch Holger Jess, der ein Schlauchboot mit hatte. Netterweise konnten wir das Boot nach der WM von ihm chartern. Danke Holger – du warst unsere Rettung!
Das passte perfekt vom Timing – die Fiven hatten am Donnerstag die letzten Wettfahrten und bei uns sollte am Freitag der erste Startschuss fallen. Nachdem wir dieses Problem aus der Welt hatten, lief alles wieder in Butter auf unserem Kutter. Das Boot für die Jungen war bereits im Wasser, aber der Schlüssel fehlte noch......! Trotzdem gingen einige aus dem GER-Team segeln.
Dienstag packte auch mich der Heißhunger aufs Segeln und dann fuhr ich mit Annka, Lea und Regina raus um ein bisschen anzupassen.
Am Mittwoch folgte dann vor der großen Kontrollvermessung noch ein Trainingsschlag mit unseren Team-Betreuern Mareike und Kristof. Abends waren dann auch alle im Team Deutschland mit kleinen Veränderungen bei Nicki Nocke gut durch die Vermessung gekommen.
Am Donnerstag nutzten einige noch die letzte Gelegenheit vor der Meisterschaft das Revier zu erkunden. Abends ging es dann in Teamklamotten zur Eröffnungsfeier. Dress der Saison war eine Kombi aus roten Polos und blauen Shorts bei einigen Teams, so auch bei uns! Als Jüngste im Team war ich die Fahnenträgerin. Nach einem sehr kurzen Umzug für fußkranke Segler durch den Hafen, wurden schließlich ein paar auch sehr kurze Reden gehalten. Danach folgte eine kleine Welcome-Party im Festzelt.
Der erste Wettfahrttag am Freitag begann erst einmal mit Startverschiebung an Land. Doch die Sonne schien und so ließ es sich aushalten. Schließlich konnte sich am frühen Nachmittag ein gute Thermik bilden und wir schafften doch die geplanten zwei Races.
Mit Startverschiebung fing auch der nächste Tag an, aber auch dieses Mal kamen zwei gute Rennen zustande. An diesem Tag war ich sehr zufrieden, da ich in der ersten Wettfahrt einen sechsten Platz gesegelt hatte. Abends hatten wir dann unser gemeinsames „Team-Grillen“ . Unsere Tischreihe war bestimmt 25 Meter lang (23 Segler plus Eltern).
Auch der Sonntag begann, wie sollte es auch anders sein, mit einer Startverschiebung. Nachdem wir aber doch eine Wettfahrt gesegelt hatten, die besonders bei den Jungs schweinerennenmäßig verlief, folgte eine weitere Starverschiebung auf dem Wasser. Aber es setzte sich kein segelbarer Wind an diesem Tag durch und so hatte die Wettfahrtleitung Erbarmen und schickte uns in den Hafen. Noch am gleichen Abend wurden für den Montag drei Rennen angesetzt. Die Wettfahrten konnten wir dann auch bei guter Welle und 5-8 m/s in Böen bis 10 m/s über die Bühne bekommen.
Ich fand es an diesem Tag sehr schwierig, da der Wind extrem gedreht hat. Und dann hatte ich im ersten Race auch noch zu allem Übel einen Crash mit einer Spanierin. Ich konnte zwar weiter segeln, aber so etwas setzt sich ja erst einmal im Kopf fest. Im Hafen ließ sich der Schaden dann aber mit dem Schuldeingeständnis der Spanierin schnell klären.
Am nächsten und letzten Tag schien noch einmal die Sonne. Wir hatten guten Wind und 'nen guten Meter Welle. Die beiden letzten Wettfahrten wurden dann auch bei wirklich fairen Bedingungen durchgezogen. Zurück im Hafen fing dann das große Zusammenpacken an. Einige fuhren auch gleich eiligst ab, aber die meisten blieben doch bis zur Siegerehrung. Viel gekämpft und verdient gewonnen haben Anne-Line Lungsø Thomsen (DEN 50) aus Egå bei den Mädchen und Albert Codinachs (ESP 650) bei den Jungen. Sie haben sich ihre siege bis zur letzten Minute fleißig erkämpft. Ich belegte Platz 35 von 81 Teilnehmerinnen und war damit dritte Deutsche hinter Nadine Möller ( 23) aus NRW und Davina Schlesiger (30) aus Hamburg. Bester Deutscher wurde Moritz Kuralt als 17. von 87 auch aus NRW gefolgt vom Bremer Sverre Reinke (28) und Henrik Bey (41) aus Hamburg. Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Schließlich ist es meine erste Euro gewesen und die Einzelergebnisse 6,16 und 24 haben gezeigt, dass ich da vorne mitmischen kann. Die Skandinavier haben einen riesigen Trainingsvorsprung, wie die Ergebnisse in der ersten Hälfte zeigen. Die sitzen zum Teil mindestens 20 Stunden trainierend im Boot. Davon können wir in Deutschland nur träumen!
Nach der Siegerehrung gab es wieder ein leckeres Festessen und danach hat noch irgendwer große Boxen nebst Anlage organisiert und die Party konnte losgehen.
Leider waren inzwischen wirklich viele abgereist, aber wir hatten einen sehr schönen Abschluss von dieser Europameisterschaft.
Mange tak til Egå Sejlklub, der die Meisterschaft ausgerichtet und uns die fairen Segelbedingungen ermöglicht hat.
Vi ses.
Marisa Roch
GER 94
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