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Teilnahme der Sleipnir (J80) der Schulungsgruppe zur Aalregatta

Endlich ist es wieder soweit: die Kieler Woche und die legendäre Aalregatta wachsen wieder zusammen. Ein willkommener Anlass die Schoten für die Kieler Woche warmzureißen und die Rümpfe einzufahren. Neben den Dickschiffen der Yachtschule sowie einer Elan der Schulungsgruppe entschieden wir in einer Laune auch daran teilzunehmen. Doch auch auf einem Dickschiff ? Wozu - Das schafft doch auch die Sleipnir (J80).

Nach der Meldung fand sich schnell die Crew aus Skipper Patrick Schmidt, Berit Matzen, Björn Bawey und Henriette Wilckens. Die Wetter - und Windvorhersage gab Grund zur Freude und Sorge zu gleich: Unfassbar! KiWo-Wetter bedeutete dieses Jahr 25 Grad, Sonnenschein und weiß/blauer Himmel. Doch an die 26 Knoten Nord- Westwind wurden erwartet. Treu nach dem Motto "Hart oder gar nicht!" planten wir die Übernachtung auf der Sleipnir. Samstag war es dann soweit um 8:30 Uhr trafen wir uns am Boot, welches bereits nach Düsternbrook verholt war. Wir begannen das Schiff vorzubereiten, uns anzumelden und die Aal-Regattafahne zu hissen.  Schlafen auf der J- Polster? Fehlanzeige - also  mussten Isomatten und Schlafsäcke neben dem Genaker, Fendern und unserem Gepäck verstaut werden. Fazit: In die J80 passt mehr als man vermuten mag.

Nach einigen Halsen und Wenden ertönte um 11.00 Uhr unser Startsignal und die letzte Startgruppe bestehen aus J24, Seascapes, X-79ern und zwei weiteren J80 startete gen Eckernförde. Aus der Förde raus, Falckenstein backbord lassen, dann raus und um den Leuchtturm. Auf der offenen Bucht erwarteten uns bereits stehende meterhohe Altwelle. Ein wahres Vergnügen mit der J. die Dickschiffe an unserer Seite stampfen sich locker durch die Welle während wir Hoch am Wind Welle für Welle aussteuerten um nicht vollkommen zum U-Boot zu werden. Trotz starker Welle und Kreuz herrschte blendende Laune - Sonne und Regattakuchen sei Dank. Nach Mittelgrund und Sperrgebiet bot sich die kurze Chance kurz den Genaker zu ziehen und den Yardstick auch Rechnung zu tragen. Nach den Kämpfen der anderen Crews und einem Sonnenschuss entschieden wir uns den Genaker im Schiff zu lassen. Nach der letzten Tonne ging es auf eine Kreuz voller Windlöcher, Dreher und einem gestauchten Feld. Endlich den Eckernförder Hafen erreicht und die Ziellinie überquert eilte gleich ein Boot zu uns und überreichte uns den verdienten Aal. Nach einiger suche fanden wir im farbenfrohen und aus allen Nähten platzenden Hafen von Eckernförde ein Päckchenplatz und lagen durch Zufall in einer Reihe mit der Zukunft der Yachtis. Nach Verpflegung und dem verdienten Anlegebier besuchten wir befreundet Crews und die anderen Js. Nach Stärkung mit Fischbrötchen und Kuchen begaben wir uns auf die "Kuh" und hielten lange eine ausschweifende Mannöverkritik mit den Yachtis.

Nach einer ruhigen Nacht dröhnte am Sonntag früh unser Wecker, denn ein kleines Schiff will auch klariert werden. Zuerst hieß es jedoch "Morgendusche". Aber ganz stilecht - Baden in der Ostsee. Die Zeit drängte und so legten wir längseits eines Dickschiffes ab und klarierten das Schiff auf dem Weg zur Ziellinie. Diesmal konnten wir die J auch nutzen. Wind von Achtern- Hoch den Genaker. Direkt nach dem Passieren der Startlinie hieß es "Set !" und der Genaker schnellte in die Höhe. Zwischen den Spinakern der Dickschiffe kreuzte unser kleines Genakerfeld hindurch und kämpfte sich langsam aber sicher nach vorne. Raumwind und dann mit Halbwind bahnte sich die Sleipnir mit 12 Knoten ihren Weg gen Heimat. Erst beim letzten Fass vor dem Leuchtturm bargen wir den Genaker und begaben uns auf die letzte Kreuz. Ziellinie Leuchtturm und Fahne.

Nach zwei sonnenreichen und anstrengenden Tagen legten wir die Sleipnir in ihre Heimatbox und putzen das Schiff. Hier wartetet sie auf die Regatten der Kieler Woche. Erholungspause für Schiff um Mannschaft.


Fazit: Das machen wir wieder. Von wegen die J80 kann keine Streckenregatta!

 

Text: Patrick Schmidt

Fotos: Thomas Donath, Patrick Schmidt, Björn Bawey, Berit Matzen

 

 

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Mit dem bereits von den Gründern 1887 formulierten Ziel, „die Freude am Segeln zu mehren“, steht der Kieler Yacht-Club für eine lange Tradition im Regattasegeln auf höchstem sportlichem Niveau und im anspruchsvollen Fahrtensegeln. Tradition und Zukunft des Segelsports bestimmen das HandeIn im Club. Schwerpunkte der Arbeit des KYC sind die seglerische Ausbildung Jugendlicher und Erwachsener sowie die Organisation hochrangiger Regatta-Veranstaltungen wie der Kieler Woche, MAIOR, YES sowie Welt- und Europameisterschaften in verschiedenen Klassen.

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