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Die Kieler Woche, für uns ein Heimspiel, aber immer etwas Besonderes

Alica Stuhlemmer und Tom Heinrich berichten von ihren Kieler Woche-Regatten im 29er und Nacra.

Foto: okpress.de

Bilder: Mitja Meyer

Unsere letzte Regatta in Palma war schon einige Zeit vergangen und viele Wasserstunden und gefühlte 1000 Manöver haben wir seit dem gefahren. Auch wenn man Regattasegeln nicht verlernt oder doch, nutzten wir beide die Chance, im Internationalen Teil der Kieler Woche noch einmal auf den 29er zu steigen. Diesmal jedoch gegeneinander. Tom segelte mit seinem Bruder Ben und Alica mit Emma aus unserer alten Trainingsgruppe.

Eigentlich wollten wir damit keinen teaminternen Wettkampf herbeiführen, aber auf dem Wasser schenkt man sich dann doch nichts. Und den einen oder anderen Spruch an Land konnten wir uns auch nicht verkneifen. :) Leider wurde Ben krank und so mussten Tom und Ben aufgeben.

Am Mittwoch war es dann endlich soweit und wir starteten gemeinsam und topmotiviert in den olympischen Teil. Im ersten Rennen übernahmen wir nach der ersten Luv Tonne die Führung, trafen dann aber eine unglückliche Fehlentscheidung, die uns wieder einige Plätze nach hinten warf. Mit unserem Speed waren wir, wie schon in Palma, sehr zufrieden. Die folgenden zwei Rennen wurden bei immer schwierigeren, leichten und drehenden Winden sehr zur strategischen Herausforderung. Doch mit den Ergebnissen 5, 5 und 7 schafften wir uns, trotz Schwierigkeiten am Start, eine gute Ausgangsposition.

Die folgenden Tage wurden von viel Wind bestimmt. Erstaunlicherweise kamen wir aber trotz unseres geringen Crewgewichts und einem kleinen Trainingsdefizit bei viel Wind mit den Bedingungen gut zurecht. Die Starts waren zwar immer noch weit vom Optimum entfernt, aber mit jedem Start ging die Lernkurve steil nach oben. Am 3. Tag konnten wir uns zwei Mal gegen den Olympiadritten von Rio durchsetzen.  Damit standen dann sogar ein 2. und ein 1. Platz auf der Ergebnisliste. Für uns ging es aufwärts in der Ergebnisliste: Gesamt Platz 4. Diesen Platz konnten wir auch am nächsten Tag verteidigen, sodass wir am Sonntag mit einem recht komfortablen Abstand nach hinten, aber leider auch nach vorne, in das Medal-Race einzogen.

Zum Medal-Race fegte der Wind wieder über die Kieler Förde. Allerdings lag unsere Luv Tonne weit unter Land im flachen Wasser, was dazu führte, dass wir erst sehr spät auf die Layline zur Luv Tonne wenden konnten und gezwungen waren, viele Manöver zu fahren. Das machte das Rennen an dieser Stelle richtig spannend. Das Medal-Race beendeten wir solide auf Platz 4.

Danach hieß es schnell Nacra abbauen, denn wir wollten es uns nicht nehmen lassen, die 49er vom Motorboot aus bei Ihrem Medal-Race anzufeuern. Neun Tage Regattasegeln bei der Kieler Woche haben uns einiges abverlangt. Nun sind wir gestärkt und mit vielen neuen Erkenntnissen in die Vorbereitung auf die Europameisterschaft Ende Juli gestartet.

Die nächste Woche wird Tom allerdings erst einmal in Århus bei der Formula 18 Weltmeisterschaft segeln. Daumen drücken nicht vergessen! Viel Erfolg Jungs!!!

Kieler Yacht-Club e.V.

Mit dem bereits von den Gründern 1887 formulierten Ziel, „die Freude am Segeln zu mehren“, steht der Kieler Yacht-Club für eine lange Tradition im Regattasegeln auf höchstem sportlichem Niveau und im anspruchsvollen Fahrtensegeln. Tradition und Zukunft des Segelsports bestimmen das HandeIn im Club. Schwerpunkte der Arbeit des KYC sind die seglerische Ausbildung Jugendlicher und Erwachsener sowie die Organisation hochrangiger Regatta-Veranstaltungen wie der Kieler Woche, MAIOR, YES sowie Welt- und Europameisterschaften in verschiedenen Klassen.

Mit rund 1.400 Mitgliedern ist der Kieler Yacht-Club einer der größten und mit seiner Gründung im Jahr 1887 einer der geschichtsträchtigsten Segelvereine Deutschlands. Zu den Mitgliedern des KYC zählen mehrere Welt- und Europameister und Olympiamedaillengewinner in unterschiedlichen Segelklassen.